Gottesdienst am Gründonnerstag, 02.04.26

Gottesdienst am Gründonnerstag, 02.04.2026 19:00 Uhr in Lichtenau mit Pfarrerin Ute Braun
Orgelvorspiel
Begrüßung:
Lied: Das Wort geht von dem Vater aus (EG223, 1-3)
Votum und Gruß:
Wir sind hier zusammen im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. (Amen.)
Der Herr sei mit euch… (und mit deinem Geist)
Psalms 111 (NL954)
Lasst uns beten im Wechsel mit den Worten des Psalms 111 (NL954)
Halleluja! Ich danke dem HERRN von ganzem Herzen
im Rate der Frommen und in der Gemeinde.
Groß sind die Werke des HERRN;
wer sie erforscht, der hat Freude daran.
Was er tut, das ist herrlich und prächtig,
und seine Gerechtigkeit bleibt ewiglich.
Er hat ein Gedächtnis gestiftet seiner Wunder,
der gnädige und barmherzige HERR.
Er gibt Speise denen, die ihn fürchten;
er gedenkt auf ewig an seinen Bund.
Er lässt verkündigen seine gewaltigen
Taten seinem Volk,
dass er ihnen gebe das Erbe der Völker.
Die Werke seiner Hände sind Wahrheit und Recht;
alle seine Ordnungen sind beständig.
Sie stehen fest für immer und ewig;
sie sind geschaffen wahrhaftig und recht.
Er sandte Erlösung seinem Volk
und gebot, dass sein Bund ewig bleiben soll.
Heilig und hehr ist sein Name.
Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang.
Wahrhaft klug sind alle, die danach tun.
Sein Lob bleibet ewiglich.
(Ehre sei dem Vater und dem Sohn…)
Bußgebet:
Jesus Christus, unser Herr, du hast ein Gedächtnis deiner großen Taten gestiftet. Gnädig und barmherzig bist du.
Du hast deinen Jüngern die Füße gewaschen und ihnen ein Beispiel gegeben, damit auch wir einander dienen. Doch wir bekennen vor dir: Unser Herz ist oft stolz, unsere Hände sind zögerlich im Dienst, und unsere Liebe bleibt hinter deinem Beispiel zurück.
Du bist den Weg des Leidens gegangen und hast den Kelch angenommen, um uns den Weg zum Vater zu öffnen. Doch wir klagen schon über kleine Lasten, verlieren Geduld und Vertrauen, und suchen oft zuerst unseren eigenen Weg.
Herr, du bist gnädig und barmherzig. Darum bitten wir dich: Vergib uns unsere Schuld.
Erneuere unser Herz durch deine Liebe. Lehre uns, einander zu dienen, wie du uns gedient hast, und lass uns dankbar leben im Gedächtnis deiner großen Taten.
Herr erbarme dich.
(Gemeinde: Herr erbarme dich, Christus erbarme dich… über uns.)
Gnadenspruch:
Hört den Gnadenspruch:
Der allmächtige Gott erbarmt sich deiner und vergibt dir durch Jesus Christus deine Schuld. Christus spricht: Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun. (Joh. 15,5)
Bittvers: Der sich als Bruder zu uns stellt (EG223, 4)
Tagesgebet
Lass uns beten.
Himmlischer Vater, du hast uns in Jesus Christus deine Liebe offenbart und uns im Mahl seines Bundes zusammengerufen.
Stärke uns durch seine Gnade, damit wir einander dienen und in seiner Liebe bleiben.
Durch Jesus Christus, unseren Herrn.
(Gemeinde: Amen)
Lesung: Johannes 13, 1-15, 34-35
1Vor dem Passafest aber erkannte Jesus, dass seine Stunde gekommen war, dass er aus dieser Welt ginge zum Vater. Wie er die Seinen geliebt hatte, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. 2Und nach dem Abendessen – als schon der Teufel dem Judas, dem Sohn des Simon Iskariot, ins Herz gegeben hatte, dass er ihn verriete; 3Jesus aber wusste, dass ihm der Vater alles in seine Hände gegeben hatte und dass er von Gott gekommen war und zu Gott ging – 4da stand er vom Mahl auf, legte seine Kleider ab und nahm einen Schurz und umgürtete sich. 5Danach goss er Wasser in ein Becken, fing an, den Jüngern die Füße zu waschen und zu trocknen mit dem Schurz, mit dem er umgürtet war.
6Da kam er zu Simon Petrus; der sprach zu ihm: Herr, du wäschst mir die Füße? 7Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das verstehst du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren. 8Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Wenn ich dich nicht wasche, so hast du kein Teil an mir. 9Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt! 10Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, bedarf nichts, als dass ihm die Füße gewaschen werden; er ist vielmehr ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. 11Denn er wusste, wer ihn verraten würde; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein.
12Als er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach zu ihnen: Wisst ihr, was ich euch getan habe? 13Ihr nennt mich Meister und Herr und sagt es mit Recht, denn ich bin’s auch. 14Wenn nun ich, euer Herr und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt auch ihr euch untereinander die Füße waschen. 15Denn ein Beispiel habe ich euch gegeben, damit ihr tut, wie ich euch getan habe.
34Ein neues Gebot gebe ich euch, dass ihr euch untereinander liebt, wie ich euch geliebt habe, damit auch ihr einander lieb habt. 35Daran wird jedermann erkennen, dass ihr meine Jünger seid, wenn ihr Liebe untereinander habt.
Schlussspruch: Selig sind, die Gottes Wort hören und bewahren. Amen.
(Amen, Amen, Amen.)
Glaubensbekenntnis
Lasst uns gemeinsam den christlichen Glauben bekennen:
Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.
Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.
Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten und das ewige Leben.
Amen.
Lied: Ich bin das Brot, lade euch ein (NL155,1-3)
Predigt zu Exodus 12,1-4(5)6-8(9)10-14
1Der Herr aber sprach zu Mose und Aaron in Ägyptenland: 2Dieser Monat soll bei euch der erste Monat sein, und von ihm an sollt ihr die Monate des Jahres zählen. 3Sagt der ganzen Gemeinde Israel: Am zehnten Tage dieses Monats nehme jeder Hausvater ein Lamm, je ein Lamm für ein Haus. 4Wenn aber in einem Hause für ein Lamm zu wenige sind, so nehme er’s mit seinem Nachbarn, der seinem Hause am nächsten wohnt, bis es so viele sind, dass sie das Lamm aufessen können 6und sollt es verwahren bis zum vierzehnten Tag des Monats. Da soll es die ganze Versammlung der Gemeinde Israel schlachten gegen Abend.
7Und sie sollen von seinem Blut nehmen und beide Pfosten an der Tür und den Türsturz damit bestreichen an den Häusern, in denen sie’s essen, 8und sollen das Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und ungesäuertes Brot dazu und sollen es mit bitteren Kräutern essen. 10Und ihr sollt nichts davon übrig lassen bis zum Morgen; wenn aber etwas übrig bleibt bis zum Morgen, sollt ihr’s mit Feuer verbrennen.
11So sollt ihr’s aber essen: Um eure Lenden sollt ihr gegürtet sein und eure Schuhe an euren Füßen haben und den Stab in der Hand und sollt es in Eile essen; es ist des Herrn Passa. 12Denn ich will in derselben Nacht durch Ägyptenland gehen und alle Erstgeburt schlagen in Ägyptenland unter Mensch und Vieh und will Strafgericht halten über alle Götter der Ägypter. Ich bin der Herr. 13Dann aber soll das Blut euer Zeichen sein an den Häusern, in denen ihr seid: Wo ich das Blut sehe, will ich an euch vorübergehen, und die Plage soll euch nicht widerfahren, die das Verderben bringt, wenn ich Ägyptenland schlage.
14Ihr sollt diesen Tag als Gedenktag haben und sollt ihn feiern als ein Fest für den Herrn, ihr und alle eure Nachkommen, als ewige Ordnung.
Wir Christen gedenken heute an den letzten Abend Jesus und an das Abendmahl, das er an diesem Abend eingesetzt hat.
Die Juden feiern in diesen Tagen das Passahfest und gedenken an den Abend, als Gott das Passahfest für sein Volk eingesetzt hat.
Beides ist ein Erinnerungsmahl:
Die Juden erinnern sich im Passahmahl an den Auszug aus Ägypten – an die Befreiung aus der Sklaverei.
Wir Christen erinnern uns an den letzten Abend Jesu – an Fußwaschung, Abendmahl, Verrat und Verhaftung.
Bei beiden Mahlfeiern haben die Speisen und Getränke eine besondere Bedeutung:
Im Passahmahl gibt es neben dem gebratenen Lamm Bitterkräuter, Salzwasser, Mazzenbrot und süßen Apfelbrei – und anhand dieser Zutaten wird die Geschichte erzählt: von den bitteren Zeiten und den vergossenen Tränen in der Sklaverei, von der Sklavenarbeit, wie sie aus Lehm Ziegel herstellen mussten, von den Versprechen einer neuen und guten Zukunft und einem neuen Zuhause.
Auch im Abendmahl verknüpfen wir mit den einzelnen Symbolen eine Geschichte: das Brot für den Leib Jesu – und der Wein für sein Blut.
Zerbrochen und vergossen nach diesem Abend.
Es ist ein Essen angesichts des Todes:
Die Israeliten aßen damals dieses erste Passahmahl angesichts des Todes, der an diesem Abend Einzug hielt.
Die Erstgeborenen der Ägypter starben.
Verschont wurden nur die Häuser, wo das Blut des Passahlammes an den Türrahmen gestrichen worden war.
Weinen und Klagen mag schon um sie herum zu hören gewesen sein.
Und sicher waren auch die Israeliten selbst in Todesangst.
Was, wenn das Zeichen des Blutes an der Tür nicht ausreichte?
Was wenn es nicht klappen würde mit dem Auszug und der Freiheit?
Jesu aß mit seinen Jüngern auch „angesichts des Todes“. Ihm zumindest war das bewusst. Seinen Jüngern zunächst nicht.
Jesus wusste, was ihn erwartete. Und er wollte seinen Jüngern etwas zurücklassen: ein Vermächtnis, ein Versprechen, ein Ritual, an dem sie sich festhalten könnten, eine tragende Erinnerung.
Etwas, das ihnen Halt geben sollte – auch über seinen Tod hinaus.
„Esst es gegürtet, mit Schuhen an den Füßen und dem Stock in der Hand…“
Die Juden essen ihr Passahmahl in Aufbruchsstimmung.
Es ist ein Übergang.
Da ist nichts mit gemütlich hinsitzen und fröhlich feiern.
Die Israeliten haben alles gepackt – das Gewand gegürtet, damit sie nicht stolpern, die Schuhe an den Füßen und den Stock in der Hand.
Da ist keine Zeit mehr, Sauerteig gehen zu lassen.
Keine Zeit, die Reste am nächsten Tag aufzuessen.
Sie sind auf dem Sprung – noch in derselben Nacht brechen sie auf – ins Ungewisse.
Erwartungsvoll – aber sicher auch ängstlich. Was wird kommen?
Auch für Jesus und seine Jünger ist es ein Übergang. Ein Abschied von dem gemeinsamen Weg.
Jesus ist bereit für das, was kommt – soweit man das eben sein kann.
Nur noch der Lobgesang nach dem Abendessen und das Gebet im Garten trennte ihn von der Verhaftung, der Folter und der Verurteilung zum Tod.
Für seine Jünger – auch wenn es ihnen noch nicht bewusst ist – ist es der Übergang zum Leben ohne Jesus. Zu der schweren Aufgabe selbst Boten zu sein und Gottes Botschaft weiterzutragen.
Wäre es ihnen in vollem Umfang bewusst gewesen, wären sie vermutlich auch ängstlich gewesen. Was soll dann werden?
Die beiden Mahlfeiern sind eine Erinnerung an eine Befreiung:
Die Juden feiern das Passahfest bis heute als Erinnerung an die Befreiung aus Ägypten – an die Befreiung aus der Sklaverei.
Bis heute erzählen sie die Geschichte aus dem 2. Buch Mose – als Hoffnungsgeschichte, das Gott auch heute noch befreit – aus Unterdrückung und Gewalt – aus Gefangenschaft und Not.
Auch wenn sie in ihrer Geschichte seither viele Erfahrungen sammeln mussten, die keineswegs gut ausgingen – weder zur Zeit als der Jerusalemer Tempel zerstört wurde noch zur Zeit des Holocausts – halten sie sich dennoch an dieser Hoffnung fest, dass Gott sie eines Tages wieder retten wird – befreien aus allem, was sie gefangen hält und unterdrückt.
Gott – nicht Waffen und Kriege – wie wir es im Moment aus dem Nahen Osten miterleben.
Und wir Christen?
Verbinden wir mit dem Abendmahl, mit Tod und Auferstehung nicht auch traditionell eine Befreiungsgeschichte?
Kirchlich gesprochen verbinden wir mit diesen letzten Stunden Jesu: Vergebung von Schuld, Erlösung zu einem neuen Leben, Befreiung vom Tod, der nicht das letzte Wort behalten wird.
Und in der Geschichte erlebten die Jünger, dass Jesus dem Regime seiner Zeit die Stirn bot – Position bezog, sich nicht verunsichern ließ, sich auch nicht den Mund verbieten ließ.
Er kämpfte für seine Überzeugungen, seinen Glauben und für die Menschen, die ihm anvertraut waren, bis zum Schluss.
Er zeigte ihnen, wie es ist, sich von der Angst vor Machthabern freizumachen.
Ein Erinnerungsmahl…
…auch für uns heute – fast 2000 Jahre nach Jesu Tod.
Wir erinnern uns an die Zeichen, die er an diesem Abend für uns zurückließ:
die Fußwaschung als Vorbild für uns, wie wir miteinander umgehen sollen: einander dienen!
Brot und Wein – als Erinnerung an Leib und Blut – aber auch an die Gemeinschaft. Wenn wir Brot und Wein teilen – dann werden wir zu einer Gemeinschaft – und Jesus ist mitten unter uns – er ist in Brot und Wein gegenwärtig.
Es erinnert uns auch an einen Übergang – vom Alten zum Neuen Testament – vom alten Volk Gottes zum neuen Volk Gottes, das noch viel mehr Menschen umfasst als nur das jüdische Volk.
Zu einem Glauben, der über den Tod hinaus geht.
Zu einem befreiten Leben – frei von Schuld, gerechtfertigt aus Glauben, gerettet zu ewigem Leben.
Aber feiern wir es auch gegürtet und bereit?
Ja, wir stehen nachher hier vorne beim Abendmahl.
Aber schmecken wir es auch als ein Mahl des Aufbruchs?
Als Stärkung – um dann hinauszugehen und als Nachfolger Jesus tätig zu sein.
Als Ermutigung – auch angesichts von Gewalt, Ungerechtigkeit und Tod nicht zu verzweifeln, sondern sich an dem festzuhalten, der sich all dem gestellt hat?
Als Befreiung von allem, was uns bindet, knechtet, versklavt und gefangen hält?
Oder ist dieser letzte Abend und das damit verbundene Abendmahl nur noch eine Erinnerungsgeschichte, die mit uns unmittelbar gar nicht mehr so viel zu tun hat?
Ich möchte Sie gerne einladen, heute ganz bewusst zum Abendmahl zu kommen und all das mitklingen zu lassen, was es bedeutet. Sozusagen gegürtet zu kommen, mit Wanderstiefeln und Stock in der Hand.
Überlegen Sie sich: Was hält sie fest? Was möchten Sie hinter sich lassen?
Wohin möchten sie aufbrechen? Welche Hoffnungen haben Sie für Ihr Leben, die sie gerne umsetzen oder erreichen möchten?
Wofür brauchen Sie Mut und Stärkung?
Wofür Gottes Begleitung?
Wofür auch die Hilfe und Gemeinschaft anderer?
Machen Sie sich all dessen bewusst – und dann kommen Sie – nehmen Sie die Gemeinschaft wahr, mit der Sie um den Altar stehen. Menschen mit demselben Glauben, die mit Ihnen unterwegs sind und Ihnen auf ihre Weise Halt und Hilfe sein können.
Schmecken Sie bewusst Brot und Wein – und hören Sie bewusst die Zusage Jesu: mein Leib und mein Blut für dich gegeben – und lassen sich senden am Ende in einen Neuanfang, vielleicht auch wirklich in ein Leben, das sie anders und neu beginnen.
Gehen Sie mit der Gnadenzusage im Ohr und im Herzen weiter in Ihr Leben: geht hin im Frieden des Herrn. Amen.
Lied: Er ist das Brot, er ist der Wein (EG 228,1-3)
Hinführung zum Abendmahl:
Wir teilen Brot und Wein und erinnern uns an den letzten Abend Jesu mit seinen Jüngern.
Wir teilen Brot und Wein und erinnern uns an Jesus, was er bewirkt und was er erlitten hat – und dass er das in Liebe zu uns getan hat.
Wir teilen Brot und Wein – und erleben Gemeinschaft – mit den Menschen um uns und mit Gott selbst.
Wir sind willkommen – erfahren Trost, erhalten Vergebung und Leben. In Brot, Wein und Saft kommt er selbst zu uns – und schenkt uns Gnade und Frieden.
Wir danken dir, Gott.
Du hast in Jesus Christus unser Leben geteilt.
Berührbar. Verletzbar.
Du hast uns deine Güte gezeigt.
Sie ist stärker als alle Gewalt.
Du hast uns deine Liebe gezeigt.
Sie ist dem Tod nicht ausgewichen.
Christus verbindet uns untereinander.
Seine Auferstehung wird das letzte Wort behalten.
Darum preisen wir dich mit allem, was lebt.
Darum stimmen wir ein in den Lobgesang der Engel und singen ohne Ende:
Gesang: Heilig, Heilig… (EG 185.3)
Einsetzungsworte:
Unser Herr Jesus Christus
in der Nacht, da er verraten ward,
nahm er das Brot, dankte und brach’s
und gab’s den Jüngern und sprach:
Nehmet hin und esset,
das ist mein Leib, der für euch gegeben wird.
Solches tut zu meinem Gedächtnis.
Desgleichen nahm er auch den Kelch nach dem Mahl,
dankte, gab ihnen den und sprach:
Nehmet hin und trinket alle daraus.
Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut,
das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
Solches tut, sooft ihr’s trinket, zu meinem Gedächtnis.
Abendmahlsgebet:
Gott, Atem des Lebens, heilige Brot und Kelch.
So werden sie uns zu Speisen des Himmels.
Heilige uns.
So werden wir zu Brüdern und Schwestern,
ein Leib auf Erden, voll Liebe und Sorge in der Welt.
Im Angesicht eines jeden Menschen sehen wir dich, Jesus Christus. Mit deinen Worten beten wir:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
So oft ihr von diesem Brot esst und aus diesem Kelch trinkt, verkündigt ihr den Tod und die Auferstehung unseres Herrn bis dass er kommt…
Gesang: Christe, du Lamm Gottes (EG 190.2)
Christus spricht: Den Frieden lasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch! Euer Herz erschrecke nicht und fürchte sich nicht!
Unter dieser Zusage wollen wir nun gemeinsam das Abendmahl feiern.
Kommt, es ist alles bereit – schmecket und seht, wie freundlich der Herr ist.
AUSTEILUNG
(Während der Austeilung: ruhige Orgelmusik)
Schlussspruch:
Christus spricht: Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und
beladen seid, ich will euch erquicken. Das stärke und
bewahre euch im Glauben zum ewigen Leben. Geht hin im
Frieden des Herrn. Amen.
Lied: Im Frieden dein (EG 222,1-3)
Fürbitten:
Du Gott der Befreiung!
Aus Angst und Not,
aus Jammer und Elend,
aus Unterdrückung und Leid
Du hast damals dein Volk befreit.
Befreie auch heute, wo Menschen leiden.
Du Gott der Liebe!
Dir ist nicht egal, was in deiner Welt geschieht.
Du willst Recht und Gerechtigkeit,
Freiheit und erfülltes Leben für uns alle.
Gib uns Mut und Kraft, uns dafür einzusetzen.
Du Gott der Hoffnung!
Mit Jesus hast du uns deine Zukunft geschenkt.
Im Glauben an ihn und seine Kraft
stärktest du uns mit Brot und Wein,
werden wir frei von Schuld und frei zur Vergebung.
So können wir als deine Gemeinde beieinanderbleiben
trotz Leid und Tod
Kreuz und Verzagen.
Du Gott des Aufbruchs!
Du willst unsere Aufmerksamkeit
und unsere Bereitschaft,
Deinen Weg zu gehen,
wohin Du uns auch führst.
Hilf uns, bereit zu sein
und zu bleiben.
bis zum Ziel
bei Dir
für immer
und ewig.
Und dein Friede, Gott, der höher ist als alle Vernunft bewahre unsere Herzen und Sinne in deinem Sohn, Jesus Christus. Amen.
Abkündigungen
Lied: Bleib bei mir, Herr (EG 488,1-4)
Segen
Der Abend ist herbeigekommen.
Das Dunkel der Nacht beginnt.
Der Herr gebe euch Mut für jeden Schritt,
Mut auch dann, wenn die Angst kommt.
So segne und behüte euch Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
(Amen, Amen, Amen)
Orgelnachspiel
