Familiengottesdienst mit Tauferinnerung am fünften Sonntag nach Trinitatis, 05. Juli 2026 10:00 Uhr in Lichtenau mit Pfarrerin Ute Braun
Orgelvorspiel
Lied: Wir feiern heut ein Fest (5 Strophen mit Bewegungen)
Votum und Gruß:
Wir feiern unseren Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. (Amen)
Der Herr sei mit euch… (…und mit deinem Geist)
Begrüßung/Hinführung
Eingangsgebet
Gott, unser Vater,
wir kommen zu dir, Getaufte und Ungetaufte,
und alle sind wir neugierig auf dich und was wir heute von dir erfahren.
Wir wollen Geschichten von dir hören und dich in unserem Leben spüren,
in deiner Kirche und in anderen Menschen.
Lass uns hören und glauben, dass wir alle deine Kinder sind und lass uns bei dir geborgen sein. Amen.
Lied: Halte zu mir guter Gott (4 Strophen)
Geschichte von der Taufe Jesu mit Bodenbild (mit Hilfe der Kinder gelegt)
Unsere Geschichte spielt in der Wüste. Da gibt es kein Wasser. Es wächst kaum etwas. Es gibt nur Sand, Steine und vertrocknetes Dornengestrüpp.
(Aus gelben und ockerfarbenen Tüchern und einigen Steinen wird mit den Kindern die Wüste auf der Altarstufe gelegt)
Mitten durch diese Wüste fließt ein großer Fluss. Der Jordan.
Was für eine wunderbare Sache: Wasser, ganz viel Wasser. Und überall an seinem Ufer können Pflanzen wachsen.
(Durch die Wüste wird ein großes blaues Tuch gelegt - grüne Tücher oder Plastikpflanzen liegen als Wiesenstreifen und „Pflanzen“ am Ufer.)
Die Menschen gehen gerne an den Fluss. Man kann sich erfrischen. Die Tiere können trinken, soviel sie wollen. An einer Stelle ist der Fluss etwas breiter. Fast wie ein kleiner See.
(das blaue Tuch wird an einer Stelle etwas auseinander gezogen. Eine flache Schüssel wird in den „See“ gestellt)
Jetzt muss noch Wasser in unseren See! Wir holen es von der Quelle!
(Am einen Ende des Jordans wird ein Wasserkanister und ein Felsen gestellt – ein graues Tuch verwandelt es in einen Felsen mit Quelle. Die Kinder werden aufgefordert, mit kleinen Bechern das Wasser von der Quelle entlang des Flusses in den See zu transportieren.)
Dort am Fluss lebt Johannes. Johannes der Täufer.
Er ruft: „Kommt her, ihr Leute, lasst euch taufen! Beginnt ein neues Leben. Lebt so, wie Gott es sich wünscht.“
Viele Leute kommen zu Johannes. Er tauft sie alle im Jordan. Er taucht sie ganz unter und betet zu Gott. Ganz erfrischt tauchen sie wieder auf nach der Taufe.
Eines Tages kommt Jesus an den Jordan. Er ist noch Zimmermann und kein großer Geschichtenerzähler und Wunderheiler. Kaum einer kennt ihn.
(Eine große Kerze wird neben die Schüssel gestellt)
Jesus sagt zu Johannes: „Taufe mich!“
Johannes taucht ihn unter Wasser und betet zu Gott.
(Die Kerze wird in das Wasser der Schale gestellt und angezündet)
In diesem Augenblick, als Jesus untertaucht, passiert ganz viel:
Der Himmel öffnet sich und die Sonne scheint direkt auf die Stelle im Jordan.
Eine Taube kommt aus dem Himmel herabgeflogen.
Und die Menschen hören, wie Gott spricht:
„Jesus ist mein geliebter Sohn! Hört auf ihn!“
(Pflanzenstecker Taube neben das Wasser legen! – Gottesrede wird durch einen Zimbelton begleitet)
Als Jesus wieder auftaucht, strahlt er!
Er spürt wie Gottes Kraft ihn erfüllt.
Und die Worte Gottes sind wie ein Taufgeschenk für ihn, ein Taufspruch: „Jesus ist mein geliebter Sohn! Hört auf ihn!“
(Kerze wieder aus dem Wasser herausnehmen)
Nach seiner Taufe macht sich Jesus auf den Weg, um den Menschen zu helfen und ihnen von Gott zu erzählen.
(Kerze wird auf den Ständer der Osterkerze gestellt, wo sie weiter brennt)
Und einige Zeit später hat Jesus selbst von der Taufe gesprochen.
Er sagte zu seinen Freunden: „Lasst euch taufen und tauft auch andere Menschen. Dann werdet auch ihr Gottes Kinder!“
Deswegen taufen wir in der Kirche seit über 2000 Jahren Menschen. Und auch ihr alle seid deswegen einmal getauft worden.
Allerdings wurdet ihr nicht durch Johannes getauft und auch nicht im Jordan – sondern hier in der Kirche an unserem Taufbecken oder in Scherzheim am Taufbecken dort oder in einer anderen Kirche. Und was da genau passiert ist – das erfahrt ihr jetzt.
(Kinder werden eingeladen, ums Taufbecken herum zu kommen)
Was gehört zur Taufe (interaktiv)
Am besten stehen wir im Kreis um das Taufbecken herum – die Kleineren dürfen nach vorne und die größeren in die 2.Reihe. Könnt ihr alle gut sehen?
Die meisten von uns sind als Babys getauft worden.
So ein Baby habe ich auch dabei: Kathleen!
Ein Baby kann aber noch gar nicht sagen, ob es getauft werden will oder nicht.
Deshalb fragt der Pfarrer oder die Pfarrerin die Eltern und die Paten (wir brauchen nun zwei Eltern und einige Paten – wer mag das sein?)
„Wollt ihr, dass euer Kind getauft wird und dass es zu Jesus Christus und zu seiner Kirche gehört? Und wollt ihr ihm dabei helfen, dass es Gott und Jesus kennenlernt?“
Und dann antworten die Eltern und die Paten. „Ja, das wollen wir!“ Und sie hoffen, dass Gott ihnen dabei hilft.
Ja, und dann – dann wird das Kind getauft.
Dazu brauchen wir Wasser – wie Johannes damals Wasser im Jordan hatte. (Wasser von einem Kind eingießen lassen)
Es ist ganz normales warmes Wasser, wie es aus dem Wasserhahn kommt. Wenn ihr mögt, dürft ihr gerne mal reinfassen.
(nimmt selbst etwas Wasser auf die Hand und lässt es ins Becken zurückfließen)
Einer der Paten oder die Eltern halten das Kind über das Taufbecken (Kind hält Puppe über das Wasser)
Und dann gießt der Pfarrer oder die Pfarrerin ganz vorsichtig Wasser über den Kopf.
Das macht er dreimal – und er sagt dazu:
Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Dann legt der Pfarrer dem Kind ganz vorsichtig die Hand auf den Kopf des Kindes.
Und segnet es!
Er sagt zu dem Kind: Du bist Gottes Kind! Dich hat er lieb! Er will immer bei dir sein, wo auch immer du hingehst.
Wenn ihr mögt, könnt ihr jetzt auch eure Hand auf den Kopf eines anderen Kindes legen – aber ganz vorsichtig.
Und vielleicht traut ihr euch auch, die Worte zu sagen:
Gott hat dich lieb! Du bist Gottes Kind! Er ist bei dir!
(Zeit lassen, dass Kinder einander die Hände auflegen)
Nachdem das Kind dann getauft worden ist – bekommt das Kind eine Taufkerze. (Kind darf eine Taufkerze an Osterkerze anmachen und ans Taufbecken bringen)
Diese Kerze leuchtet hell – und erinnert uns daran, dass Gott es auch in unserem Leben hell machen will – sogar dann, wenn es uns ganz dunkel und traurig vorkommt.
Die Kerze erinnert uns daran, dass Gott bei uns ist und bei uns bleibt.
Mit der Taufe gehört das Kind – gehört auch ihr – zur Gemeinde dazu – und zu Gottes Familie.
Um das deutlich zu machen, wurde für jeden, der getauft wurde, hier vorne ein Fisch aufgehängt mit dem Namen und dem Taufspruch.
Ihr Kinder habt heute eure Taufkerzen mitgebracht. Einge von euch haben eine persönliche Einladung bekommen, weil sie heute ihren Fisch zurückbekommen.
Und wir alle dürfen uns immer wieder dran erinnern, dass wir getauft sind und zu Gott gehören.
Nun laden wir alle Kinder ein, die eine Einladung bekommen haben, hier vorne ihren Fisch abzuholen.
Alle, die heute ihre Taufkerze mitgebracht haben, dürfen nach vorne gehen zur Osterkerze und dort ihre Taufkerze anzünden lassen – und alle – Große und Kleine – die mögen, dürfen hier ans Taufbecken kommen und sich ein kleines Wasserkreuz auf die Hand zeichnen lassen – als Erinnerung, dass sie zu Gott gehören.
An welche Station ihr zuerst geht, ist ganz egal – schaut einfach wo Platz ist und wo ihr anfangen wollt.
Und wie gesagt – auch die Erwachsenen sind herzlich eingeladen, sich hier am Taufbecken an ihre Taufe erinnern zu lassen.
Herr Mühlenberg spielt dazu ein wenig Musik auf der Orgel.
(Während dieser Aktion an den drei Stationen erklingt leise Orgelmusik)
Nach der Aktion: Lied: Gott hält die ganze Welt
Fürbitten
Lieber Gott, wir gehören zu dir.
Wir sind deine Kinder und du sorgst für uns wie Mutter und Vater.
Du begleitest uns jeden Tag, schenkst uns Freude und Mut.
Wir bitten dich, begleite uns heute und in der kommenden Woche.
Sei bei uns, unseren Eltern, unseren Geschwistern und Freunden.
Sei bei allen, die wir mögen, und auch bei allen, die wir nicht so mögen.
Sei auch bei allen Menschen, denen es gerade nicht so gut geht,
weil sie krank sind oder traurig oder allein.
Sei auch bei den Menschen, die Angst haben, weil sie in einem Land leben, in dem Krieg ist oder weil sie aus ihrem Land fliehen mussten.
Sei bei allen Menschen in Not.
und gemeinsam beten wir: Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Und der Friede Gottes, welcher höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus. Amen.
Abkündigungen
Lied: Vom Anfang bis zum Ende (2x)
Segen
So segne euch alle Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. (Amen, Amen, Amen)
Orgelnachspiel


