Gottesdienst am 2. Sonntag nach Trinitatis, 14.06.26

 
Gottesdienst am zweiten Sonntag nach Trinitatis, 14.06.2026  10:00 Uhr in Scherzheim mit Pfarrerin Ute Braun
  
 
Wenn Sie an unserem Gottesdienst nicht teilnehmen können, haben Sie hier die Möglichkeit dennoch mit unserer Gottesdienstgemeinschaft verbunden zu sein. (Gerne dürfen Sie diesen Gottesdienst auch  ausdrucken und weitergeben. Bitte nutzen Sie dafür die Druckfunktion Ihres Browsers.)
 
Orgelvorspiel
 
Lied: EG 653,1-4: Herr, deine Liebe ist wie Gras und Ufer
 
Votum: Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. (Amen.)
Gruß: Der Herr sei mit euch (...und mit deinem Geist.)
 
Begrüßung:
 
Psalm: Ps mit Kehrvers (Kopie)
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.
I Gott, du kennst mich.
Du achtest auf mich.
Nie gibst du mich verloren.
 
II Ich sitze oder stehe,
ich liege oder gehe,
du hältst deine Hand über mir.
 
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.
I Alle meine Wege sind dir bekannt.
Alles, was ich denke und sage: du kennst es.
Mein ganzes Leben liegt offen vor dir.
 
II Wenn ich in Schwierigkeiten bin,
willst du mich begleiten.
Wenn ich nicht aus noch ein weiß
und mich am liebsten verstecken möchte,
so bleibt dir meine Not nicht verborgen.
 
I Gott, du kennst mich.
Du achtest auf mich.
Nie gibst du mich verloren.
 
Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir.
Ehre sei dem Vater...
 
Eingangsgebet:
Gott, wir sind jetzt hier – in deinem Haus.
Große und Kleine, Fröhliche und Traurige,
so wie wir da sind, dürfen wir da sein. Dafür danken wir dir.
Wir bitten dich sei bei uns, wenn wir singen, beten und zuhören,
wenn wir Emma taufen und sie dir anvertrauen,
wenn wir hören, was uns in unserem Leben Halt und Hilfe geben will.
Lass uns spüren, dass du in unserer Mitte bist, und schenke deinen Segen zu unserem Tun.
Danke, dass wir dir wichtig sind und du uns nahekommst.
Amen.
 
Lied: EG 272: Ich lobe meinen Gott
 
Begrüßung/Vorstellung d. Tauffamilie:
 
Lesung: Kinderevangelium
Einmal war Jesus mit gelehrten Männern in ein Gespräch vertieft.
Da kamen Frauen mit ihren Kindern auf der Straße daher. Die einen führten sie an der Hand. Die anderen trugen sie auf dem Arm.
Wie zu einem Fest kamen sie an: eine fröhliche, lärmende Schar.
Als aber die Jünger sie sahen, wurden sie ärgerlich. Jesus hatte doch genug mit den Männern zu tun! Und nun auch noch Frauen und schreiende Kinder? Das ging wirklich zu weit!
Was wollt ihr?“ herrschten sie die Frauen an. „Wollt ihr etwa die Kinder zu Jesus bringen? Die sind doch viel zu klein! Die verstehen ja noch nichts! Geht nur wieder heim! Ihr stört Jesus!“
Aber Jesus fuhr seine Jünger an. „Lasst sie!“ rief er. „Lasst die Kinder zu mir kommen und haltet sie nicht zurück! Denn gerade für sie steht Gottes neue Welt offen. Und ich sage euch: Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nie zu Gott kommen!“
Und er winkte die Kinder zu sich, schloss sie fest in seine Arme, legte die Hände auf sie und segnete sie.
 
Gebet:
Herr, unser Gott,
Ursprung allen Lebens,
wie deutlich wird uns an der Geburt von Emma,
welches Wunder das Geschenk des Lebens für uns ist.
Wir wollen dir dafür danken,
weil unser Dank am besten ausdrückt, wie wir gestaunt haben,
wie wir angerührt waren vom Geheimnis des Lebens.
Wir danken dir, weil du unser Leben hältst und halten wirst,
weil du auch das Leben dieses Kindes tragen willst,
mit deiner Kraft und deinem Segen.
Und wir danken dir, nicht nur indem wir es dir sagen,
wir wollen dir auch danken, indem wir mit unserer Kraft für dieses Kind da sein wollen.
Wir wollen zu den Menschen gehören,
die für Emma in besonderer Weise sorgen.
Was ist unsere kleine Kraft ohne deine Kraft,
was ist unsere Liebe ohne deine Liebe?
Lass uns miteinander leben, und darauf vertrauen, dass du bei uns bist. Amen.
 
Taufansprache
Liebe Tauffamilie,
nun ist sie da eure kleine Emma und macht das Kleeblatt sozusagen komplett.
Und die Freude ist groß, dass sie gesund zur Welt gekommen ist und ihr könnt beobachten, wie die drei Großen sich um das kleine Schwesterchen kümmern, sich an ihr freuen, sie einfach lieb haben – und Emma beginnt mit ihren knapp 8 Wochen nun so langsam auch mehr wahrzunehmen, was um sie herum passiert. Ganz bald wird sie sicher mit einem Lächeln reagieren, wenn ihre Geschwister da sind – wenn sie sich bei euch sicher und geborgen fühlt.
Heute feiern wir nun Emmas Taufe – und der Taufspruch den ihr ausgesucht habt, ist ein ganz vertrauter Vers aus dem Psalm 91: „ER – also Gott – hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.“
Bei dem Vers und bei dem, was ihr mir von Emma erzählt habt, hatte ich gleich die Engelsflügel vor Augen. (Flügel)
So stellen wir uns ja oft Engel vor – mit hellen leuchtenden Gewändern, langen Haaren und natürlich mit Flügeln – vielleicht sogar mit weißen Flügeln.
Ob Engel wirklich so aussehen, weiß ich nicht – die Bibel beschreibt sie ganz unterschiedlich. Aber gerade die Flügel sind für mich etwas, das Geborgenheit ausdrückt.
Ich denke an kleine Vögel oder Küken, die unter die Flügel ihrer Eltern schlüpfen. Und genau diese Geborgenheit sucht Emma ja auch bei euch immer wieder – sie braucht den direkten Körperkontakt. Muss einfach spüren: Mama oder Papa oder auch die Geschwister sind da, halten mich.
Da spürt sie Wärme, Aufgehoben-sein und geliebt-werden.
Und diese Gefühle wird sie auch weiterhin brauchen und suchen. Aber wenn sie älter wird, sucht sie vielleicht weniger den Körperkontakt zu euch – und wagt mehr und mehr eigene Schritte. Und das ist ja auch gut so – und eure Wünsche für Emma drücken das ja auch schön aus: sie soll glücklich und zufrieden sein, gesund, fröhlich und aufgeweckt – waren ein paar eurer Wünsche für Emma.
Was braucht so ein kleines Menschenkind auf dem Weg ins Leben?
Es braucht Orientierung – so etwas wie einen Wegweiser, der sagt: hier geht es lang. (Wegweiser)
Wegweiser ins Leben gibt es verschiedene – allerdings steht selten einer sichtbar auf unserem Lebensweg und sagt: hier geht es lang. Aber Wegweiser haben wir doch. Es sind Worte, die uns Orientierung geben. Werte, die wir haben, und die ihr auch euren Kindern mitgebt. Es sind Menschen, die begleiten und mitgehen und die immer mal wieder sagen: probier es mal so.
Oder die auch mal Mut machen, wenn das Leben nicht so läuft, wie man sich das vorgestellt hat – und die dann sagen: versuch es einfach nochmal. Hör auf dein Herz. Wir sind für dich da!
Solche Wegweiser und Wegbegleiter können in gewisser Weise auch Engel sein – mit oder ohne Flügel – es kann die Familie sein, Eltern, Geschwister, Paten, Großeltern, verlässliche Menschen, die Emma zeigen und sagen: wir sind da für dich – wir stehen dir zur Seite mit Rat und Tat – zu uns kannst du mit allem kommen – ganz egal, was es ist.
Menschen und Engel, die mit Emma unterwegs sind – die sie ein Stückchen an der Hand führen – dann irgendwann loslassen, aber dennoch in ihrer Nähe bleiben. Die auch da sind, wenn Fragen oder Probleme auftauchen – die ihr in der ein oder anderen Weise immer wieder liebevoll sagen und zeigen: „Da geht’s lang!“
 
Gott hat seinen Engeln befohlen, dass sie dich behüten auf allen deinen Wegen.
 
Das andere, das für mich zu einem Weg ins Leben dazu gehört – und für euch ja auch – ist Gottes Segen.
Mit „Schutz“ und „Schirm“ wird das oft umschrieben – also vielleicht ein wenig so, wie ein Strohhut uns im Sommer vor zu viel Hitze schützt (Hut) – und wie „der hier“ uns bei schlechtem Wetter im wahrsten Sinne des Wortes „beschirmt“ (Schirm).
Diesen „Segen“ Gottes, den können wir den Kindern nicht wirklich einpacken oder selber geben – wir können ihn ihnen wünschen – ihn von Gott für sie erbitten – und Gott ist es dann, der seinen Segen über Emma ausspannt – wie einen großen Schirm…
Wobei Segen dabei viel mehr ist als „Schutz“…
Wenn wir Emma gleich taufen, dann wird ihr Gottes Segen zugesprochen – Gott sagt zu ihr: „Du bist mein Kind! Du bist etwas ganz Besonderes in meinen Augen! Ich will dich behüten und bewahren, dich von allen Seiten umgeben – dein ganzes Leben lang. Da wird es zwar trotz Taufe und Segen und trotz Schutz und Schirm auch immer mal wieder Herausforderungen für dich zu bestehen geben – es wird auch mal Schweres oder Trauriges in deinem Leben sein – aber du bist auch in diesen Zeiten nie allein. Ich umgebe dich mit meinem Segen – gebe dir Mut und Kraft.“
All das und noch vieles mehr verspricht Gott heute bei der Taufe eurer Emma.
Mal breitet er seine Flügel über sie – mal zeigt er ihr den Weg – und immer spannt er seinen Segen über ihr aus.
Damit Emma das aber auch irgendwann tief in ihrem Inneren weiß – und es ihr wirklich Halt und Hilfe sein kann, dafür braucht sie euch als Eltern, Paten und Familien, die ihr dabei helfen, an diesen Gott und seine Zusagen zu glauben.
Deshalb frage ich euch:
Anrede und Verpflichtung:
 
Taufbefehl:
Jesus sprach zu seinen Jüngern:
Gott hat mir Macht gegeben, große Macht. Alle Macht im Himmel und auf der Erde. Darum geht nun zu allen Völkern der Erde, und macht die Menschen zu meinen Freunden und Jüngern! Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes! Sagt ihnen, sie sollen so leben, wie ich es euch aufgetragen habe. Und denkt daran: ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis an das Ende der Welt.“
 
Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott,
den Vater, den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.
Amen.
 
Taufe
 
Hauptlied: NL 201,1-3: Vergiss es nie
 
PREDIGT über Mt 11,28
(Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.)
 
Gerade haben wir Emma getauft – mit ihren wenigen Wochen steht ist sie noch ganz am Anfang ihres Lebenswegs.
Wir anderen, die wir hier sind, haben schon deutlich mehr Wegstrecke auf diesem Lebensweg hinter uns gebracht.
Es ist keine Kurzstrecke, die wir da zurücklegen, und auch kein lockerer Spaziergang, sondern eher eine umfangreiche Wanderung über Stock und Stein und durch Berg und Tal.
Wie auf jeder langen Wanderung haben wir auch bei unserem Weg durchs Leben Gepäck dabei. (Rucksack)
 
Erfahrene Wanderer überlegen und planen ganz genau, was sie alles einpacken, was sie wirklich brauchen, auf was man auch mal gut verzichten kann.
Und ich bewundere solche Menschen, die so ganz minimalistisch packen können. Ich kann das nicht – weder auf einer Wanderung noch bei einer anderen Urlaubsreise.
Ich hab immer irgendwie zu viel eingepackt. So – für alle Fälle.
Vieles davon brauche ich gar nicht und bring es nachher unberührt wieder mit nach Hause.
Unnötiger Ballast oder eben einfach „auf Nummer sicher“?
 
Ich überleg mir, wie das auf unserer Lebensreise ist?
Wir beginnen unsere Lebensreise eigentlich wirklich mit leichtem Gepäck.
Wir haben nix dabei. Sind angewiesen, dass wir von Mama und Papa versorgt werden – mit Nahrung und Kleidung und einem Dach über dem Kopf…
als Kinder haben wir – wenn wir gut behütet aufwachsen dürfen – dann in der Regel nur das dabei, was ein Kind eben dabei haben will: was zum Spielen, was zum Lesen, was zum Naschen.
Doch dann beginnen wir immer mehr in unseren Lebensrucksack zu packen – wir packen Sicherheiten rein – sozusagen Versicherungen fürs Leben, Schutz und Schirm, einen sicheren Ort, den wir uns wünschen, Verantwortung, für uns und andere, Aufgaben, Verpflichtungen, Entscheidungen, die getroffen werden müssen, unsere eigenen Ansprüche.
Alles Mögliche und Unmögliche für „alle Fälle“.
Und so wird das Gepäck, das wir da mit uns herumschleifen schon ziemlich schwer.
Und dann kommen andere, die weitere Dinge in unseren Rucksack packen. Da kommen Erwartungen obendrauf, Leistungsansprüche und Leistungsdruck, Konflikte und Spannungen werden aufgeladen, Schuldzuschreibungen, Ängste und Sorgen und was Menschen anderen Menschen eben so alles aufladen können und wollen.
und der Rucksack ist schon kaum mehr zu tragen…
und dann packt das Leben noch weitere Sachen oben drauf – Krankheiten und Krisen, Abschiede und Schmerz, Einsamkeiten und Trauer, die Erfahrung, dass man nicht mehr so kann, wie man will und vieles mehr…
Und eigentlich passt das gar nicht mehr in den Rucksack rein – aber aufgeladen wird es uns doch – dem einen mehr, der anderen etwas weniger.
Und wir merken, wie die Last auf den Rücken und auf die Schultern drückt…
und wir wissen nicht so recht, wie wir nun damit umgehen sollen – wir wissen nur, dass wir weitergehen müssen, Schritt für Schritt unseren Lebensweg…
Die Last wird schwerer, der Rücken krumm und wir sehen kaum mehr, wo der Weg uns hinführt.
 
Und dann hören wir plötzlich, wie jemand sagt:
Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
 
Meint der mich? Ein Satz von Jesus – aufgeschrieben in Matthäus 11, dem Predigttext, der eigentlich für heute vorgesehen war. Fast 2000 Jahre alt!
Meint der wirklich mich?
 
Ja, er meint mich und dich – und Sie dahinten…
Er meint jeden einzelnen von uns.
Und ich stell mir vor, wie Jesus mir in den Weg tritt und mich erstmal stoppt in dem ermüdenden dauerhaften weiter und weiter und weiter.
und dann sagt er: nimm mal deinen Rucksack ab. Stell ihn hierhin, streck dich, fühle die Entlastung auf dem Rücken und den Schultern.
Setz dich hin, atme erst mal durch, trink was, erhol dich…
und wenn du etwas Kraft geschöpft hast, dann mach ihn mal auf, deinen Rucksack.
Was schleifst du denn alles mit dir herum? Brauchst du das wirklich alles? Und ist das alles deins?
Schau mal, was du vielleicht auspacken kannst?
Da gibt es Dinge, die dir andere aufgeladen haben – willst du sie wirklich mittragen oder willst du sie nicht lieber zurückgeben? Erwartungen, Leistungsdruck, Konflikte… du entscheidest, was du davon mit dir trägst – mit dir tragen willst…
Und als nächstes schau dir an, was du dir selbst aufgeladen hast. Brauchst du wirklich alle diese Absicherungen und Sicherheiten für alle Fälle? Was brauchst du wirklich? Wo würde jemand anderes dir vielleicht tragen helfen? Und was willst du weiterhin tragen?
 
Und so packst du eins ums andere aus, schaust es an. Manches legst du zur Seite – anderes packst du wieder in den Rucksack…
ein bisschen leichter ist er geworden, aber „leichtes Gepäck“ ist echt was anderes…
Will ich so weitergehen – wie lang schaffe ich das noch so?
Wir merken eine Müdigkeit – und sie ist nicht nur in den Beinen und im Rücken und auf den Schultern, sondern tief in uns drin – im Herzen, in der Seele.
Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
 
In diese Müdigkeit spricht Jesus hinein. In unser Herz, in unsere Seele.
Er sagt: ich bin da – für dich.
Ich helfe dir!
Den Rucksack kann ich dir nicht abnehmen – aber ich bin da.
Ich schenke dir Orte, wo du aufatmen kannst,
Menschen, die für dich da sind.
Erfahrungen von Leichtigkeit, wie sie Kinder machen.
Vielleicht sind es nur kurze Momente – aber sie sind wertvoll und du wirst merken, wie sie dir gut tun.
Du musst nicht alles allein schaffen.
 
Ich schau auf die Gegenstände, die wir vorhin bei Emmas Taufe hatten.
Uns wurde all das auch einmal versprochen bei unserer Taufe – der Segen, der uns beschirmt…die Orientierung, die Gott uns gibt, und die uns zeigt, wo es lang geht und wo wir Unterstützung finden…
Wir haben das alles auch mal eingepackt bekommen. Wir haben auch diese Zusagen in unserem Lebensrucksack. Aber manchmal vergessen wir es unter dem vielen anderen Zeug, was wir mit uns herumschleifen. Es ist irgendwie unter alles drunter geraten…
 
Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken.
Diese Zusage gilt – für dich, für mich und für Sie dahinten…
und ich möchte daran denken, dass es jemanden gibt, der für mich da ist, der mir Orte schenkt zum Aufatmen, der mir Pausen verordnet, der meine Seele erfüllt mit Freude und mein Herz mit Liebe und Wärme.
Ich möchte daran denken, dass ich nicht alles allein schaffen muss – sondern dass ich Unterstützung habe – von Gott selbst, von Jesus, der unser Leben kennt, und von Engeln, mit und ohne Flügel.
Helfer Gottes, die mittragen – manchmal auch das schwere Gepäck. (Flügel dran binden)
Amen.
 
Predigtlied: EG 648,1-3: Ins Wasser fällt ein Stein
 
Fürbitten:
Gott, du liebst Große und Kleine und begleitest sie durch ihr Leben.
Wir bitten dich für Emma, die wir heute getauft haben, und für alle, die zu ihr gehören, beschütze sie und schenke ihnen viel schöne und wertvolle gemeinsame Zeit.
 
Wir bitten dich für alle Kinder: Lass sie glücklich und in Frieden aufwachsen.
 
Wir bitten dich für Große und Kleine: lass sie immer wieder entdecken, dass du an ihrer Seite bist und ihnen hilfst.
 
Wir bitten dich für alle, die es gerade schwer haben: gib ihnen Kraft und Mut.
 
Wir bitten dich für Traurige und Einsame: schenke ihnen Trost und Menschen, die für sie da sind.
 
Wir bitten dich für Menschen, die krank sind an Körper oder Seele, und für alle, die Sorgen haben. Sei du ihnen nahe, nimm ihnen Lasten ab und lass sie gesund werden.
 
Wir bitten dich für unsere Welt. Hilf uns auf unsere Schöpfung mit allen Tieren und Pflanzen Acht zu geben und lehre uns, in Frieden zusammen zu leben.
 
Und alles, was wir dir ganz persönlich anvertrauen wollen, legen wir in das Gebet, das Jesus und gelehrt hat. Gemeinsam beten wir…
 
Vater unser im Himmel. Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute. Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn Dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
 
Und der Friede Gottes, der höher ist als all unsere Vernunft bewahre eure Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen.
 
Schlusslied: NL 93,1-3: Wo Menschen sich vergessen
 
Abkündigungen
 
Segen
Es segne und behüte euch der lebendige Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
(Amen, Amen, Amen)
 
Orgelnachspiel