Gottesdienst am 3. Sonntag nach Epiphanias, 25.01.26

 
Gottesdienst am Dritten Sonntag nach Epiphanias,  25.01.2026  10:00 Uhr in Lichtenau mit Diakonin Nicole Faller und Schuldekan Dr. Helmut Mödritzer
 
 
Wenn Sie an unserem Gottesdienst nicht teilnehmen können, haben Sie hier die Möglichkeit dennoch mit unserer Gottesdienstgemeinschaft verbunden zu sein. (Gerne dürfen Sie diesen Gottesdienst auch  ausdrucken und weitergeben. Bitte nutzen Sie dafür die Druckfunktion Ihres Browsers.)
 
MUSIK ZUM EINGANG
 
VOTUM UND GRUSS
 
Es werden kommen von Osten und von Westen, von Norden und von Süden, die zu Tisch sitzen werden im Reich Gottes.“
(Lukas 13,29)
 
Herzlich willkommen zu diesem Gottesdienst.
Schön, dass wir heute hier sind.
Schön, dass wir uns Zeit nehmen,
zusammenzukommen als Gemeinde.
Heute liegt Dank in der Luft, Erinnerungen und auch Erwartung.
Wir verabschieden Menschen aus dem Kirchengemeinderat,
die Verantwortung getragen und diese Gemeinde mit ihrem Engagement geprägt haben.
Und wir begrüßen Frauen und Männer, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und den gemeinsamen Weg weiterzugehen.
Eigentlich hätte unsere Pfarrerin Ute Braun diesen Gottesdienst gestaltet.
Sie kann heute nicht bei uns sein, und wir wünschen ihr von Herzen gute Genesung.
Umso mehr freue ich mich, dass
Schuldekan Helmut Mödritzer heute mit uns Gottesdienst feiert
und ihn gemeinsam mit mir gestaltet.
Schön, dass Sie da sind.
Freude und Trauer liegen oft nah beieinander – So auch heute in diesem Gottesdienst. 
In den Fürbitten gedenken wir unserem verstorbenen Gemeindemitglied.  An dieser Stelle entzünden wir eine Kerze und sie wird uns diesen Gottesdienst über begleiten. Ich darf die Angehörigen begrüßen und ihnen nochmals mein aufrichtiges Beileid ausdrücken.
So kommen wir heute zusammen – als Gemeinde,
mit dem, was uns freut, und mit dem, was uns bewegt –
und feiern diesen Gottesdienst im Vertrauen darauf,
dass Gott uns nahe ist und uns miteinander verbindet.
 
VOTUM:
Wir feiern diesen Gottesdienst:
Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Gemeinde: Amen.
Der Herr sei mit euch Gemeinde: und mit deinem Geist.
 
 
LIED:
Lobe den Herrn (EG 316)
Strophe 1, 2 und 4
 
  1. Lobe den Herren, den mächtigen König der Ehren,
lob ihn, o Seele, vereint mit den himmlischen Chören.
Kommet zuhauf, Psalter und Harfe, wacht auf,
lasset den Lobgesang hören.
  1. Lobe den Herren, der alles so herrlich regieret,
der dich auf Adelers Fittichen sicher geführet,
der dich erhält, wie es dir selber gefällt;
hast du nicht dieses verspüret?
 
4. Lobe den Herren, der sichtbar dein Leben gesegnet,
der aus dem Himmel mit Strömen der Liebe geregnet.
Denke daran, was der Allmächtige kann,
der dir mit Liebe begegnet!
 
PSALM ZUM EINGANG:
Wir lesen im Wechsel den Psalm 89 (EG 745):
Wenn der Herr nicht das Haus baut,
so arbeiten umsonst, die daran bauen.
Wenn der Herr nicht die Stadt behütet,
so wacht der Wächter umsonst.
Es ist umsonst, dass ihr früh aufsteht
und hernach lange sitzet
und esset euer Brot mit Sorgen;
denn seinen Freunden gibt er es im Schlaf.
EHRE SEI DEM VATER
Ehre sei dem Vater und dem Sohn und dem heiligen Geist,
wie es war im Anfang, jetzt und immer da
und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen
GEBET:
lasst uns beten: (Zeichen zum Aufstehen)
Gott,
wir kommen heute vor dich mit Dankbarkeit
und mit offenen Fragen.
Wir klagen dir, was uns müde macht:
dass Verantwortung oft schwer wiegt,
dass Entscheidungen nicht leichtfallen
und Wege manchmal unübersichtlich werden.
Wir klagen dir, was uns fehlt:
Menschen, die heute nicht bei uns sein können,
Stimmen, die uns vertraut sind,
Sicherheit, wo wir sie gern hätten.
Wir klagen dir auch, wo wir an Grenzen stoßen –
an unsere eigenen und an die der Kirche in dieser Zeit.
Und wir bitten dich: Bleib bei uns, wo wir unsicher sind.
Stärke uns, wo Mut gebraucht wird.
Verbinde uns, wo Unterschiede trennen wollen.
Lass uns spüren, dass wir nicht allein gehen,
sondern getragen sind von dir.
Herr, erbarme dich.
 
KYRIE:
Gemeinde: Herr erbarme dich
Gemeinde: Christi erbarme dich
Gemeinde: Herr erbarm dich über uns
 
GNADENSPRUCH:
So spricht Gott zu dir:
Fürchte dich nicht, ich bin mit dir.
Weiche nicht, denn ich bin dein Gott, ich stärke dich,
ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.
 
 
GLORIA
Ehre sei Gott in der Höhe
Gemeinde: und auf Erden Fried, den
Menschen ein Wohlgefallen.
LIED:
(wo Menschen sich vergessen)
Da berühren sich Himmel und Erde (NL 93)
Strophe 1 – 3
 
  1. Wo Menschen sich vergessen, die Wege verlassen
    Und neu beginnen, ganz neu
Ref: Da berühren sich Himmel und Erde
Dass Frieden werde unter uns

2. Wo Menschen sich verschenken, die Liebe bedenken
Und neu beginnen, ganz neu
Ref: Da berühren sich Himmel und Erde

3. Wo Menschen sich verbünden, den Hass überwinden
Und neu beginnen, ganz neu
 
Ref: Da berühren sich Himmel und Erde
 
 
PREDIGT:
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, der da war, der da ist und der da kommt. Amen
Siehe, ich mache alles neu.
So spricht Gott.
Nicht wir. Nicht der Kirchengemeinderat.
Nicht die Kirche. Nicht einmal der Glaube.
Gott.
Und das ist gut so.
Denn wenn wir ehrlich sind:
Wir machen selten alles neu.
Wir verwalten. Wir bewahren. Wir reparieren.
Manchmal verschieben wir Dinge.
Aber
neu – das macht uns eher Angst.
Denn neu heißt: nicht alles bleibt, wie es war.
Neu heißt: Manches trägt nicht mehr.
Neu heißt auch: Ich weiß nicht genau, wie es wird.
Dieser Satz aus der Offenbarung fällt nicht in eine Aufbruchsstimmung.
Er fällt
in eine Zeit der Erschöpfung.
Die Gemeinden, an die er gerichtet ist, sind klein.
Unter Druck – Verunsichert
Nicht einflussreich – Nicht erfolgreich.
Und genau dort sagt Gott nicht: „Strengt euch mehr an.“
Er sagt nicht: „Organisiert euch besser.“
Er sagt nicht: „Haltet durch.“
Er sagt: „Siehe.“
Schaut hin. Nicht auf das, was fehlt.
Nicht auf das, was nicht mehr geht.
Nicht nur auf euch selbst.
Sondern auf mich.
Siehe, ich mache alles neu.
Das ist kein Appell.
Das ist ein Versprechen.
Und es ist eine Entlastung.
Gerade heute.
In einem Gottesdienst, in dem wir verabschieden
und einführen.
In dem Verantwortung weitergegeben wird.
In dem Menschen gehen und andere bleiben
oder neu dazukommen.
Kirchengemeinderat – das klingt nach Sitzungen, Tagesordnungen, Entscheidungen.
Und ja, das ist es auch.
Aber zuerst ist es etwas anderes:
Es ist das Vertrauen darauf,
dass Gott seine Gemeinde nicht loslässt.
Auch dann nicht, wenn wir uns unsicher fühlen.
Auch dann nicht, wenn wir lieber jemanden dabeihätten,
der heute fehlt.
Auch dann nicht, wenn wir spüren, wie zerbrechlich Kirche geworden ist.
Siehe, ich mache alles neu.
Das Neue beginnt nicht irgendwann.
Nicht erst, wenn alles geregelt ist.
Nicht erst, wenn wir stark genug sind.
Es beginnt mitten im Übergang.
Mitten im Unfertigen.
Mitten in einer Gemeinde, die nicht perfekt ist –
aber versammelt.
Und vielleicht ist das das Wichtigste,
was wir heute hören müssen:
Die Zukunft der Kirche liegt nicht in unseren Händen.
Aber sie ist auch nicht verloren.
Sie liegt in Gottes Händen.
Und diese Hände sind größer als unsere Angst
und geduldiger als unsere Konzepte.
Siehe, ich mache alles neu.
Darum gehen wir weiter – nicht weil wir wissen, wie es wird,
sondern weil Gott gesagt hat, dass er bleibt.
Amen.
 
LIED:
Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt (EG 609)
Strophe 1 – 3
 
  1. Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt,
fährt durch das Meer der Zeit.
Das Ziel, das ihm die Richtung weist, heißt Gottes Ewigkeit.
Das Schiff, es fährt vom Sturm bedroht durch Angst, Not
und Gefahr, Verzweiflung, Hoffnung, Kampf und Sieg,
so fährt es Jahr um Jahr.
Und immer wieder fragt man sich:
Wird denn das Schiff bestehn?
Erreicht es wohl das große Ziel? Wird es nicht untergehn?
 
Ref: Bleibe bei uns, Herr! Bleibe bei uns, Herr,
denn sonst sind wir allein auf der Fahrt durch das Meer.
O bleibe bei uns, Herr!
 
  1. Das Schiff, das sich Gemeinde nennt, liegt oft im Hafen fest,
weil sich’s in Sicherheit und Ruh bequemer leben lässt.
Man sonnt sich gern im alten Glanz vergangner Herrlichkeit,
und ist doch heute für den Ruf zur Ausfahrt nicht bereit.
Doch wer Gefahr und Leiden scheut, erlebt von Gott nicht viel.
Nur wer das Wagnis auf sich nimmt, erreicht das große Ziel!
 
Ref: Bleibe bei uns, Herr!
 
  1. Im Schiff, das sich Gemeinde nennt,
muss eine Mannschaft sein,
sonst ist man auf der weiten Fahrt verloren und allein.
Ein jeder stehe, wo er steht, und tue seine Pflicht,
wenn er sein Teil nicht treu erfüllt, gelingt das Ganze nicht.
Und was die Mannschaft auf dem Schiff ganz fest zusammenschweißt in Glaube, Hoffnung, Zuversicht,
ist Gottes guter Geist
 
Ref: Bleibe bei uns, Herr!
 
  1. Im Schiff, das sich Gemeinde nennt, fragt man sich hin und her: Wie finden wir den rechten Kurs zur Fahrt im weiten Meer? Der rät wohl dies, der andre das, man redet lang und viel und kommt - kurzsichtig, wie man ist - nur weiter weg vom Ziel. Doch da, wo man das Laute flieht und lieber horcht und schweigt, bekommt von Gott man ganz gewiss den rechten Weg gezeigt!
 
Ref: Bleibe bei uns, Herr!
 
  1. Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt, fährt durch das Meer der Zeit. Das Ziel, das ihm die Richtung weist, heißt Gottes Ewigkeit. Und wenn uns Einsamkeit bedroht, wenn Angst uns überfällt: Viel Freunde sind mit unterwegs auf gleichen Kurs gestellt. Das gibt uns wieder neuen Mut, wir sind nicht mehr allein. So läuft das Schiff nach langer Fahrt in Gottes Hafen ein!
 
Ref: Bleibe bei uns, Herr!
 
Helmut Mödritzer:
Eine Gemeinde ist lebendig, wenn ihre Glieder auf vielfältige Weise daran mitwirken, das Evangelium von Jesus Christus weiterzutragen. Dazu gehört auch die Aufgabe, die Gemeinde zu leiten.
In diesem Gottesdienst sollen die neu gewählten KGR:innen der beiden Kirchengemeinden Lichtenau und Scherzheim in ihr Amt eingeführt werden.
 
Nicole Faller:
Zuvor möchten wir uns bei den Mitgliedern der alten KGRs bedanken, die in der letzten Amtsperiode die Gemeinden geleitet und sich mit ihrem engagierten Mitdenken und Gestalten für die beiden Gemeinden eingebracht haben. Es waren turbulente Zeiten.
Einige haben sich wieder aufstellen lassen, aber einige verabschieden wir auch aus dem Ältestenkreis.
Das aus dem Amt ausscheidende Mitglied des KGRs aus Scherzheim Annemarie Wahl kann heute leider aus gesundheitlichen Gründen nicht anwesend sein (dann schaue ich mal privat bei ihr vorbei).
Aus dem KGR Lichtenau-Rheinmünster scheiden die Mitglieder: Brigitte Vogel sowie Rolf Müller, der bisherige Vorsitzende des KGR aus.
Ich bitte nun alle KGR:innen nach vorne, die in der letzten Amtsperiode ihren Dienst getan haben.
(Brigitte Vogel, Nina Krüner, Uschi Pip, Ulrike Riedinger und Rolf Müller aus der KG Lichtenau-Rheinmünster.
Alexandra Schneider, Christian Fritz und Daniel Walter aus der KG Scherzheim-Muckenschopf)
 
Helmut Mödritzer:
Ihr habt über Jahre hinweg eure Zeit, Begabung und Kraft in den Dienst der Gemeinde gestellt und an vielen Entscheidungen mitgewirkt, die den Weg der Gemeinde geprägt haben. Im Namen der beiden Gemeinden sowie im Namen unseres Kirchenbezirks danke ich Ihnen heute für euren Dienst. Ihr werdet nun von der Mitarbeit in der Leitung der Gemeinde entbunden.
 
EHRUNG:
Liebe Gemeinde, ich darf an dieser Stelle namentlich zwei KGR:innen ehren und würdigen. Diese Ehrung geschieht auf Initiative Ihrer Gemeinden, und mir als Teil der Leitung unseres KBs obliegt es, diese durchzuführen.
Als evangelische Kirche wissen wir: Die in der Kirche ehrenamtlich Tätigen sind der wahre Schatz unserer Kirche. Bei aller Wichtigkeit der hauptamtlich Tätigen sind und bleiben doch die ehrenamtlich Tätigen diejenigen, der einer Gemeinde Gesicht und Konstanz verleihen. Auch wenn wir in unserer Kirche ärmer werden, weil wir weniger Geld und Gebäude haben werden – wir bleiben doch reich durch die Menschen, die sich in ihr engagiert haben und sich weiterhin engagieren.
In unserer badischen Kirche ehren wir ehrenamtlich Tätige durch eine goldene Ehrennadel. Ich durfte bisher zwei Mal (erst zwei Mal) solche goldenen Ehrennadeln verleihen. Das hier ist also ein wirklich besonderer Moment. Die Reihenfolge der nun Geehrten folgt deren Jahre im KGR.
Ich beginne mit Frau Brigitte Vogel. Liebe Frau Vogel, wir ehren Sie für 30 Jahre im Amt als KGR’in, darin waren Sie Protokollführerin, sowie für Ihren Besuchsdienst (macht weiter) und die Seniorengeburtstage. Ich darf Ihnen die Goldene Ehrennadel anstecken und Ihnen herzlich danken.
Sodann ehren wir heute Morgen Frau Annemarie Wahl. Liebe Frau Wahl, Sie waren 18 Jahre Mitglied im KGR und haben sich darüber hinaus ebenfalls im Besuchsdienst engagiert und früher im Frauenkreis. Ich darf auch Ihnen die Goldene Ehrennadel anstecken und Ihnen herzlich danken.
 
Nicole Faller:
Geht nun mit dem Segen Gottes.
Gott helfe euch, Abschied zu nehmen von Aufgaben, die euch erfüllt haben.
Gott stärke euch für Herausforderungen, die vor euch liegen.
Gott wende zum Guten, was ihr versäumt habt.
Gott lasse euch seine Nähe spüren.
So segne euch der barmherzige Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Handschlag und Geschenk: Nicole Faller + Silke Hofmann
 
LIED:
(Wir wollen) aufsteh’n, aufeinander zugeh’n (NL 220)
Strophe 1 – 2
 
Ref: Wir wollen aufstehn, aufeinander zugehn
Voneinander lernen, miteinander umzugehn
Aufstehn, aufeinander zugehn
Und uns nicht entfernen, wenn wir etwas nicht verstehn
 
  1. Viel zu lange rumgelegen, viel zu viel schon lamentiert
    Es wird Zeit, sich zu bewegen
Höchste Zeit, dass was passiert
 
Ref: Wir wollen aufstehn, aufeinander zugehn
 
  1. Jeder hat was einzubringen, diese Vielfalt wunderbar
    Neue Lieder wolln wir singen, neue Texte laut und klar
 
Ref: Wir wollen aufstehn, aufeinander zugehn
EINLEITUNG UND BITTLIED UM DEN HEILIGEN GEIST
 
Helmut Mödritzer
Die Männer und Frauen, die in die beiden KGR Scherzheim-Muckenschopf und Lichtenau-Rheinmünster gewählt wurden, sollen nun in ihr Amt eingeführt werden.
Gewählt wurden
in den KGR Scherzheim-Muckenschopf:
1. Christian Fritz Wohnort: Scherzheim
2. Karl-Jörg Hübner Wohnort: Scherzheim
3. Sandra Kautz Wohnort: Lichtenau-Muckenschopf
4. Alexandra Schneider Wohnort: Bühl-Oberbruch
5. Walther, Daniel Wohnort: Scherzheim
 
und in den KGR Lichtenau-Rheinmünster wurden gewählt:
  1. Fritz, Tanja Wohnort: Rheinmünster-Stollhofen
  2. Krüner, Nina Wohnort: Rheinmünster-Schwarzach
3. Lutze, Florian Wohnort: Lichtenau
4. Pip, Uschi Wohnort: Rheinmünster-Greffern
5. Riedinger, Ulrike Wohnort: Lichtenau-Ulm
Wer den Dienst einer KGR‘in, eines KGR übernimmt, ist auf unsere Fürbitte und den Beistand des Heiligen Geistes angewiesen. So bitten wir um sein Kommen und singen:
 
LIED:
Herr ich komme zu dir (NL 51)
(Die Angesprochenen treten herzu und bilden einen Kreis bzw. Halbkreis.)
 
Herr, ich komme zu dir
Und ich steh' vor dir, so wie ich bin
Alles was mich bewegt lege ich vor dich hin
Herr, ich komme zu dir
Und ich schütte mein Herz bei dir aus
Was mich hindert ganz bei dir zu sein räume aus!
Meine Sorgen sind dir nicht verborgen
Du wirst sorgen für mich
Voll Vertrauen will ich auf dich schauen
Herr, ich baue auf dich!
Gib mir ein neues ungeteiltes Herz
Lege ein neues Lied in meinen Mund
Fülle mich neu mit deinem Geist
Denn du bewirkst dein Lob in mir
 
 
LESUNGEN
 
Nicole Faller:
Hört, was die Heilige Schrift über die Leitung der Gemeinde sagt! Im 4. Kapitel des Epheserbriefes lesen wir:
Lasst uns wahrhaftig sein in der Liebe und wachsen in allen Stücken zu dem hin, der das Haupt ist, Christus, von dem aus der ganze Leib zusammengefügt ist und ein Glied am andern hängt durch alle Gelenke, wodurch jedes Glied das andere unterstützt nach dem Maß seiner Kraft und macht, dass der Leib wächst und sich selbst aufbaut in der Liebe. Epheser 4,15-16
 
Melanie Walther:
Im 4. Kapitel des 1. Petrusbriefes heißt es:
Dient einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes: Wenn jemand predigt, dass er’s rede als Gottes Wort; wenn jemand dient, dass er’s tue aus der Kraft, die Gott gewährt, damit in allen Dingen Gott gepriesen werde durch Jesus Christus. Sein ist die Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. 1. Petrus 4,10-11
 
 
VERPFLICHTUNG
Helmut Mödritzer:
So frage ich euch: Wollt ihr das Amt von KGR’innen und KGR’en in diesen beiden Gemeinde, die bald eins sein werden, führen gemäß dem Evangelium von Jesus Christus, wie es in der Heiligen Schrift gegeben und in den Bekenntnissen unserer Kirche bezeugt ist, und seid ihr bereit, Verantwortung zu übernehmen für den Gottesdienst, für die pädagogischen und diakonischen, ökumenischen und missionarischen Aufgaben der Gemeinden sowie für Lehre, Einheit und Ordnung der Kirche, so reicht mir die Hand und antwortet: Ja, mit Gottes Hilfe.
Helmut Mödritzer geht nacheinander zu den Einzuführenden, sie reichen dem Einführenden die Hand und sprechen: Ja, mit Gottes Hilfe.
 
FÜRBITTE
Nicole Faller:
Lasst uns beten:
Allmächtiger Gott, barmherziger Vater,
wir danken dir, dass du Menschen bereit machst zur Mitarbeit in deiner Kirche.
Hilf unseren KGR’innen und KGR’en mit der Kraft deines Geistes.
Schenke ihnen Freude an ihrem Dienst.
Bewahre sie vor Entmutigung. Segne sie in ihrem Amt.
Verbinde sie untereinander und mit uns allen
im Dienst der Liebe und im Lob deines Namens.
Durch Jesus Christus, unseren Herrn.
Gemeinde: Amen.
SEGEN
 
Helmut Mödritzer
Der Herr, unser Gott, hat euch zu seinem Dienst berufen.
Christus spricht: Nicht ihr habt mich erwählt, sondern ich habe euch erwählt und bestimmt, dass ihr hingeht und Frucht bringt und eure Frucht bleibt. Johannes 15,16a
 
Nicole Faller und Helmut Mödritzer
segnen mit Handauflegung die KGR:innen, die im Halbkreis stehen.
(z.B. Gott, der Herr, segne euch; er segne euren Dienst und erhalte euch in seiner Gnade.)
 
 
WORT AN DIE GEMEINDE
Helmut Mödritzer:
Liebe Gemeinde,
ich bitte euch: Achtet den Dienst eurer Ältesten, steht ihnen bei und betet für sie, dass sie ihren Dienst mit Freude tun und nicht müde werden. Bedenkt, dass wir alle aufgrund der Taufe zum Zeugnis und Dienst in der Welt berufen sind. Der Gott des Friedens mache uns tüchtig in allem Guten, zu tun seinen Willen, und schaffe in uns, was ihm gefällt, durch Jesus Christus. Ihm sei Ehre in Ewigkeit.
Gemeinde: Amen.
 
Überreichen der Geschenke
LIED:
(Wir wollen) aufsteh’n, aufeinander zugeh’n (NL 220)
Strophe 3 – 4
 
Ref: Wir wollen aufstehn, aufeinander zugehn
Voneinander lernen, miteinander umzugehn
Aufstehn, aufeinander zugehn
Und uns nicht entfernen, wenn wir etwas nicht verstehn
 
  1. Diese Welt ist uns gegeben, wir sind alle Gäste hier
    Wenn wir nicht zusammenleben
    Kann die Menschheit nur verliern
 
Ref: Wir wollen aufstehn, aufeinander zugehn
  1. Dass aus Fremden Nachbarn werden,
Das geschieht nicht von allein
Dass aus Nachbarn Freunde werden
Dafür setzten wir uns ein
 
Ref: Wir wollen aufstehn, aufeinander zugehn
Fürbitten Nicole Faller und Helmut Mödritzer
Helmut Mödritzer:
Wir beten miteinander und füreinander.
Gott, Vieles verändert sich und verunsichert uns. Wir kommen damit zu dir, wohin sonst sollen wir gehen.
Wir bitten dich für unsere KGR:innen und alle, die sich in unseren Gemeinden und unserer Kirche engagieren. Wir bitten auch für Pfarrerin Ute Braun und Diakonin Nicole Faller. Segne sie und alle in ihrer Arbeit. Behüte sie in ihrem Tun. Gib ihnen Kraft, Liebe und Besonnenheit.
Nicole Faller:
Wir bitten dich um Frieden. Viele von uns sind gerade unruhig und unsicher. Gib unseren Füßen einen festen Stand und unsere Herzen halte lebendig. Hilf, dass Frieden wird in uns und in unserer Welt.
Helmut Mödritzer
Wir bitten dich für all das, was das noch junge Jahr für uns bereithält. Hoffnungsfroh hören wir auf deine Botschaft, die in der Jahreslosung zum Ausdruck kommt: Siehe ich mache alles neu.
Führe und leite uns auf deinen Wegen. Gib uns Kraft und Sicherheit für all das, was uns erwarten wird.
Wir bitten dich auch für die, denen es nicht so gut geht, Menschen in Krankheit, Menschen, die trauern, Menschen, die einsam sind.
Mach unsere Herzen weit und gelassen. Berühre uns und unsere Seele mit deinem Glanz, gib uns Worte, die führen, leiten und tragen.
Nicole Faller:
Gott,
wir denken heute an das verstorbene Gemeindemitglied.
Wir bringen dir die Menschen, die um ihn trauern,
die ihn vermissen und die ihn loslassen mussten.
Du kennst ihre Verbundenheit, ihre Nähe zur Kirche,
ihren Glauben und auch das, was im Abschied schwer war.
Manches ist nicht so gewesen,
wie man es sich gewünscht hätte.
Nicht alles hatte seinen Platz.
Nicht alles konnte gesagt werden.
Wir bitten dich:
Halte du, was offen geblieben ist.
Tröste, wo etwas schmerzt.
Und sei besonders nahe,
wo Menschen sich allein gefühlt haben.
Nimm ihn auf in deinen Frieden.
Und begleite alle, die um ihn trauern,
mit deiner stillen, stärkenden Nähe.
So legen wir alles in deine Hände und beten gemeinsam:
 
VATER UNSER:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name. Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen
KANZELSEGEN:
Der Friede Gottes welcher höher ist als alle Vernunft bewahre eure Herzen und Sinne in Christus Jesus.
Gemeinde: Amen.
 
ABKÜNDIGUNGEN:
Die Gemeinde hat noch Folgendes bekannt zu geben:
 
Einladung zum Kirchenkaffee
Ein Gottesdienst lebt nicht nur von dem Wort,
er lebt von Menschen, leise, hier am Ort.
Drum sagen wir heute, schlicht und konkret:
Danke!
Schön, dass es euch gibt!
 
LIED:
Geh unter der Gnade (NL 139)
Strophe 1 – 3
Ref: Geh unter der Gnade, geh mit Gottes Segen
Geh in seinem Frieden, was auch immer du tust
Geh unter der Gnade, hör auf Gottes Worte
Bleib in seiner Nähe, ob du wachst oder ruhst


  1. Alte Stunden, alte Tage, lässt du zögernd nur zurück
    Wohlvertraut wie alte Kleider sind sie dir durch Leid und Glück
 
Ref: Geh unter der Gnade, geh mit Gottes Segen
  1. Neue Stunden, neue Tage zögernd nur steigst du hinein
    Wird die neue Zeit dir passen, ist sie dir zu groß, zu klein?
 
Ref: Geh unter der Gnade, geh mit Gottes Segen
  1. Gute Wünsche, gute Worte, wollen dir Begleiter sein
    Doch die besten Wünsche münden alle in den einen ein
 
Ref: Geh unter der Gnade, geh mit Gottes Segen
 
 
SEGEN
Gott segne alle,
die in dieser Gemeinde Verantwortung tragen,
und alle, die sie mittragen.
Er begleite die, die entscheiden,
und die, die den Weg teilen.
Er schenke uns Vertrauen füreinander
und den Mut, weiterzugehen.
So segne uns Gott
der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.
Gemeinde: Amen.
 
MUSIK ZUM AUSGANG