Gottesdienst am 4. Sonntag nach Trinitatis, 28.06.26

 
Gottesdienst mit Jubelkonfirmation am 21. Juni 2026 in Lichtenau und am 28. Juni 2026  in Scherzheim mit Pfarrerin Ute Braun
  
 
Wenn Sie an unserem Gottesdienst nicht teilnehmen können, haben Sie hier die Möglichkeit dennoch mit unserer Gottesdienstgemeinschaft verbunden zu sein. (Gerne dürfen Sie diesen Gottesdienst auch  ausdrucken und weitergeben. Bitte nutzen Sie dafür die Druckfunktion Ihres Browsers.)
 
Orgelvorspiel (mit Einzug!)
 
Lied: EG 317,1-3: Lobet den Herren
 
Votum: Wir feiern diesen Festgottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. (Amen.)
Der Herr sei mit euch (und mit deinem Geist)
 
Begrüßung:
 
Psalm 139: (NL 966.1)
Herr, du erforschest mich
und kennest mich.
Ich sitze oder stehe auf, so weißt du es;
du verstehst meine Gedanken von ferne.
Ich gehe oder liege, so bist du um mich
und siehst alle meine Wege.
Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge,
das du, Herr, nicht alles wüsstest.
Von allen Seiten umgibst du mich
und hältst deine Hand über mir.
Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar und zu hoch,
ich kann sie nicht begreifen.
Wohin soll ich gehen vor deinem Geist,
und wohin soll ich fliehen vor deinem Angesicht?
Führe ich gen Himmel, so bist du da;
bettete ich mich bei den Toten, siehe, so bist du auch da.
Nähme ich Flügel der Morgenröte
und bliebe am äußersten Meer,
so würde auch dort deine Hand mich führen
und deine Rechte mich halten.
Spräche ich: Finsternis möge mich decken
und Nacht statt Licht um mich sein –,
so wäre auch Finsternis nicht finster bei dir,
und die Nacht leuchtete wie der Tag.
Finsternis ist wie das Licht.
(Ehre sei dem Vater und dem Sohn…)
 
Eingangsgebet:
Treuer Gott,
wir kommen heute zu dir, so wie wir sind, um das Fest der Jubelkonfirmation zu feiern.
Wir bringen dir unsere Lebenswege mit – mit all ihren geraden Strecken, aber auch mit all ihren Kurven, Brüchen und unerwarteten Windungen.
Mit Dankbarkeit schauen wir auf ein langes, reiches Leben. Wir erinnern uns an die Konfirmandenzeit und die Wege ins Erwachsenenleben, die damals begannen – wir schauen auf die vielen Jahrzehnte, die seither vergangen sind. Hab Dank für alles Gelingen, für jede geteilte Freude und für die Menschen, die uns begleitet haben.
Aber es gab auch dunkle Wegabschnitte, Sorgen um die Zukunft, Krankheiten und Krisen, Schmerz über Abschiede. Manchmal verstehen wir die Wege nicht, die wir gehen müssen.
Gott, du bist die Mitte, die unser Leben hält – du bist aber auch der bergende Raum, in dem es aufgehoben ist.
 
Wir bitten dich: Lass uns zur Ruhe kommen.
Öffne unsere Ohren für dein Wort, öffne unsere Herzen für deinen Zusagen und gib deinen Segen zu unserem Tun. Lass uns erfahren, dass du uns umgibst – an diesem Festtag aber auch an allen anderen hellen und dunklen Tagen. Darum bitten wir durch Jesus Christus, unsern Herrn. (Amen.)
 
Lesung: aus Matthäus 6,25-34
25Darum sage ich euch: Macht euch keine Sorgen um euer Leben – was ihr essen oder trinken sollt,
oder um euren Körper – was ihr anziehen sollt.
Ist das Leben nicht mehr als Essen und Trinken?
Und ist der Körper nicht mehr als Kleidung?
26Seht euch die Vögel an! Sie säen nicht, sie ernten nicht,
sie sammeln keine Vorräte in Scheunen.
Trotzdem ernährt sie euer Vater im Himmel. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?
27Wer von euch kann dadurch, dass er sich Sorgen macht,
sein Leben nur um eine Stunde verlängern?
28Und warum macht ihr euch Sorgen, was ihr anziehen sollt?
Seht euch die Wiesenblumen an: Sie wachsen, ohne zu arbeiten
und ohne sich Kleider zu machen.
29Ich sage euch: Nicht einmal Salomo in all seiner Herrlichkeit
war so schön gekleidet wie eine von ihnen.
30So schön macht Gott die Wiesenblumen.
Dabei gehen sie an einem Tag auf und werden am nächsten Tag im Ofen verbrannt.
Darum wird er sich noch viel mehr um euch kümmern.
Ihr habt zu wenig Vertrauen!
31Macht euch also keine Sorgen! Fragt euch nicht: Was sollen wir essen?
Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen?
32Um all diese Dinge dreht sich das Leben der Heiden.
Euer Vater im Himmel weiß doch, dass ihr das alles braucht.
33Strebt vor allem anderen
nach seinem Reich und nach seiner Gerechtigkeit –
dann wird Gott euch auch das alles schenken.
34Macht euch also keine Sorgen um den kommenden Tag –
der wird schon für sich selber sorgen.
Es reicht, dass jeder Tag
seine eigenen Schwierigkeiten hat.«
 
Lied: EG 644,1-3: Meine Zeit steht in deinen Händen
 
Ansprache über das Tauffenster von Hundertwasser (https://www.rauhes.de/einlegeblatt-glasfenster-motiv-hundertwasser.html) und Psalm 139
(in Scherzheim wurden die persönlichen Erinnerungen der Konfirmanden entsprechend angepasst)
 
Liebe Konfirmationsjubilare!
Nach 50, 60, 65, 70 und sogar 75 Jahren sind Sie hier zusammengekommen, um sich an Ihre Konfirmation zu erinnern und auch den ein oder anderen aus Ihrem damaligen Jahrgang wieder zu sehen!
Möglicherweise sind sogar welche dabei, die Sie wirklich lange nicht mehr gesehen haben…
Vorhin beim Ankommen war sie auch spürbar, diese Wiedersehensfreude!
Und auf einmal ist man wieder in der damaligen Zeit – erinnert sich. Was hat man gelernt, was hat man angestellt, wer saß neben wem – wer hat mit wem besonders gerne Quatsch gemacht?
Auch die Pfarrer haben Sie vor Augen, die Sie damals durch Ihre Konfirmandenzeit begleitet haben: Pfr. König, Pfr Steger und natürlich Dekan Bühler.
Jeder von ihnen hatte eine andere Art den Konfi-Unterricht zu gestalten.
So erinnerten sich die Goldenen Konfirmanden an ihre Konfirmandenfreizeit mit Pfr. König und an seine Geschichten, die er gerne erzählte. Aber auch ganz persönliche Anekdoten sind aufgeblitzt, wie mancher Streich oder Lachanfall. Da habe Sie sich nicht wesentlich von den heutigen Konfirmanden unterschieden! ?
Die Diamantenen Konfirmanden erzählten von strengen Regeln und strengen Abläufen, die bei Pfr. Steger galten. Und mancher hat auch noch die Strafe im Gedächtnis, weil er nicht sicher genug das Gelernte aufsagen konnte.
Nicht ins Kino gehen, hieß es – noch nicht mal davor stehen! Mithelfen als der Pfarrhauskeller ausgeräumt wurde. Der gemeinsame Chor, der den Karfreitagsgottesdienst mitgestaltet hat.
Aber Sie erzählten auch von Traditionen, die sich über die Jahre erhalten haben: der Spaziergang an den Rhein am Vorstellsonntag – das Putzen und Schmücken der Kirche – das Kranzbinden – Auswendiglernen und Lieder einüben – auch für den Gottesdienst…
Erinnerungen, die auch die Jubilare teilen, die von Dekan Bühler konfirmiert worden sind.
 
Und vielleicht gehen Ihre Gedanken jetzt im Moment gerade dahin zurück, wie das am Tag Ihrer Konfirmation war.
Auch damals saßen Sie hier vorne. Die älteren Jahrgänge noch in dunkler Festtagskleidung – bei den Goldenen war das schon etwas aufgelockerter aber natürlich immer noch festlich. Auch der obligatorische Friseurbesuch vorher gehörte dazu!
Und dann saßen Sie hier. Es gab eine Ansprache, an die Sie sich nach all den Jahren sicherlich nicht mehr erinnern. Sie feierten das erste Mal Abendmahl, und es wurde Ihnen Gottes Segen und Begleitung zugesprochen für Ihren weiteren Lebensweg – und jeder von Ihnen bekam seinen Konfirmandenspruch als Wegbegleiter zugesagt.
 
Seither ist viel Zeit vergangen! Was haben Sie erlebt? Was sehen Sie beim Rückblick auf Ihr Leben? Ist es so geworden, wie Sie es sich damals als Jugendliche vorgestellt haben? War es ein gerader Weg von A nach B – oder eher kurvig, manchmal auch steinig und vielleicht auch hin und wieder „wie im Kreis drehen“?
Das Fenster von Hundertwasser auf Ihrem Liedblatt, das symbolisiert einen Lebensweg.
Da gibt es überhaupt keine gerade Linie. Denn Hundertwasser mochte keine geraden Linien – er sagte: in der Natur gibt es sie auch nicht: Bäume wachsen krumm und knorrig – Bäche schlängeln sich durchs Land – selbst die Wolken ziehen nicht in gerader Bahn – und das Leben ist auch nicht geradlinig.
Sein Symbol für einen Lebensweg war die Spirale.
Der Anfang ist in der Mitte – man beginnt ganz klein – und dann wächst man – wird weiter und freier – wagt sich ins Leben – sammelt Erfahrungsschätze. Das sieht man auch in der Spirale – die Spuren sind teilweise krumm und schief – aber sie werden nach außen hin weiter und breiter und auch die einzelnen Glasfelder größer.
Und dann irgendwann im Leben kommt der Punkt, wo man quasi wieder mehr in sich hingeht. Man muss nicht mehr nach außen leben, noch mehr entdecken, erleben und leisten. Man beginnt sich auf das Wesentliche zu besinnen. Auf das, was einem wertvoll ist – was das Leben ausmacht…
Und so führt der Lebensweg in dieser Spirale auch wieder zur Mitte zurück.
 
Vieles, was wir beim Rückblick auf unser Leben sehen, ist schön und hell: wie die hellen Felder auf dem Kirchenfenster. Erfolge vielleicht – ein guter Beruf, eine Familie, ein Zuhause, Menschen, die einen begleiten und die einem gut tun. Hobbys, die uns Freude machen, schöne Reisen vielleicht, Lebenszeiten, in denen wir uns gesund und stark fühlten.
Aber es gab sicher auch andere Zeiten. Eigene Krankheiten, Verluste, Enttäuschungen und Krisen. Menschen, die wir gehen lassen mussten, Lebensentwürfe, die zerbrochen sind, Sorgen im Blick auf die Zukunft.
Und so scheinen auch in dem Kirchenfenster manche der roten Felder wie von Wolken durchzogen und es gibt die tiefdunkelblauen Felder, dunkel wie die Nacht.
 
Manches scheint sich in unserem Leben zu wiederholen – schönes und schweres. Und bei manchem denken wir: das hatte ich doch hinter mir gelassen – wieso holt es mich nun wieder ein? Auch das ist durch das Bild der Spirale gut aufgenommen: eine Spirale schraubt sich ja eigentlich nach oben. Man kommt immer wieder an denselben Punkten vorbei – aber wie auf einer höheren Stufe.
So ist es auch mit unserem Leben – manches wiederholt sich tatsächlich – oder holt uns wieder ein – aber wir sind dann nicht mehr die gleichen. Wir haben Erfahrungen gesammelt, uns entwickelt, gehen anders mit dem um, was uns begegnet…
Vieles von dem, was wir in unserem Leben erfahren, erkennen wir erst so richtig gut im Rückblick – wir sehen, dass dunkle Wegabschnitte auch irgendwann wieder heller wurden. Wir sehen, dass wir selbst uns wirklich entwickelt haben – was wir alles gemeistert haben – auch an Herausforderungen und Krisen. Wir erkennen auch Bewahrung, Begleitung und treue Weggefährten.
 
Ich schau nochmal auf dieses Kirchenfenster.
Es befindet sich in der Hundertwasserkirche in Bärnbach in der Steiermark. Und dort schmückt es die Taufkapelle.
Je nachdem, wie das Licht in die Kirche fällt, spiegelt sich die Taufspirale auf dem Deckel des Taufbeckens.
 
Das Zusammenspiel von Leben und Glaube. Das ist mir wichtig – gerade heute an Ihrem Konfirmationsjubiläum. In der Mitte dieses Fensters sehen wir ein Kreuz. Jesus Christus. Ganz am Anfang des Weges ist dieses Kreuz.
Im Psalm 139, aus dem wir vorhin einige Verse gebetet haben, heißt es kurz darauf: „Du sahst mich schon, als ich noch nicht geboren war!“
Also Gott kannte uns schon, als wir noch gar nicht auf der Welt waren.
Bei unserer Taufe wurden wir mit ihm verbunden.
An Ihrer Konfirmation haben Sie diese Tauf-Zusage noch einmal zugesprochen bekommen. Da wurde Ihnen gesagt: dass Sie zu Jesus Christus gehören – dass Sie ein Kind Gottes sind und Gott mit Ihnen unterwegs ist. So wie es auch in dem Psalm vorhin hieß: ich sitze oder stehe auf: so weißt du es…
Sie sind durch Ihre Taufe auch mit dem Tod und der Auferstehung Jesu verbunden – so steht das Kreuz natürlich auch wieder am Ende des Lebensweges.
Und bei diesem Bild ist es auch die Mitte – wie die Narbe bei einem Rad, die alles zusammenhält.
Der Mittelpunkt, der uns festhält, damit es uns nicht aus der Kurve trägt, auch wenn das Leben noch so turbulent um uns herumwirbelt.
Und ich sehe noch mehr: ich sehe das regenbogenfarbene Band, das sich um die Spirale legt und ich denke wieder an den Psalmvers: „Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir!“
Und schließlich: es ist ein Kirchenfenster – d.h. das Sonnenlicht fällt durch, lässt es leuchten und funkeln. Und selbst die dunklen Fensterteile erscheinen ein wenig freundlicher und heller. Auch das finde ich in dem Psalm vom Anfang wieder: „Finsternis ist nicht finster bei dir!“
 
Beim Blick zurück sehen wir all das – helles und dunkles.
Lebenssituationen, die uns herausforderten – Lebenswege, die sich gewunden haben und vielleicht auch mal wie im Kreis führten – Dynamiken, die uns manchmal ganz schön durchgewirbelt haben.
Aber Sie sind heute da – können Ihr Konfirmationsjubiläum feiern.
Sie wurden – auch wenn es Ihnen vielleicht in der Situation nicht immer bewusst war – begleitet und bewahrt. Sonst wären Sie heute nicht hier!
Sie wurden beschenkt – mit wertvollen Augenblicken, guten Begegnungen, treuen Begleitern, die Ihr Leben wertvoll gemacht haben – es funkeln und leuchten ließen.
Sie wurden gehalten – von der Mitte in Christus.
Und sie waren umgeben von Gottes Segen.
 
Heute nun wird Ihnen nochmal Gottes Segen zugesprochen. Denn Ihr Lebensweg geht ja weiter. Vielleicht schon etwas mehr zur Mitte hin, wo man sich auf das beschränkt, was einem wichtig ist, was man noch machen möchte oder noch machen kann.
Ganz sicher aber gehen Sie weiter mit Gottes Begleitung.
Er kennt Sie und das, was Sie beschäftigt.
Er hält Sie in turbulenten Zeiten.
Er umgibt Sie, mit seiner Liebe und seinem Segen.
Und sein Licht will immer wieder in Ihr Leben fallen, so dass selbst dunkle Wegabschnitte zumindest ein bisschen heller werden und leichter zu bewältigen sind.
So wünsche ich Ihnen, liebe Jubilare, Gottes spürbare Begleitung und seinen Segen auf Ihrem weiteren Weg. Dass sie immer wieder erfahren dürfen: „Von allen Seiten umgibst du mich, Gott, und hältst deine Hand über mir.“
Amen.
 
Lied: EG 324,1-3+7+13+14: Ich singe dir mit Herz und Mund
 
Vorstellung und Sterbegedenken:
 
Glaubensbekenntnis mit Tauferinnerung:
Liebe Jubilarinnen und Jubilare, bei Ihrer Konfirmation haben Sie in der Gemeinde den christlichen Glauben bekannt und Ja gesagt zu Ihrer Taufe. Daran wollen wir denken und heute miteinander und mit der Gemeinde neu das Bekenntnis unseres Glaubens sprechen.
 
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes, des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen, Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Amen.
 
Segensgebet:
Herr, unser Gott, du hast unsere Jubel-Konfirmanden bis hierher geleitet. Du warst Ihnen Schutz und Schirm, du warst Ihnen Hilfe und Kraft. Wir danken dir für alle Liebe und Güte, die sie erfahren haben, für die Gnade, die du Ihnen immer wieder entgegenbringst. Auch auf Umwegen und mühsamen Wegstrecken warst du bei ihnen, selbst dann, wenn sie es nicht immer spüren konnten. Um deinen Segen und deine Begleitung bitten wir dich nun für ihren weiteren Weg: sei und bleibe du bei ihnen – heute und alle Zeit. Amen.
 
Segnung: (in Jahrgangsgruppen)
 
Lied: EG 321,1-3: Nun danket alle Gott (spätere Form)
 
 
Überleitung zum Abendmahl (Präfation):
Gott du umgibst und von allen Seiten – begleitest uns durch das Leben an dunklen und hellen Tagen.
Du hältst unser Leben, du führst uns in die Weite, und du ziehst uns immer wieder hin zu dir, wo wir ankommen, zur Ruhe kommen und Kraft schöpfen können.
Das Abendmahl ist so ein Ort, wo wir Ruhe, Stärkung, Trost aber auch Vergebung und Neuanfang erfahren dürfen.
Hier werden deine Zusagen für uns greifbar.
Darum ist es recht, wahrhaft würdig und heilsam, dass wir dir, Herr, heiliger, allmächtiger Vater, ewiger Gott, allezeit und überall Dank sagen, durch Jesus Christus unsern Herrn,
In ihm hast du uns deine Liebe gezeigt und uns den Weg zum Leben geöffnet. Durch ihn hast du uns in der Taufe angenommen als deine Kinder und willst unser Vater bleiben in Ewigkeit.
Darum preisen wir dich mit allen deinen Geschöpfen und singen mit Ihnen das Lob deiner Herrlichkeit:
 
Gemeinde: Heilig, Heilig...
 
Einsetzungsworte:
Unser Herr Jesus Christus
in der Nacht, da er verraten ward,
nahm er das Brot, dankte und brach’s
und gab’s den Jüngern und sprach:
Nehmet hin und esset,
das ist mein Leib, der für euch gegeben wird.
Solches tut zu meinem Gedächtnis.
 
Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl,
dankte, gab ihnen den und sprach:
Nehmet hin und trinket alle daraus.
Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut,
das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
Solches tut, sooft ihr’s trinket, zu meinem Gedächtnis.
 
Gemeinsam beten wir:
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name,
dein Reich komme, dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von den Bösen, denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit. Amen.
 
Agnus Dei:
Sooft ihr von diesem Brot esst und aus diesem Kelch trinkt,
verkündigt ihr den Tod und die Auferstehung unseres Herrn, bis er kommt in Herrlichkeit.
 
Gemeinde: Christe, du Lamm Gottes...
 
Christus spricht: Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch!
 
Unter dieser Zusage wollen wir nun gemeinsam das Abendmahl feiern.
Kommt, denn es ist alles bereit – schmecket und seht, wie freundlich der Herr ist.
 
AUSTEILUNG
 
 
Dank- und Fürbittengebet:
Von allen Seiten umgibst du uns und hältst deine Hand über uns.
Das durften wir im Abendmahl aufs Neue hören und spüren- und dafür danken wir dir!
Aber im Lebensalltag nehmen wir es nicht immer so wahr.
 
So blicken wir heute auch mit Staunen auf die vielen Jahre zurück, die seit der Konfirmation unserer Jubilarinnen und Jubilare vergangen sind – aber auch in unserem Leben.
 
Wir danken dir für alle bewahrten Wege. Für die Stunden des Glücks, für gelungene Pläne, für Familie, Freunde und Wegbegleiter, die das Leben reich gemacht haben. Wir bitten dich: Erhalte den Jubilaren ein dankbares Herz und lass sie auch in Zukunft zuversichtlich vorangehen, gehalten von dir.
 
Wir bringen dir auch die Brüche, die schweren Stunden und die Umwege des Lebens. Du weißt, wo Träume zerplatzt sind, wo Krankheit die Kraft genommen hat und wo geliebte Menschen schmerzlich vermisst werden. Wir bitten dich: Sei denen nahe, die traurig oder mutlos sind. Heile alte Wunden und schenke neuen Trost und inneren Frieden.
 
Wir denken heute besonders an die Mitkonfirmandinnen und Mitkonfirmanden, die aus gesundheitlichen Gründen oder wegen weiter Wege nicht bei uns sein können. Segne sie dort, wo sie gerade sind.
Und wir gedenken an die Mitkonfirmanden, die bereits verstorben sind und nun in deiner Ewigkeit geborgen sind. Danke, dass deine Liebe über den Tod hinausträgt.
 
Wir bitten für alle Menschen, die gerade in schweren Lebenslagen sind – für Kranke und Trauernde, für alle, die deine Nähe brauchen.
 
Und dein Friede, Gott, der höher ist als alle Vernunft bewahre unsere Herzen und Sinn in Jesus Christus. Amen.
 
Lied: EG 170,1-4: Komm, Herr, segne uns
 
Abkündigungen
 
Segen
Es segne und behüte euch, der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
(Amen, Amen, Amen)
 
Orgelnachspiel und Ausgang