Gottesdienst am Sonntag Okuli, 08.03.2026 10:00 Uhr in Scherzheim mit Pfarrerin Ute Braun und Bezirkskantor Alain Ebert
Gottesdienst zu „Ich bin der gute Hirte“
im Rahmen der Predigtreihe 2026 im Koop Süd
Orgelvorspiel: Er weidet seine Schafe
Votum:
Wir feiern unseren Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes (Amen)
Gruß:
Der Herr sei mit euch (und mit deinem Geist)
Begrüßung/Hinführung:
Herzlich willkommen zu unserem Gottesdienst hier in Scherzheim im Rahmen der Predigtreihe im Kooperationsraum Süd.
„Er weidet seine Schafe…“ mit diesen Klängen von Händel wurden Sie musikalisch begrüßt und schon hineingenommen in das Thema heute. „Der gute Hirte“ wird uns heute begleiten.
Es ist ein „Ich-bin-Wort“ Jesu, das wir als Thema dieser Reihe ausgewählt haben. Unser erstes Lied lässt nochmal alle diese Ich-bin-Worte zusammenklingen.
Lied: NL 122 Du bist der Weg
Ich bin der gute Hirte…
…zu diesem Bild gehört für uns auch der vertraute Psalm 23.
Wir wollen uns ihm heute in etwas anderer Form annähern und möchten Sie gerne mitnehmen auf eine Art Gedankenreise oder auch Fantasiereise. Wir wollen uns ein bisschen hineinfühlen in ein anderes Land und auf den Weg mit dem guten Hirten.
Vielleicht können Sie sich ein bisschen darauf einlassen – auch wenn das „Du“ vielleicht erstmal etwas ungewohnt ist. Es soll jedem und jeder dabei helfen, ganz bei sich zu bleiben und ein wenig in diese andere Atmosphäre einzutauchen.
Klanggeschichte
(Kurze Hinführung – zur Ruhe kommen – auf den Atem achten)
Klangstab - Monochord
Schaue, wie eine Landschaft jetzt vor deinem inneren Auge auftaucht und stell dich in diese Landschaft hinein. Spür den Boden unter deinen Füßen und atme.
Vielleicht siehst du eine weite Landschaft, mit saftigen Weiden, durch die sich ein Fluss zieht. Weiter hinten siehst du die Berge.
Heute wollen wir einen Hirten im Land Israel auf seinem Weg begleiten. Der Hirte steht mit seiner Herde von Schafen, Ziegen und einem Esel auf einer der satt grünen Wiesen. Die Sonne scheint.
Klangschale
Kannst du sie spüren?
Stell dir vor, du bist mit dem Hirten unterwegs. Er will dich den Weg führen, den er sonst mit seiner Herde geht.
Monochord
Euer Weg beginnt auf einer grünen Wiese. Die Sonne scheint. Du fühlst dich ausgeruht.
Gemeinsam brecht ihr auf.
Euer Weg führt zuerst zu einem Bach. Dort ist frisches klares Wasser. Du kannst dich stärken, trinken und dich erfrischen.
Regenstab
Ihr geht weiter. Der Weg ist gerade, du siehst das ganze Land vor dir. Nach und nach führt der Weg den Berg hinauf. Du steigst mit dem Hirten empor.
Monochord
Ihr kommt in ein Tal zwischen zwei Bergen.
Nach und nach wird das Tal enger und kühler.
Es geht weiter bergauf.
Der Weg wird beschwerlich und auch ein wenig dunkler.
Über dir ist der Himmel noch gut zu sehen.
Du folgst dem Hirten durch das Tal.
Immer wieder hält er an und schaut zurück, damit niemand verloren geht. Liebevoll schaut er auf alle, die ihm anvertraut sind.
Er beschützt sie.
Du siehst am Ende des Tales Licht. Das Tal weitet sich.
Ihr verlasst das Tal. Und kommt an einen geschützten Ort.
Klangschalen 1 - 3
An dem geschützten Platz steht ein Haus, davor ist ein großer Tisch.
Der Tisch ist für dich gut gedeckt. Du bist eingeladen. Du darfst hierbleiben und hier wohnen, so lange du willst.
Monochord verklingend
Atme sanft weiter. Und wenn der helle Klang verklungen ist, dann komm in Ruhe und Sanftheit wieder in die Wirklichkeit zurück und öffne langsam wieder die Augen.
Klangstab (2x) – Ende
Psalmgebet:
Gott du bist mein Lebenswanderschaft-Gefährte.
Du begleitest mich mit deiner Fürsorge und Seelsorge.
Seit ich denken kann, bist du an meiner Seite
und schon vorher warst du für mich da.
Bei dir kommt meine Seele zur Ruhe;
bei dir kann ich mich aussprechen.
Du freust dich mit mir, wenn ich mich freue,
und wenn ich traurig bin, trocknest du meine Tränen.
Selbst wenn mich das Schicksal durch ein dunkles Tal führt
und ich deine Nähe nicht spüre, bist du doch da.
Dein Wort, das ich lese, gibt mir Orientierung.
Dein Heiliger Geist erleuchtet auch meine Wege.
Noch im dicksten Gedränge deckst du einen Tisch für mich,
du heilst meine Verletzungen und bewirtest mich großzügig.
An deiner Seite schöpfe ich neues Vertrauen ins Leben,
du erfüllst mich mit neuer Kraft.
Gott, du bist mein Lebenswanderschaft-Gefährte.
Danke, dass ich an deiner Seite bleiben darf – immer und ewig.
Amen.
Lied: Ich lobe meinen Gott (1-3)
Lesung/Predigttext Johannes 10 in Auszügen
(Übersetzung: Walter Jens):
Jesus sprach:
„Ich bin der gute Hirte,
der sein Leben für die Schafe lässt.
Der Knecht jedoch,
gedungen, fremd, um Lohn gekauft,
flieht, wenn er den Wolf kommen sieht;
und lässt die Schafe allein,
die nicht sein eigen sind,
und sieht zu, wie der Wolf,
der Räuber,
in die Herde einfällt, die Tiere reißt
und, die vor ihm flüchten, zerstreut.
Was kümmern den gedungenen Mann seine Schafe?
Er läuft davon und lässt die Herden im Stich.
Ich aber bin der gute Hirte,
und ich kenne meine Schafe,
und die Schafe kennen mich:
so wie mich der Vater kennt
und ich IHN kenne, den Vater,
und ich gebe mein Leben hin für die Schafe,
die mir anvertraut sind.
Und es sind viele Schafe,
aus vielen Ställen,
nicht nur dem einen,
und alle gehören zu mir,
ich führe sie her, das ist meine Pflicht,
und sie werden meine Stimme hören,
und es wird nur eine Herde sein
und ein Hirt.
Mein Vater hat mich lieb,
weil ich mein Leben hingebe;
aber ich werde es wieder gewinnen:
gestorben und auferstanden.
Niemand kann es mir nehmen;
ich selbst gebe es hin,
ich allein habe die große Macht und das Recht,
es preiszugeben und es neu zu gewinnen:
so will es mein Vater,
ich folge dem Auftrag,
den er mir gab.
…
Meine Schafe hören auf mich,
ich kenne sie alle,
sie folgen mir nach,
und ich gebe ihnen das ewige Leben
und rette jedes einzelne:
keines wird sterben,
niemand wird es meinen Händen entreißen.
Der Vater, der sie mir anvertraute,
ist größer als alles,
und keiner kann sie den Händen meines Vaters entreißen;
Denn er trägt Sorge für sie.
Mein Vater und ich: wir beide sind eins.“
Lied: Ich bin in guten Händen (Melodie: Wohl denen)
Predigt
„Ich bin der gute Hirte“ – so sagt es Jesus im Evangelium nach Johannes und er greift dabei auf das Alte Testament zurück.
Auf Worte, die seine Hörer ganz eng mit Gott selbst verbinden!
Ich bin!
Ich bin, der ich bin!
– so stellt sich Gott im Buch Exodus dem Mose vor, der gerade die Schafe seines Schwiegervaters hütet.
Ich bin, der ich bin! Geheimnisvoll klingen diese Worte.
Irgendwie unbegreiflich. Zumindest in dem Sinn, dass Gott sich nicht festlegen lässt. Nicht mit einem Namen festzurren lässt.
Und doch steckt in diesen Worten auch eine Zusage – für Mose und für sein Volk!
Ich bin euer Gott, klingt da mit.
Der Gott des Volkes Israel. Der Gott von dem Volk, das zur Zeit des Mose noch in Ägypten in der Sklaverei lebte. Ich bin ein Gott, der nicht an Orte gebunden ist, sondern sich an Menschen bindet – ganz egal, wo sie leben und in welcher Lebenssituation.
Ich bin für dich da! – klingt da mit.
Eine Zusage zunächst an Mose, der den schweren Auftrag erhalten hat, das Volk in die Freiheit zu führen.
Ich bin für euch da – werden die Israeliten auf ihrem Auszug immer wieder erfahren – wenn Gott sie führt in einer Wolken- und Feuersäule – durchs Schilfmeer – durch die Wüste – über den Berg Sinai und schließlich in ihre versprochene neue Heimat.
Ich bin für euch da – auch unterwegs – auch in Dürre- und Wüstenzeiten.
Ich bin verlässlich – auch wenn ich nicht immer „zu begreifen“ bin.
Ich bin…
In den Psalmen werden viele Bilder verwendet, um diesen verlässlichen und doch manchmal unbegreiflichen Gott zu beschreiben.
Dort ist er ein Fels und eine Burg, er ist Vater und Mutter, er ist Sonne und Schild und er ist – ein Hirte (Psalm 23).
Einer, der uns Menschen begleitet – wie wir es vorhin auch in der Psalm-Meditation erspürt haben: an Wasserbächen und grünen Auen entlang – aber auch durch felsiges Gelände und dunkle Täler.
Bilder für unser ganzes Leben in all seiner Bandbreite mit allen Höhen und Tiefen.
Wenn Jesus sagt: Ich bin…
…dann knüpft er an all diesen alttestamentlichen Gedanken an.
Für den Evangelisten Johannes ein sprachliches Mittel, um seinen Glauben zum Ausdruck zu bringen: dieser Jesus ist Gottes Sohn. In diesem Jesus ist Gott. Ja, noch mehr: Dieser Jesus ist Gott.
Ich bin der gute Hirte! Jesus Christus als Hirte?
Man kann diese Worte nicht hören, ohne dass all die anderen Bilder mitklingen – auch die aus dem Alten Testament.
Aber Jesus geht noch weiter!
Er sagt: ich kenne die meinen, und die meinen kennen mich.
Und er sagt: ich habe noch andere Schafe – die sind aus einem anderen Stall.
Jesus weitet hier das Volk Gottes.
Er konzentriert sich nicht nur auf das Volk Israel, wie es das Alte Testament getan hat – sondern seine Fürsorge gilt allen Menschen aus allen Völkern und Kulturen. Allen, die ihn kennen – allen, die ihm folgen – allen, die an ihn glauben.
Und er geht noch weiter.
Er sagt: Ich gebe mein Leben für die Schafe.
Jetzt in der Passionszeit hören wir, dass diese Worte nicht einfach so dahingesagt sind – nicht einfach nur ein Stilmittel dafür sind, wie sich Jesus als Hirte von denen absetzt, die wie ein „Mietling“ oder ein „Knecht“ die Herde eines Fremden hüten.
Nein, Jesus übernimmt die volle Verantwortung für die, die ihm anvertraut sind.
So wird es in Johannes 10 auch ausgeführt:
Der Vater hat diese „Schafe“ Jesus anvertraut.
Und er setzt sich für sie ein – bis in die letzte Konsequenz.
Wenn der „Wolf“ kommt, dann bleibt er bei denen, die ihm anvertraut sind.
Bei „Wolf“ denken die Leute damals natürlich an das wilde Tier, das ihre Herden bedrohte – so wie wir vielleicht zunächst an den sog. Hornisgrindewolf denken, der derzeit die Meinungen spaltet.
Aber Jesus meint mit dem „Wolf“ eigentlich alles „Böse“ oder „Herausfordernde“, das den Menschen in seinem Leben begegnet – Gewalt und Verfolgung, Verrat und Verleugnung, Krankheit und Schmerz, ausgeschlossen werden, abgelehnt sein, Schuld und Not, ausgeliefert sein, verletzt werden, und dem Tod begegnen.
All das Dunkle, dem sich Jesus zu Lebzeiten entgegenstellt – dem er entgegenwirkt durch seine Wunder, durch seine Zuwendung zu den Menschen aber auch durch seine Worte und Zusagen.
All das Schwere, dem sich Jesus selbst aussetzt – als er den Mächtigen zu gefährlich wird – als sie ihn verfolgen und verhaften, foltern und töten.
Wenn dieses „Böse“ kommt, dann flieht Jesus nicht, sondern er bleibt. Er hält aus – in aller Bedrohung und Gefahr.
Er bleibt – an der Seite seiner Jünger – auf der Seite Gottes und seinen Verheißungen – er hält fest an seinem Auftrag, an seiner Botschaft von Gottes Liebe.
Er bleibt und hält an all dem fest – auch noch im Tod!
„Ich lasse mein Leben für die Schafe“
…und niemand kann sie mir entreißen.
Auch das ist neu und anders bei Johannes – da gibt es die Zusage über den Tod hinaus.
Niemand kann die ihm Anvertrauten aus Gottes Hand reißen – niemand kann sie Jesus entreißen – nicht mal der Tod.
Eine Zusage, an der wir uns festhalten, wenn wir von geliebten Menschen Abschied nehmen.
Sie sind nicht verloren, nicht vergessen, nicht allein – sie sind beim guten Hirten – in Gottes Hand – an Jesu Seite – der dieses Tal des Todes selbst durchwandert und überwunden hat.
Ich lasse mein Leben für die Schafe – und – ich gebe ihnen das ewige Leben, sagt Jesus in unserem Text.
Ich bin der gute Hirte und ihr die Schafe?
In mancher Literatur lese ich da großen Widerspruch: wir sind doch keine Schafe. Wir wollen auch gar keine Schafe sein – Schafe, die einem Hirten hinterherlaufen – ohne drüber nachzudenken.
Einfach nur dem Herdentrieb folgen.
Nein, das wollen wir nicht.
Auch wenn ich beim ersten Lesen den Verfassern zustimmen musste – nein, so ein Schaf will ich auch nicht sein…
…bin ich bei der weiteren Arbeit am Text weit davon weggekommen – denn Johannes geht in seinem Ich-Bin-Wort ja darüber hinaus.
Bei ihm sind es keine Schafe, die einem Hirten ohne eigenen Willen und Verstand folgen.
Nein, es sind Menschen, mit ihrem eigenen Kopf – mit ihrer Freiheit – mit ihrer Möglichkeit, richtige Entscheidungen zu treffen und falsche – gute Wege einzuschlagen und andere…
…aber ebenso wenig ist Jesus einfach nur ein Hirte mit Stock und Mantel, der vor seiner Herde herläuft, sich manchmal vielleicht umdreht und schaut, ob noch alle da sind – aber ansonsten seinen Weg geht, mit dem einfachen Ziel seine Herde zu Weide und Wasser zu führen.
Ich bin der gute Hirte…
…was Jesus in diesem Zusammenhang sagt, geht weit über das Hirten-Bild hinaus.
Hier spricht ein Lebens-Begleiter.
Einer, der das Leben kennt – weil er es selbst durchlebt und auch durchlitten hat.
Hier spricht einer – der die guten Stunden kennt und genießen kann – aber der auch das Leiden nicht scheut.
Hier spricht einer, der klare Position bezieht – gegen das Böse.
Und zugleich für die da ist, die ihm anvertraut sind – in jeder Lebenslage.
Es ist ein Hirte, an dem wir uns orientieren können – weil er uns vieles an die Hand gegeben hat, das uns dabei hilft unser Leben zu meistern.
An ihm können wir lernen zu vertrauen, zu glauben, zu hoffen – trotz allem, was uns auch mal herausfordert.
An ihm können wir uns festhalten – wenn die Angst kommt – wenn das Leiden schwer wird, ja sogar, wenn der Tod anklopft.
Ja, Johannes geht in seinem Text weit über dieses Bild des „Hirten“ hinaus – und doch ertappe ich mich dabei, dass ich auch dieses klassische Bild des guten Hirten brauche. Genau dieses Bild, das der Psalm 23 zeichnet.
Das Bild des guten Hirten, der das Schaf an seine Brust drückt, wie es Händel in seinem Choral vertont.
Es sind Bilder, die von Schutz und Halt sprechen – also genau von dem, das ich brauche, wenn ich schwere Zeiten durchlebe.
Es sind Mutworte – die mir erlauben, loszulassen und mich einem anderen anzuvertrauen – mein Leben in die Hand des anderen zu legen. Ich muss nicht alles allein schaffen und allein lösen.
Es sind Worte, die Orientierung geben – die Orientierung, die ich brauche, wenn ich nicht mehr weiterweiß – oder wenn ich aufgerufen bin, mich gegen das Böse zu stellen und für das Gute einzutreten.
Es sind Bilder, die mich auch auffordern, selbst Hirte zu sein.
So wie es der auferstandene Jesus später dem Petrus aufträgt: „Hast du mich lieb? Dann weide meine Schafe!“
Für andere da sein, andere begleiten, halten, trösten, schützen – und manches Mal auch führen und Orientierung teilen.
Ich bin der gute Hirte – das Wort Jesu wie es zusammenklingt mit den Bilder des Alten Testaments ist für mich ein tröstliches Bild – ein stärkendes – eines, in dem ich Zuflucht finde – aber auch eines, das mich mutiger sein lässt – für mein eigenes Leben und für andere Menschen. Amen.
Lied: „Gott ist mein Hirte“
Fürbitten
Gebetsruf: Du sei bei uns, in unsrer Mitte, sei du bei uns, Gott.
(Gotteslob 182)
(Gotteslob 182)
Guter Gott, du bist unser Hirte. Du kennst uns und sorgst für uns.
Du kennst auch unsere Sorgen und Nöte. Du kennst die dunklen Stunden und die mühsamen Wegabschnitte.
Wir denken an alle Menschen, die allein sind. Für die, die keine Freunde oder Angehörigen haben. Für die, die sich ausgeschlossen fühlen. Für die, die fremd sind in unserem Land, in unserer Stadt.
Wir denken an alle Menschen, die krank sind und niemanden haben, der für sie sorgt.
Für die, die Angst haben, für die, die sich Sorgen machen.
Für die, die den Tod vor Augen haben.
Für alle, die um einen Menschen trauern.
Sei du ihr guter Hirte.
Liedruf
Wir denken an alle Menschen, die für andere sorgen müssen und dafür viel Kraft brauchen.
Für Menschen in Familien, die sich um ihre Kinder oder altgewordenen Eltern kümmern,
für Pflegende in Krankenhäusern, Pflegediensten und Heimen.
Wir denken an alle, die sich wie Hirten um Menschen kümmern, die ihnen anvertraut sind – in Schulen, Kindergärten und Gemeinden, in Seelsorge und Begleitung:
dass sie die Menschen kennen und verstehen, wie sie ihnen stärkend zur Seite stehen können. Sei du ihr guter Hirte.
Liedruf
Wir denken an alle Menschen, denen oft die Kraft ausgeht und die nicht mehr weiterwissen.
Für alle, die sich überfordert fühlen von den Aufgaben in Beruf und Privatleben,
für alle, die nicht zurechtkommen in der sich wandelnden Zeit mit ihren Herausforderungen.
Sei du ihr guter Hirte.
Liedruf
Als Nachfolger Jesu stehen wir in der Verantwortung, uns für das Gute, Richtige und Lebenfördernde einzusetzen.
So bitten wir für alle, die sich heute zur Wahl stellen und in unserem Land die Regierung bilden wollen.
Wir bitten für die, die zur Wahl gehen – dass sie sich nicht von Wut und Enttäuschung leiten lassen, sich nicht durch Parolen einwickeln lassen, sondern mit ihrer Stimme ihren Beitrag leisten zu Demokratie und Gerechtigkeit.
Wir bitten auch um Frieden – an so vielen Orten. Die kriegerischen Auseinandersetzungen im Nahen Osten aber auch in Europa machen uns Sorge und wir beten darum, dass dein Friede Herzen erreicht und bewegt und Machthabende in ihrem Handeln leitet.
Sei du ihr guter Hirte.
Liedruf
Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute,
und vergib uns unsre Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
…und der Frieden Gottes…
Abkündigungen
Lied: NL 189 Sei behütet auf deinen Wegen
Segen:
Gott, der gute Hirte, begleite dich auf deinem Weg.
Er gehe dir voran, um dir Pfade, Wege und Straßen zu zeigen,
die du gehen kannst.
Er tröste dich, wenn du nicht mehr kannst.
Er mache dir Mut, wenn du ängstlich bist,
und warne dich, bevor du dich verläufst.
Für dich hat er sein leben eingesetzt,
damit er dich führe zum ewigen Leben.
So segne und behüte dich Gott,
der Vater, der Sohn und der heilige Geist.
(Amen, Amen, Amen)
Musikstück klingt an: Keith Green, The lord is my sheperd
Dazu Text:
Wenn es ihn nicht gäbe, man müsste ihn erfinden
diesen mächtigen Freund und zuverlässigen Begleiter,
diesen guten Hirten, der dich versteht und dir Mut macht
und dich ans Ziel bringt.
Gott sei Dank haben wir uns gefunden.
Nun weiß ich, dass er mich einst erfunden hat
und immer wieder auffindet, damit ich durchfinde.
Nachspiel: Keith Green, The lord is my sheperd


