Gottesdienst am Sonntag Jubilate, 26.04.26

 
Gottesdienst zum Vorstellsonntag der Konfis am 26.04.2026  10:00 Uhr in Lichtenau mit Pfarrerin Ute Braun
 
 
Wenn Sie an unserem Gottesdienst nicht teilnehmen können, haben Sie hier die Möglichkeit dennoch mit unserer Gottesdienstgemeinschaft verbunden zu sein. (Gerne dürfen Sie diesen Gottesdienst auch  ausdrucken und weitergeben. Bitte nutzen Sie dafür die Druckfunktion Ihres Browsers.)
 
Orgelvorspiel
 
Lied: Danke (EG 334,1-6)
 
Votum
Wir feiern unseren Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. (Amen)
 
Gruß:
Der Herr sei mit euch… (…und mit deinem Geist)
 
Begrüßung
Alle – besonders Konfis… Sie haben die Texte für heute vorbereitet und auch die meisten Lieder ausgesucht. Unser Thema heute heißt „Die Macht der guten Worte“ – es geht um böse und gute Worte, um den Segen Gottes und was die Jugendlichen mit all dem verbinden.
Unser Psalm nimmt uns schon ein bisschen mit hinein in die Gedanken der Jugendlichen.
 
Psalm139 modern (NL 966.3)
Würde ich mit der Sonne im Meer versinken,
Herr, du erforschest mich und kennest mich.
Lieber Gott,
mein Herz und meine Seele liegen offen vor dir.
Du durchschaust mich. Du kennst mich durch und durch.
Du begleitest meinen Alltag,
du siehst, wenn ich sitze oder aufstehe;
du verstehst mich, wenn ich nachdenke oder grüble;
wenn ich unterwegs bin oder irgendwo liege,
um mich auszuruhen: du begleitest mich.
Nichts, was ich sage, lieber Gott, ist dir unbekannt.
Du umwebst mich mit deiner liebenden Kraft,
Du umsorgst mich mit deiner haltenden Hand.
Begreifen kann ich das nicht. Es ist zu wunderbar.
Selbst wenn ich dir aus dem Wege gehen wollte –
Wohin denn?
Hätte ich Flügel und flöge zum Himmel: da bist du auch!
Würde ich mich eingraben und bei den
Verstorbenen verstecken:
Ich träfe dich an!
Würde ich mit der Sonne im Meer versinken:
Auch dort würde ich dir begegnen.
Könnte ich zaubern und alles dunkel machen:
Dann würdest du in der Dunkelheit aufleuchten.
Ich weiß: Schon vom Mutterleib an bin ich in deiner Obhut.
Ich bin dir so dankbar, dass mein Leben ein Wunder ist,
ein Geschenk aus deiner Hand. Das habe ich begriffen.
Meine Zeit ist bei dir verzeichnet, jeder Augenblick.
Obwohl ich dich, lieber Gott, nicht fasse,
wie ich auch die Tropfen im Meer nicht zählen kann,
weiß ich doch eines genau: ich bin immer bei dir geborgen.
Du durchschaust mich, lieber Gott, und kennst mich genau.
Komm und überzeug dich, ob ich ehrlich bin.
Zeig mir, wenn mein Leben so nicht in Ordnung ist.
Nimm meine Zeit in deine Hand, bis ich am Ziel bin.
(Ehre sei dem Vater...)
 
Eingangsgebet (Konfis)
Herr, unser Gott,
wir kommen jetzt zusammen vor dich – mit allem, was uns bewegt, mit unserer Unruhe, unseren Gedanken, unseren Erwartungen.
Sei du mitten unter uns in diesem Gottesdienst. Nimm uns die Unruhe und schenk uns deinen Frieden. Amen.
 
Der Text, der uns zu unseren Gedanken angeregt hat, ist die Geschichte von Bileam und seiner Eselin – wir hören sie als eine kleine Nacherzählung:
 
Lesung“ – Bileamsgesschichte (Konfis)
Der Prophet Bileam wird von einem König gebeten, das Volk Israel zu verfluchen. Obwohl Gott ihm eigentlich davon abrät, macht er sich schließlich auf den Weg.
Unterwegs geschieht etwas Merkwürdiges: seine Eselin bleibt plötzlich stehen und weicht immer wieder vom Weg ab. Bileam versteht das nicht und wird wütend – er schlägt das Tier.
Doch in Wirklichkeit sieht die Eselin etwas, das für Bileam zunächst verborgen bleibt: einen Engel, der ihnen mit gezogenem Schwert den Weg versperrt. Schließlich öffnet Gott der Eselin den Mund und sie spricht zu Bileam und beschwert sich über die Schläge.
Danach erkennt auch Bileam den Engel und versteht, dass sein Weg falsch war.
Am Ende wird Bileam zurechtgewiesen und erkennt, dass er nur das sagen darf, was Gott ihm aufträgt. Nämlich die Menschen segnen.
 
Das Glaubensbekenntnis sprechen heute 2 Konfis für uns. Sie haben die Glaubensaussagen der Gruppe zusammengetragen:
 
Glaubensbekenntnis (Konfis)
Ich glaube an Gott, den Vater, der mich versteht und an mich glaubt.
Er ist da, wenn es niemand ist. Er hat die Welt für uns geschaffen, damit wir in Frieden beieinander leben können.
Ich glaube an Jesus Christus, seinen Sohn, der für unsere Sünden am Kreuz gestorben ist und uns beschützt vor dem Bösen in der Welt.
Ich glaube an den Heiligen Geist, der überall ist, selbst wenn man ihn nicht sieht.
Er gibt uns Kraft und Hoffnung in den schwersten Zeiten. Amen.
 
Lied: Vom Anfang bis zum Ende (NL 205)
 
Bileam soll das Volk verfluchen – aber Gott will, dass er es segnet.
Fluch und Segen – Gute und Böse Worte.
Wir haben darüber nachgedacht – was sind Böse Worte, was Gute – und was bewirken sie in uns?
 
Böse Worte (Konfis) andere halten ihre geschlossenen Flügel wie Schutzschilder dazu hoch
Worte haben Macht.
Vor allem böse Worte lassen uns schnell traurig werden.
Viele Menschen erfahren sie jeden Tag: in der Schule, bei der Arbeit oder im Verein.
Jemand macht einen Kommentar über deinen Charakter oder dein Aussehen, sagt es vielleicht sogar als Spaß, merkt aber gar nicht, was seine Worte bewirken.
Sie beschäftigen uns oft mehrere Tage oder sogar Wochen.
Wenn andere einen runtermachen, fühlt man sich ausgegrenzt, erniedrigt und einsam.
Man denkt, man ist nicht gut genug und nichts wert.
Man zieht sich zurück, obwohl man eigentlich so etwas wie ein „Schutzschild“ bräuchte, um sich stärker zu fühlen.
 
Gute Worte (Konfis)
Ich kann mit guten Worten für andere Menschen beten, damit sie in schlechten Zeiten Hoffnung und Mut bekommen.
Gute Worte sind die Worte, die man von Familienangehörigen, Freunden oder vertrauenswürdigen Personen hört.
Auf den Flügeln, die wir gleich zeigen werden, stehen viele gute Worte.
Ein gutes Wort ist auch: „Gott segne dich!“, das heißt, dass Gott dich auf deinem Lebensweg begleitet und beschützt.
 
Lied: Vergiss es nie (NL 201,1-3)
 
Als Bileam auf dem Weg ist, um das Volk zu verfluchen, stellt sich ihm ein Engel mit Schwert in den Weg. Zunächst sieht nur die Eselin diesen Engel, die sogar zu sprechen beginnt, damit auch Bileam den Engel erkennt. Aber dann werden auch Bileam die Augen geöffnet – und er versteht seinen Auftrag von Gott: er soll segnen nicht verfluchen.
Auf Engelsflügeln haben auch die Jugendlichen all das festgehalten, was für sie gute Worte sind – oder auch Segensworte. Und welche Bedeutung sie für sie haben:
 
Gedanken zu den Flügeln (alle Konfis)
 
 
Worte sind etwas Alltägliches. Wir benutzen sie ständig. Oft ohne lange darüber nachzudenken. Und doch tragen Worte eine Kraft in sich, die wir oft unterschätzen.
Ein einziges Wort kann aufrichten oder niederdrücken, trösten oder verletzen, Hoffnung schenken oder Mut nehmen.
Auf unseren Flügeln stehen die Worte: „Wir lieben dich! Wir glauben an dich! Du bist wichtig! Kopf hoch!“ – weil sie Mut machen.
Wir haben die Worte bunt geschrieben, weil es die Vielfalt der Worte und Menschen repräsentiert und wir finden, dass gute Worte öfters gesagt werden sollten, weil es den Menschen guttut.
 
Wenn man jemanden verflucht, kann das sehr verletzend sein für denjenigen, genauso wie böse Worte.
Jesus aber hat anderen geholfen.
Wir nennen unsere Flügel hier: „Flügel Gottes“, da die Engel zu Gott gehören wie Gottes Söhne.
Die Farbe Rot steht für die Liebe und Gelb für das Licht.
Wir haben das Wort „Hoffnung“ für unser Bild gewählt.
Manche Worte sollten Menschen öfter hören - wie zum Beispiel die Frage: „Wie geht es dir wirklich?“
Gott hat uns einmalig geschaffen und liebt uns so wie wir sind.
Ich kann mit guten Worten für andere Menschen beten und um Gottes Segen bitten.
Auch können wir zum Segen für andere werden, indem wir Nächstenliebe praktizieren.
Das geht durch ein Lächeln, durch Hilfsbereitschaft, durch Zuhören, da sein, wenn jemand Hilfe braucht.
 
Gott hat uns einmalig geschaffen und liebt uns so wie wir sind.
Ich kann mit guten Worten für andere Menschen beten und um Gottes Segen bitten.
Auch können wir zum Segen für andere werden, indem wir Nächstenliebe praktizieren.
Das geht durch ein Lächeln, durch Hilfsbereitschaft, durch Zuhören, da sein, wenn jemand Hilfe braucht.
 
Segen zeigt, wie stark Worte sind.
Gute Worte machen Mut, schlechte tun weh.
In der Bibel und bei Jesus sieht man, dass liebevolle Worte wichtig sind.
Mein Wort ist „Hoffnung“, weil sie Kraft gibt.
Jeder sollte öfter hören: „Du bist wichtig!“
Segen bedeutet in anderen Worten Gutes tun.
Freundliche Worte können glücklich machen.
Gott und Jesus zeigen, wie wichtig das ist.
Mein Wort ist „Liebe“ weil sie alles verbindet.
Jeder sollte öfter hören: „Du bist gut, wie du bist!“
 
Böse Worte können Menschen verletzen. Vielleicht denken sie noch lange darüber nach und fühlen sich schlecht.
Im Gegensatz dazu können gute Worte trösten, Mut machen und dafür sorgen, dass man sich nicht mehr alleine fühlt.
Deshalb spielen Worte eine so große Rolle.
Auch Jesus und Gott haben Menschen oft gut zugesprochen und ihnen so Hoffnung gemacht. Jesus hat Menschen gesegnet und solche Worte haben schon ausgereicht, um ihr komplettes Leben zu verändern.
Auf unseren Flügeln stehen viele Sätze wie „Ich bin stolz auf dich!“ oder „Ich hab dich lieb.“
Vor allem wenn dir jemand sagt, dass du ihm viel bedeutest, fühlst du dich wichtig und du merkst, dass du nicht alleine bist.
Trotzdem werden solche Worte viel zu selten gesagt und die meisten Menschen sollten sie viel öfter hören. Denn gute Worte können nicht nur verändern, wie wir miteinander umgehen, sondern vor allem auch wie wir mit uns selbst umgehen.
 
Gute Worte bewirken, dass Menschen glücklich sind und sich wohlfühlen.
Böse Worte hingegen bewirken, dass Menschen traurig sind, wütend, beleidigt und sich einfach unwohl fühlen.
Jesus will bewirken, dass alle Menschen glücklich sind und nur gute Worte erfahren.
Er will Frieden und keinen seelischen Schmerz, er will kein böses Wort über die Lippen eines Menschen kommen lassen.
Jesus segnet uns mit guten Worten und in guter und friedlicher Absicht.
Das Wort für unseren Flügel war „Hab dich lieb“ in einem großen Regenbogen.
Es soll zeigen, dass alle Menschen unterschiedlich sind, aber alle das Recht auf Frieden, Freiheit und Glück haben. Aber vor allem auf Liebe.
Die Menschen sollten vielmehr Komplimente hören können – aber auch sich gegenseitig sagen können, denn nur so herrscht Frieden
 
Ich mag dein Lachen!“
So ein einfacher Satz – und doch kann er viel bewirken.
Worte haben Macht: Sie können verletzen, aber auch stärken und Mut machen.
Wenn jemand etwas Gutes zu uns sagt, fühlen wir uns gesehen und wertgeschätzt.
Genau das ist Segen.
In der Bibel zeigt sich, dass Jesus Menschen segnet und dass wir diesen Segen weitergeben können – auch durch unsere Worte.
Freundliche, ehrliche Worte können anderen guttun und ihren Tag verbessern.
 
Flügel können dich schützen und tragen, aber dafür muss man ihnen viel Vertrauen geben.
Daher steht auf unseren Flügeln: „Ich vertraue dir!“
Mehr Vertrauen sollten wir einander geben.
Flügel können einen auch leiten.
Dieser Leiter können wir auch füreinander sein.
Wir haben für unseren Flügel helle Farben gewählt, da sie für uns Freude und Freiheit symbolisieren.
Das Feuerwerk steht für Freiheit und Individualität.
Vielleicht sollten wir alle ein bisschen wie Flügel füreinander sein.
 
Segensflügel… Was ist eigentlich Segen?
 
Segen (Konfis)
Die Worte, die im Segen gesagt werden, verändern Vieles. Sie erzeugen verschiedene Gefühle bei den Menschen. Wir Konfis haben uns darüber Gedanken gemacht.
Der Segel soll uns zeigen, dass Gott an unserer Seite ist, uns auf unseren Wegen begleitet und uns vergibt.
Unsere Bindung zu ihm soll gestärkt werden. Wir wurden zum Nachdenken über den Glauben angeregt.
Gott glaubt an uns und ist für uns da, und das sollte allen Menschen klar werden.
 
Der Segen soll uns und anderen Menschen mit guten Worten helfen und das in verschiedenen Sinnen:
Er hilft uns bei schweren Entscheidungen, weist uns in dunklen Tagen den Weg und zeigt uns, dass wir nicht alleine sind, dass Gott immer an unserer Seite ist.
Der Segen sagt uns, dass wir an uns selbst glauben und unseren eigenen Weg gehen sollen.
Wir sollen über unser eigenes Leben entscheiden, auf unser Können vertrauen. So hilft er uns daran zu denken, dass es wieder gute Zeiten geben wird.
Die Worte, die uns durch den Segen mitgeteilt werden, geben uns Mut, Kraft, Hoffnung und machen uns stärker.
 
Ein besonderer Segen wird unseren Konfis an den nächsten beiden Sonntagen zugesprochen – bei ihrer Konfirmation.
Hören wir, was unsere diesjährigen Konfis mit ihrer Konfirmation verbinden:
 
Konfirmation (Konfis)
Wir wollen konfirmiert werden, weil wir Teil der Gemeinschaft sein möchten und unseren Platz in der Kirche bewusst haben wollen.
Außerdem ist die Konfirmation etwas sehr Persönliches und bestätigt unseren Glauben und die Taufe.
Zudem gibt uns die Konfirmation die Sicherheit und das Vertrauen, dass Gott immer bei uns ist und uns in seinen Händen hält, egal was passiert.
Die Konfirmation bedeutet neue Schritte im Glauben. Wir werden ein Stück erwachsener und übernehmen mehr Verantwortung für unser Leben und unseren Glauben.
Es ist ein wichtiger Moment, der uns auf unserem weiteren Lebensweg begleitet und uns daran erinnert, dass wir nie allein sind.
 
Lied: Der Herr segne dich (NL 118,1+2)
 
Fürbitten (Konfis)
Guter Gott!
Es gibt gute Worte und böse Worte, die Menschen einander sagen.
Es gibt Fluch und Segen.
Unsere Welt braucht gute Worte und die Menschen brauchen deinen Segen.
Wir denken besonders an Menschen in Not, Menschen im Krieg, sowie Hungernde
und bitten dich, dass du ihnen Frieden, Gesundheit und Sicherheit gibst.
 
Wir denken aber auch an Einsame, Traurige und auch Schüchterne.
Schenke ihnen Glück, Mut, Zugehörigkeit und Kraft.
 
Zudem denken wir an Familien und Kranke, denen es zur Zeit nicht so gut geht.
Wir bitten dich, dass du ihnen Glaube, Sicherheit sowie Kraft gibst.
 
Miteinander und füreinander beten wir
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsre Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft
und die Herrlichkeit
in Ewigkeit.
Amen.
 
Und der Friede Gottes, der höher ist als alle Vernunft…
 
Abkündigungen
 
Lied: Mögen sich die Wege (NL 71,1+2)
 
Segen
Der Herr segne dich und behüte dich,
der lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig,
der Herr erhebe sein Angesicht über dir und gebe dir Frieden.
(Amen, Amen, Amen)
 
Orgelnachspiel