Familiengottesdienst am Ostersonntag, 05.04.26

Familiengottesdienst am Ostersonntag, 05.04.2026 10:00 Uhr in Lichtenau mit Pfarrerin Ute Braun
Orgelvorspiel
Votum
Wir feiern unsere Ostergottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.
(Amen)
Begrüßung:
Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden.
Mit diesem alten Ostergruß begrüße ich Sie und euch sehr herzlich!
Ostern ist ein Fest der Freude. Aber auch ein Fest zum Wundern und Staunen. Davon hören wir heute!
Lied: Wir feiern heut ein Fest (aus: Lieder zwischen Himmel und Erde NR. 328- mit Bewegungen: klatschen, stampfen usw.)
Psalmgebet nach Ps 118 (Kinder und Erwachsene im Wechsel)
Gott, du meinst es gut mit uns.
Gott, du bist immer gut zu uns.
Wir danken dir dafür, Gott.
Wenn ich Angst habe, bist du da.
Wenn ich traurig bin, willst du mich trösten.
Gott, du sagst: Hab keine Angst, denn ich bin immer bei dir.
Gott, du meinst es gut mit uns.
Gott, du bist immer gut zu uns.
Wir danken dir dafür, Gott.
Gott, du sagst, dass ich dir immer vertrauen kann.
Gott du sagst, dass du mir immer helfen willst.
Gott, du sagst, dass wir für immer bei dir sein können.
Gott, du meinst es gut mit uns.
Gott, du bist immer gut zu uns.
Wir danken dir dafür, Gott.
Gott, du kannst was mit denen anfangen,
von denen alle glauben, sie können nichts.
Gott, du kannst das, was tot ist, lebendig machen.
Heute ist so ein Tag, an dem wir das feiern.
Darum können wir fröhlich sein.
Du machst lebendig, Gott.
Gott, du meinst es gut mit uns.
Gott, du bist immer gut zu uns.
Wir danken dir dafür, Gott.
Ehre sei dem Vater und dem Sohn…
Eingangsgebet
Lieber Gott,
wir können es noch nicht so ganz glauben:
Jesus war tot.
Jetzt lebt er.
Deine Liebe ist stärker als der Tod.
Das ist wunderbar.
Wir freuen uns, Gott.
Heute ist dein Tag.
Du hast ihn uns geschenkt.
Wir wollen hören auf das, was du uns sagst.
Amen.
Glaubensbekenntnis:
Ich glaube an Gott.
Er hat sich die ganze Welt ausgedacht:
Die Sonne, Mond und Sterne,
die Bäume und Blumen,
die Vögel und Fische,
den Schmetterling, den Elefanten und das Reh.
Auch ich bin ein Gedanke Gottes.
Er hat mich unverwechselbar gemacht
und sagt zu mir: ich habe dich lieb.
Ich glaube an Jesus,
der die Kinder zu sich rief
und allen Menschen Gottes Liebe gezeigt hat.
Er hat viele Menschen satt gemacht
mit Brot und auch mit Hoffnung.
Ich möchte leben, wie er es uns gezeigt hat:
Mit Hoffnung, mit Liebe, mit Vertrauen, mit Mut.
Ich glaube an den Geist Gottes,
der eine graue Welt bunt macht,
der Traurige wieder fröhlich macht,
Hoffnungslosen neuen Mut gibt
und Müden neue Kraft.
Amen.
Lied: Durch das Dunkel hindurch (NL 30,1-3)
Einleitung und Ostergeschichte
(Das Schaf macht einen traurigen Eindruck.)
Pfr: Hallo, Wolli! Was ist denn mit dir passiert? Du siehst so traurig aus.
Schaf: Oh, ich bin wirklich sehr traurig, alles ist so schrecklich, und ich habe ganz große Angst (Wolli fängt an zu schluchzen).
Pfr: (streichelt Wolli und tröstet ihn) Beruhige dich erst mal, vielleicht kannst du uns ja erzählen, was passiert ist, dann können wir dir weiterhelfen.
Schaf: Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll ... alles war so schön feierlich...und dann wurde alles ganz furchtbar und jetzt ist Jesus verschwunden…
Pfr: Am besten erzählst du uns der Reihe nach, was passiert ist.
Schaf: Wir haben das Passahfest zusammen gefeiert und haben uns an die Geschichte erinnert, als Gott sein Volk aus Ägypten geführt hat. Es war wirklich schön. Jesus war da und seine Freunde. Alle hatten gute Laune, es wurden Geschichten erzählt und gesungen. Das Essen war auch lecker. Und nach dem Essen gingen wir in den Garten Gethsemane. Da habe ich schon gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Jesus wirkte bedrückt.
Und dann kamen Soldaten und haben Jesus verhaftet. Es gab eine Gerichtsverhandlung und Jesus wurde verurteilt und sollte sterben.
Keiner konnte ihm helfen, er war ganz allein. Er starb am Kreuz. Und dann wurde es plötzlich dunkel und die Erde bebte. Die Menschen erschraken und begriffen, dass Jesus Gottes Sohn gewesen ist. Doch das war zu spät, denn jetzt ist er tot und begraben. Man hat ihn in ein neues Leintuch gewickelt und vor das Grab einen riesigen Stein gerollt. Was soll jetzt nur werden?
Aus Angst bin ich die letzten Tage überhaupt nicht aus dem Haus gegangen.
Pfr: Oh, Wolli, das ist wirklich schrecklich, was du da erlebt hast. Aber pass gut auf. Die Geschichte, die wir jetzt erzählen, wird dir ein bisschen helfen zu verstehen. Es ist etwas Wunderbares passiert. Weil du zu Hause warst, hast du es gar nicht mitbekommen. Hör zu, was wir erzählen:
(Wolli setzt sich mit unter die Zuhörer).
Die Geschichte von Jesus hört mit dem großen Stein vor dem Grab nicht auf, sie geht noch weiter. Und weil das passiert ist, feiern wir jedes Jahr das Osterfest.
Für die Geschichte haben wir ein gelbes Tuch mitgebracht.
(Das gelbe Tuch wird ausgepackt und in die Mitte gelegt. Die Ecken werden so eingeschlagen, dass ein großer Kreis entsteht.)
Jetzt sieht die Mitte wie eine Sonne aus. Die Farbe strahlt leuchtend gelb. Wir legen einen Reifen auf das Tuch, dann ist die Sonne auch richtig rund.
(Ein Holzreifen wird auf das Tuch gelegt, es entsteht eine runde, gelbe Sonne in der Mitte.)
Die Sonne macht alles hell und warm. Wenn die Sonne nach Regen scheint, geht es uns gleich viel besser. Ohne Sonne sind wir manchmal traurig.
Die Menschen, die Tiere, die Pflanzen brauchen die Sonne zum Leben.
Am Morgen geht die Sonne auf. Wenn es Abend wird, geht sie wieder unter.
Das wollen wir jetzt gemeinsam singen und spielen. Wir singen zusammen das Lied
„Vom Aufgang der Sonne".
Lied: „Vom Aufgang der Sonne" (EG 456)
(Die Jesuskerze (alte Osterkerze) wird angezündet.)
Als Jesus in der Welt lebte, war er für viele Menschen wie eine Sonne. Wenn er Geschichten und von Gott erzählte, Menschen gesund machte und Wunder tat, fühlten sich die Menschen wohl und es wurde ihnen warm ums Herz.
Die Menschen waren gern in der Nähe von Jesus, weil sie merkten, dass Jesus ihnen guttat.
Doch es gab auch einige, die Jesus nicht wollten. Das waren die, die Jesus gefangen genommen, beschimpft und gekreuzigt haben.
(Das gelbe Tuch in der Mitte wird mit einem schwarzen Tuch vollständig abgedeckt. Es verdeutlicht die Dunkelheit, die Angst, die Trauer; den Tod.)
Als Jesus starb wurde alles dunkel, keine Sonne und kein Licht waren mehr zu sehen. Und die Erde bebte.
(Die Jesuskerze wird ausgepustet.)
Jesus wurde beerdigt. Aber nicht, wie bei uns, auf dem Friedhof, sondern er wurde in ein in Felsen geschlagenes Grab gelegt, das mit einem großen Stein verschlossen wurde.
(Auf das schwarze Tuch wird ein großer; schwerer Stein gerollt. Das wird anstrengend und beschwerlich dargestellt.)
Aber die Geschichte endet hier nicht. Am frühen Sonntagmorgen wollten zwei Freundinnen, sie hießen beide Maria, das Grab besuchen. Stellt euch vor: die Erde fing wieder an zu beben und ein Engel Gottes kam vom Himmel herab und rollte den schweren, großen Stein einfach zur Seite. Die Frauen bekamen Angst und wussten nicht, was sie sagen und tun sollten. Am liebsten waren sie ganz schnell weggelaufen.
(Der Stein wird aus dem Reifen geräumt und an die Seite gerollt. Ein weißes Tuch wird symbolisch für den Engel auf und um den Stein gelegt.)
Der Engel sprach zu den Frauen: „Habt keine Angst! Jesus ist nicht mehr hier.
Er ist auferstanden. Ihr könnt nachschauen: Dort, wo er gelegen hat, ist alles leer. Er ist nicht tot, er ist lebendig. Gott ist stärker als der Tod.“
Da spürten die Frauen wieder die Warme der Sonne in ihren Herzen.
(Das schwarze Tuch wird bei den Sätzen des Engels Stück für Stück zur Seite gezogen, bis das gelbe Tuch als Sonne wieder strahlend in der Kreismitte erscheint.
Die Jesuskerze wird wieder angezündet.)
Der Engel sprach weiter: „Lauft schnell zu euren Freunden und erzählt ihnen, was ihr hier gesehen habt. Sagt ihnen, dass Jesus auferstanden ist. Er wird euch später treffen."
Die Frauen wussten nicht, ob sie lachen oder weinen sollten. Sie konnten das alles nicht begreifen und glauben. Schnell liefen sie weg, nach Hause zu den Jüngern.
Plötzlich stand Jesus vor ihnen und sagte: „Habt keine Angst! Sagt allen, was ihr hier erlebt habt!"
Die Frauen liefen in die Stadt und erzählten den Freunden von Jesus, was passiert war. Sie tanzten, hüpften, sprangen und sangen vor Freude, dass Jesus nicht mehr tot war, sondern lebte.
(Das gelbe Tuch wird ausgebreitet)
Lied: „Gottes Liebe ist wie die Sonne" (mit Bewegungen) EG 654,1-4
Die Frauen haben es damals nicht nur den Freunden erzählt, sondern allen, denen sie begegneten. Das war ein Fest der Freude, das erste Osterfest. Heute erzählen die Frauen es dir und dir ... und dir und mir. Und wir freuen uns auch. Wir dürfen Ostern feiern, weil Jesus auferstanden ist. Die Sonne scheint wieder, es ist hell.
Jesus lebt!
So wie die Jesus-Kerze jetzt brennt und Licht ausstrahlt, so will Jesus unser Herz erhellen, uns Wärme und Licht schenken.
Erzählt es euren Freunden, wie die Frauen damals: „Jesus ist auferstanden, er lebt!"
Lied: Manchmal feiern wir mitten am Tag (LfdJ, 337,1-4)
(dabei wird die Jesus-Kerze auf den Altar gestellt, damit sie noch weiterleuchten kann)
Abendmahl (UB)
So lange Jesus mit seinen Jüngern unterwegs war, brachte er zu den Menschen Licht und Wärme – weil er ihnen half, sie gesund machte, freundlich anschaute, ihnen von Gottes Liebe erzählte und ihnen zu essen gab.
Nach seiner Auferstehung wurde er zum Licht für alle Menschen auf der ganzen Welt, weil sich die Geschichte von ihm immer weiter ausgebreitet hat – und die Menschen verstanden: wer an Jesus glaubt, der hat Jesus immer bei sich – ganz egal, wo auf der Welt er lebt. Der trägt dieses Licht in seinem Herzen und er kann es auch weitergeben an andere Menschen.
Beim Abendmahl können wir dieses Licht, diese Wärme und die Liebe Gottes, die Jesus an die Menschen verteilt hat, auch spüren.
Wir teilen Brot und Saft – und glauben, Jesus ist mitten unter uns. Steht mit uns im Kreis. Teilt mit uns Brot und Saft.
Darüber freuen wir uns sehr!
EG 225,1: Komm, sag es allen weiter
Wenn wir zusammen das Abendmahl feiern, denken wir auch an den letzten Abend, den Jesus mit seinen Jüngern verbracht hat.
An diesem Abend nahm Jesus das Brot,
dankte und brach’s und gab’s den Jüngern und sprach:
Nehmt und esst,
das ist mein Leib, der für euch gegeben wird.
Solches tut zu meinem Gedächtnis.
Nach dem Essen nahm er den Kelch,
dankte, gab ihn den Jüngern und sprach:
nehmt und trinkt alle daraus.
Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut,
das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
Solches tut, sooft ihr’s trinkt zu meinem Gedächtnis.
Als gemeinsames Tischgebet sprechen wir das Vaterunser...
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Immer wenn wir gemeinsam das Abendmahl feiern, denken wir daran, dass Jesus seinen Weg durch Tod und Leben gegangen ist, aus Liebe zu uns.
EG 225,2+3: Wir haben sein Versprechen
Austeilung
Schlussspruch:
Christus spricht: Fürchtet euch nicht! Ich lebe und ihr sollt auch leben! Das stärke und bewahre euch im Glauben…
,,,geht hin im Frieden des Herrn.
Fürbitten:
Lieber Gott,
Jesus lebt. Du hast ihn auferweckt. Diese Nachricht macht uns froh.
Wir spüren, wie es warm und hell in uns wird.
Diese Wärme spüren wir auch beim Abendmahl:
Du bist bei uns. Stehst neben uns, gehst mit uns.
Dafür danken wir dir!
Wir bitten dich für alle Menschen, die deine Nähe brauchen.
Die sich nach Licht und Wärme sehnen.
Wir bitten dich für alle, die traurig sind. Hilft ihnen, dass sie wieder lachen können.
(Die erste Kerze wird entzündet in das Glas gesetzt auf den Altar gestellt und mit einem schwarzen Tuch umlegt.)
Wir bitten dich für alle, die sich lieb haben, dass ihre Liebe nicht aufhört.
(Die zweite Kerze wird entzündet und mit dem roten Tuch umlegt.)
Wir bitten dich für deine Erde, die ganze Schöpfung mit Pflanzen und Tieren, dass sie alles haben, was sie brauchen, um gut wachsen und leben zu können.
(Die dritte Kerze wird entzündet und mit dem grünen Tuch umlegt.)
Wir bitten dich für alle, die müde sind, dass sie neue Kraft bekommen.
(Die vierte Kerze wird entzündet und mit dem grauen Tuch umlegt.)
Wir bitten dich für alle die Angst haben, dass sie sich nicht mehr fürchten müssen.
(Die fünfte Kerze wird entzündet und mit dem weißen Tuch umlegt.)
Wir bitten dich für alle, die im Streit leben – und für Länder, in denen Krieg herrscht.
Schenke du die Breitschaft Frieden zu schließen.
(Die sechste Kerze wird entzündet und mit dem violetten Tuch umlegt.)
Wir bitten dich, dass wir fröhlich Ostern feiern können.
(Die siebte Kerze wird entzündet und mit dem gelben Tuch umlegt.)
Und dein Friede, Gott, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen.
Lied: Jesus lebt, ich freue mich (KiKiLi, 104)
Abkündigungen
Segen
Es segne und behüte euch der lebendige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
(Amen, Amen, Amen)
Orgelnachspiel – Kinder gehen Osternester suchen
