Gottesdienst am neunten Sonntag nach Trinitatis, 02. August 2026 10:00 Uhr in Scherzheim mit Prädikantin Dr. Eunkoo Lee
MUSIK
EG165 1+2+6 Gott ist gegenwärtig.
Lasset uns anbeten
VOTUM UND GRUSS
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes (Amen)
Der Herr sei mit euch (und mit deinem Geist).
PSALM 63
Gott, du bist mein Gott, den ich suche.
Es dürstet meine Seele nach dir,
mein Leib verlangt nach dir
aus trockenem, dürrem Land, wo kein Wasser ist.
So schaue ich aus nach dir in deinem Heiligtum,
wollte gerne sehen deine Macht und Herrlichkeit.
Denn deine Güte ist besser als Leben;
meine Lippen preisen dich.
So will ich dich loben mein Leben lang
und meine Hände in deinem Namen aufheben.
Das ist meines Herzens Freude und Wonne,
wenn ich dich mit fröhlichem Munde loben kann;
wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich,
wenn ich wach liege, sinne ich über dich nach.
Denn du bist mein Helfer,
und unter dem Schatten deiner Flügel frohlocke ich.
Meine Seele hängt an dir;
deine rechte Hand hält mich.
(Ehre sei dem Vater… Ewigkeit. Amen)
BUSSGEBET
Lieber himmlischer Vater, in dieser unruhigen Welt sehnen wir uns nach dir.
Wir sehen Krieg, Hunger und Ungerechtigkeit. Vieles macht uns traurig und lässt uns unsere Ohnmacht spüren. Auch unser eigener Alltag ist oft so hektisch, dass wir die Menschen um uns herum übersehen. Wir bleiben Liebe schuldig, verschließen manchmal die Augen vor der Not anderer oder verlieren den Blick für dich. Vergib uns unsere Schuld.
Schenke uns den Mut, das Gute zu tun, und erfülle uns mit deinem Heiligen Geist, damit wir nicht aus eigener Kraft leben und handeln müssen, sondern aus deiner Kraft.
Stille unsere Sehnsucht nach dir. Wie du den Durst in der Wüste stillst, so erfülle auch uns mit deiner Liebe und deiner Gnade.
Wir bringen in der Stille vor dich, was uns bewegt, und denken dabei auch an unsere Mitmenschen.
(Stille)
Komm zu uns und erneuere uns. Befreie uns von allem, was uns bindet. Darum rufen wir zu dir:
Kyrie eleison
Herr, erbarme dich
Christe eleison
Christe, erbarme dich
Kyrie eleison
Herr, erbarm dich über uns
Gott erbarmt sich über uns. In Jesus Christus schenkt er uns Vergebung. Darum hört den Zuspruch der göttlichen Gnade: Das ist gewisslich wahr und ein Wort des Glaubens wert, dass Christus Jesus in die Welt gekommen ist, die Sünder selig zu machen (1. Tim 1,15).
Ehre sei Gott in der Höhe.
Und auf Erden Fried, den Menschen ein Wohlgefallen.
EG272 Ich lobe meinen Gott (2x)
TAGESGEBET
Lieber Herr Jesus Christus, wir loben dich und preisen dich.
Du kennst unsere Sehnsucht nach dir und stillst den Durst unserer Seele. Begleite uns auf unserem Weg, erfülle uns mit deinem Heiligen Geist und erneuere unser Herz. Stärke uns, aus deiner Liebe zu leben und sie an unsere Mitmenschen weiterzugeben. Durch Jesus Christus, unsern Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Du kennst unsere Sehnsucht nach dir und stillst den Durst unserer Seele. Begleite uns auf unserem Weg, erfülle uns mit deinem Heiligen Geist und erneuere unser Herz. Stärke uns, aus deiner Liebe zu leben und sie an unsere Mitmenschen weiterzugeben. Durch Jesus Christus, unsern Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Gemeinde: Amen.
SCHRIFTLESUNG:
Das Himmelreich gleicht einem Schatz, verborgen im Acker, den ein Mensch fand und verbarg; und in seiner Freude geht er hin und verkauft alles, was er hat, und kauft den Acker. Wiederum gleicht das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen suchte, und da er eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte sie. (Matthäus 13, 44 – 46)
Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege. Halleluja. (Halleluja, Halleluja, Halleluja)
GLAUBENSBEKENNTNIS
Ich glaube an Gott, den Vater, den Allmächtigen, den Schöpfer des Himmels und der Erde, und an Jesus Christus, seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn, empfangen durch den Heiligen Geist, geboren von der Jungfrau Maria, gelitten unter Pontius Pilatus, gekreuzigt, gestorben und begraben, hinabgestiegen in das Reich des Todes, am dritten Tage auferstanden von den Toten, aufgefahren in den Himmel; er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters; von dort wird er kommen, zu richten die Lebenden und die Toten. Ich glaube an den Heiligen Geist, die heilige christliche Kirche, Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden, Auferstehung der Toten und das ewige Leben. Amen.
EG452 vs 1+3+5 Er weckt mich alle Morgen, er weckt mir Selbst das Ohr.
PREDIGT Jeremia 1,4-10: „Warum ausgerechnet ich?“
Liebe Gemeinde,
stellen Sie sich vor, Sie bekommen morgen einen Anruf. Nicht irgendeinen Anruf, sondern einen Anruf, der Ihr Leben verändert.
Jemand sagt: "Wir haben an Sie gedacht."
Vielleicht kennen Sie solche Momente. Jemand fragt, ob Sie Verantwortung übernehmen. Ob Sie eine schwierige Aufgabe übernehmen.
Und oft ist unsere erste Reaktion nicht: Ja, natürlich, ich bin die perfekte Besetzung. Sondern eher: Da gibt es doch geeignetere Menschen.
Genau so beginnt Jeremias Geschichte. Gott ruft ihn. Und Jeremia antwortet: "Herr, das kann ich nicht." Vielleicht ist genau deshalb seine Geschichte auch unsere Geschichte.
Ich lese uns den Predigttext vor: Jeremiah 1, 4 – 10
Und des HERRN Wort geschah zu mir: Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleibe bereitete, und sonderte dich aus, ehe du von der Mutter geboren wurdest, und bestellte dich zum Propheten für die Völker. Ich aber sprach: Ach, Herr HERR, ich tauge nicht zu predigen; denn ich bin zu jung. Der HERR sprach aber zu mir: Sage nicht: “Ich bin zu jung”, sondern du sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen alles, was ich dir gebiete. Fürchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei dir und will dich erretten, spricht der HERR. Und der HERR streckte seine Hand aus und rührte meinen Mund an und sprach zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund. Siehe, ich setze dich heute über Völker und Königreiche, dass du ausreißen und einreißen, zerstören und verderben sollst und bauen und pflanzen.
Ich habe 4 Gedankengänge für uns mitgebracht:
1. Gott sieht mehr in uns als wir selbst
Jeremia schaut auf sich. Gott schaut auf Jeremia. Und beide sehen etwas völlig Unterschiedliches.
Jeremia sieht: seine Jugend, seine Unsicherheit, seine Grenzen. Jeremia antwortet: Ach Herr, ich tauge nicht.
Ich finde es beruhigend, dass die Bibel ihre Helden nicht als perfekte Menschen zeigt.
Gott sagt: „Ich kannte dich, ehe ich dich im Mutterleib bereitete.“
Das ist bemerkenswert. Gott beginnt nicht mit einer Aufgabe. Er beginnt mit einer Beziehung.
Nicht: Jeremia, ich brauche dich. Sondern: Jeremia, ich kenne dich.
Das Wort “kennen” bedeutet in der Bibel viel mehr als nur Wissen über jemanden zu haben. Es bedeutet eine Beziehung, Nähe und Verbundenheit. Gott sagt also nicht einfach: Ich wußte, dass du einmal geboren wirst, sondern: Ich habe dich im Blick gehabt. Du warst mir wichtig. Ich wollte Gemeinschaft mit dir.
In Psalm 139 sagt David: HERR, du erforschest mich und kennst mich. Du hast meine Nieren bereitet und hast mich gebildet im Mutterleibe.
Gott kennt uns nicht oberflächlich. Er kennt unsere Stärken und unsere Schwächen. Unsere Hoffnungen und unsere Ängste. Gott kennt alles von uns und liebt uns trotzdem.
Das ist schwierig zu akzeptieren, denn wir leben in einer Welt, die ständig fragt: Was kannst du?
Gott sagt aber zuerst: Wer du bist .
Das verändert alles. Denn unser Wert hängt nicht davon ab, was wir leisten. Nicht davon, was wir erreicht haben. Nicht einmal davon, was wir für Gott tun.
Unser Wert liegt darin, dass wir von Gott gekannt und gewollt sind.
Die tiefere Frage ist hier: Warum kennt Gott Jeremia überhaupt? Warum interessiert sich Gott so für Menschen? Warum interessiert sich Gott so für dich und mich?
Weil Gott Gemeinschaft mit dir möchte.
Die ganze Bibel erzählt diese Geschichte. Von einem Gott, der den Menschen sucht. Von einem Gott, der Gemeinschaft möchte. Von einem Gott, der seine Menschen nicht aufgibt.
Deshalb kommt Jesus Christus in die Welt.
Nicht zuerst, um uns Aufgaben zu geben. Sondern um uns zu retten. Um die Trennung zwischen Gott und Mensch zu überwinden. Um uns nach Hause zu holen.
Die wichtigste Berufung unseres Lebens ist nicht die Berufung zu einer Aufgabe. Sondern die Berufung in die Gemeinschaft mit Gott.
2. Die meisten Berufungen beginnen mit einem Nein
Jeremia antwortet: „Ach Herr, ich tauge nicht dazu.“
Wie menschlich. Und wie vertraut ?
Die Bibel ist voller Menschen, die Gott zunächst absagen wollten.
Mose sagt: Ich kann nicht reden.
Gideon sagt: Ich bin der Kleinste.
Jeremia sagt: Ich bin zu jung.
Und wir?
Wir haben unsere eigenen Versionen: Ich bin zu alt oder ich bin zu jung. Ich bin nicht begabt genug. Ich kenne die Bibel nicht gut genug. Andere können das viel besser, usw.
Offenbar schaut Gott den Lebenslauf etwas anders an als wir. Als ich den Ruf zur Prädikantenausbildung bekam, habe ich Gott auch nicht gesagt: “Ausgezeichnete Idee, darauf habe ich mein ganzes Leben gewartet.” Nein, ich hatte eher viele Fragen.
Das Erstaunliche ist: Gott diskutiert gar nicht über Jeremias Schwächen. Er sagt nicht: Jeremia, du bist eigentlich viel besser, als du denkst.
Sondern er sagt: Ich bin mit dir.
Wir verbringen erstaunlich viel Energie damit, Gott zu erklären, warum wir ungeeignet sind. Als wüsste Gott das noch nicht.
Die gute Nachricht ist: Gott hat uns nicht versehentlich berufen. Gott wußte genau, wen er berufen hat.
Hier liegt das Evangelium
Viele Menschen glauben: Wenn ich besser wäre, wenn ich geistlicher wäre, wenn ich mutiger wäre, dann könnte Gott mich gebrauchen. Aber die Bibel erzählt eine andere Geschichte.
Gott beruft Menschen nicht deshalb, weil sie stark sind. Und er lässt sie mit ihrer Schwäche nicht allein.
So stellt Gott zum Beispiel bei Mose seinen Bruder Aaron zur Seite, der gut reden kann. Bei Gideon schenkt Gott Zeichen und Wunder, um sein Vertrauen zu stärken. Bei Jeremia stellt Gott später Baruch zur Seite, einen treuen Wegbegleiter und Schreiber.
Es scheint mir, dass Gott kein Problem mit unseren Schwächen hat. Das Problem haben meistens wir. Gott sucht keine perfekten Menchen. Er sucht Menschen, die bereit sind, ihm zu vertrauen. Und dann schenkt er ihnen genau das, was sie auf ihrem Weg brauchen. Vielleicht nicht alles, was sie sich wünschen. Aber alles, was sie brauchen.
Jesus ist nicht für die Starken gekommen. Nicht für die Perfekten. Nicht für die Erfolgreichen. Er kam für Menschen, die wissen, dass sie ihn brauchen. Das Christentum beginnt nicht mit unserer Stärke. Es beginnt mit unserer Bedürftigkeit.
3. Gott beruft nicht die Fähigen – er befähigt die Berufenen
Dann geschieht etwas Überraschendes. Gott sagt: „Ich lege meine Worte in deinen Mund.“
Jeremia soll nicht aus eigener Kraft leben. Nicht aus eigener Weisheit. Nicht aus eigener Stärke. Sondern aus dem, was Gott ihm schenkt.
Das ist bis heute Gottes Prinzip.
Gott sucht keine perfekten Menschen. Er sucht keine Helden. Er sucht Menschen, die ihm vertrauen. Menschen, die bereit sind, den nächsten Schritt zu gehen.
Nicht weil sie alles können. Sondern weil Gott mitgeht.
Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht: Bin ich gut genug für Gott?
Sondern: Ist Gott groß genug für mich? Welche Bedeutung hat Gott in meinem Leben?
Vielleicht lautet die entscheidende Frage gar nicht: kann ich Gott vertrauen?
Sondern: Ist Gott wirklich der, für den ich ihn halte? Ist seine Liebe wirklich so groß? Ist seine Treue wirklich so verläßlich? Ist seine Gnade wirklich stärker als mein Angst?
Die Antwort darauf sehen wir am Kreuz. Dort sehen wir Gottes Liebe und seine Treue. Wir sehen, wie weit Gott bereit ist, zu gehen, um Menschen zu retten.
Wenn Gott seinen eigenen Sohn für uns gegeben hat, warum sollten wir glauben, dass er uns jetzt allein lässt?
Paulus schreibt im Römerbrief: Der auch seinen eigenen Sohn nicht verschont hat, sondern hat ihn für uns alle dahingegeben – wie sollte er uns mit ihm nicht alles schenken?
Gott hat bereits das Größte gegeben. Warum sollte er uns nun beim Kleineren im Stich lassen?
Genau das musste auch Jeremia lernen. Sein Vertrauen sollte nicht auf seinen Fähigkeiten beruhen. Sondern auf dem Charakter Gottes.
Nicht: Kann ich das? Sondern: Kann Gott das? Und hier meine Antwort wäre ein klares JA, Gott kann das!
4. Berufung bedeutet nicht ein leichtes Leben
Hier müssen wir ehrlich sein. Jeremias Leben wurde nicht einfacher. Im Gegenteil: Jeremia hatte ein schwieriges Leben. Er wurde verspottet. Abgelehnt. Verfolgt.
Er kannte Einsamkeit und Leid. Wir kennen seine Klagelieder. Er war ein Prophet, der ständig geweint hat.
Aber er war nie allein. Und genau das verspricht Gott.
Nicht: Alles wird gut. Sondern: Ich bin bei dir.
Manchmal wünschen wir uns ein Leben ohne Schwierigkeiten.
Gott verspricht stattdessen seine Gegenwart mitten in den Schwierigkeiten. Und das ist oft viel wertvoller.
Genau das musste Jeremia lernen. Gott bewahrte ihn nicht vor Leid und Anfechtung. Einmal wurde er sogar in eine Zisterne geworfen und versank im Schlamm. Gott verhinderte das nicht. Aber Gott verließ ihn auch dort nicht. Er sandte Menschen, die Jeremia heraushalfen und ihn stärkten.
So erleben es auch viele Christen heute. Gott nimmt nicht jedes Leid weg. Aber er schenkt Trost, Kraft und seine Nähe mitten im Leid. Das sehen wir auch bei manchen, die in tiefer Beziehung zu ihm leben. Sie sind nicht vor Krisen, Krankheit oder Verlust bewahrt. Aber sie erleben, dass Gottes Nähe sie trägt.
Dietrich Bonhoeffer hat dies im Gefängnis erfahren. Kurz vor seinem Tod schrieb er seiner Verlobte: “Es gibt erfülltes Leben trotz vieler unerfüllter Wünsche.”
Das ist kein bloßer Optimismus. Das ist das Zeugnis eines Menschen, der wusste, dass Gottes Gegenwart tiefer reicht als unsere Umstände.
Auch Jeremia hat Schweres erlebt. Aber er durfte erfahren: Gott hält sein Versprechen. “Fürchte dich nicht, denn ich bin bei dir.”
Ich komme zum Schluss.
Vielleicht sitzt heute jemand hier und denkt: Ich bin nicht gut genug. Ich bin zu alt. Ich habe Fehler gemacht. Ich habe Chancen verpasst. Gott kann mich nicht gebrauchen.
Wenn wir so denken, dann ticken wir eigentlich ganz ähnlich wie Jeremia.
Denn auch Jeremia schaute zuerst auf sich selbst: auf seine Jugend, auf seine Unsicherheit, auf seine Grenzen.
Vielleicht berührt uns Jeremia deshalb auch nach 2650 Jahren noch immer so sehr, weil seine Fragen unsere Fragen sind, seine Ängste unsere Ängste und seine Sehnsucht nach Gottes Nähe auch unsere Sehnsucht ist. Und weil wir darauf hoffen dürfen, dass seine Erfahrung mit Gott auch unsere Erfahrung wird.
Deshalb darf auch die Zusage, die Gott Jeremia gegeben hat, heute unsere Zusage werden: Fürchte dich nicht. Ich bin bei dir.
Doch woher Wissen wir, dass diese Zusage auch uns gilt?
Weil der Gott, der Jeremia berufen und begleitet hat, derselbe Gott ist, der uns in Jesus Christus begegnet.
Am Kreuz zeigt er uns endgültig, wie weit seine Liebe zu uns geht. Jesus Christus ist nicht für perfekte Menschen gestorben. Wir müssen nicht erst besser werden, damit Gott uns annimmt.
Gott liebt uns. Er rettet uns. Er begegnet uns so, wie wir sind. Und er lädt uns ein, unser Leben vertrauensvoll mit ihm zu gehen.
Gott beruft uns. Nicht weil wir stark sind. Sondern weil Christus stark ist. Nicht weil wir alles können. Sondern weil Gott mit uns geht.
Darum dürfen wir mutig den nächsten Schritt gehen. Nicht im Vertrauen auf uns selbst. Sondern im Vertrauen auf den Gott, der uns durch und durch kennt mit all unseren Schwächen, und uns dennoch liebt, rettet und uns niemals verlässt.
Und vielleicht nehmen wir heute nur diesen einen Satz mit nach Hause:
Mein Wert liegt nicht in dem, was ich für Gott tun kann. Mein Wert liegt darin, dass Gott mich in Christus liebt. Und gerade deshalb kann er mich gebrauchen.
STILLE MUSIK
NL131 Ein Leben gegeben für den Herrn der Welt
TOTENGEDENKEN
EG361 Vers1 Befiehl du deine Wege
FÜRBITTENGEBET
Lieber himmlischer Vater,
Danke, dass du uns anders siehst, als wir uns selbst sehen. Unser Wert liegt nicht darin, wie gut wir sind oder was wir leisten können, sondern darin, dass Jesus Christus uns liebt und mit seiner Güte beschenkt. Danke, dass du uns berufst und befähigst.
Hilf uns, uns selbst und unsere Mitmenschen mit deinen Augen zu sehen. Lass uns erkennen, dass jeder Mensch dein geliebtes Kind ist, an dem du Freude hast. Schenke uns deinen Heiligen Geist, damit wir unseren Mitmenschen mit deiner Liebe begegnen.
Gemeinde: Herr, in deiner Barmherzigkeit erhöre uns.
Wir bringen vor dich die Menschen, die im Krieg, Erdbeben, Gewalt und Hunger leiden. Schenke bitte Frieden, wo Gewalt herrscht und Hoffnung, wo Verzweiflung ist. Zwinge bitte die Verantwortlichen und sprich zu ihrem Gewissen, dass sie Wege des Friedens suchen und zum Wohl aller Menschen handeln.
Gemeinde: Herr, in deiner Barmherzigkeit erhöre uns.
Wir beten für die Kranken. Bitte schenke ihnen Heilung und Trost. Lass sie spüren, dass du sie in ihrem Leid und Schmerz trägst.
Gemeinde: Herr, in deiner Barmherzigkeit erhöre uns.
Wir bringen auch unser eigenes Leben, unsere Familien und alles, was uns bewegt. Danke, dass du uns in unserem Alltag begegnest und begleitest. Hilf uns, immer wieder aus deiner Kraft zu schöpfen und unseren Durst an deiner Quelle zu stillen.
Gemeinde: Herr, in deiner Barmherzigkeit erhöre uns.
Alles, was wir noch auf dem Herzen haben, legen wir in das Gebet, das Jesus uns gelehrt hat:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
ABKÜNDIGUNGEN UND WOCHENSPRUCH
„Wem viel gegeben ist, bei dem wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man umso mehr fordern. (Lukas 12,48b)
NL221 Wo ich auch stehe, du warst schon da
SEGEN
Der Herr segne dich und behüte dich
Der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig
Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden.
(Amen Amen Amen.)
MUSIK


