Musikalischer Weihnachtsgottesdienst mit festlicher Chormusik von Felix Mendelssohn Bartholdy, 28.12.2025 10:00 Uhr in Lichtenau mit Pfarrerin Ute Braun
Weihnachten mit Mendelssohn
Musikalischer Weihnachtsgottesdienst mit festlicher Chormusik von Felix Mendelssohn Bartholdy
25. Dezember 2025, 17 Uhr, Evangelische Stadtkirche Baden-Baden
28. Dezember 2025, 10 Uhr, Evangelische Kirche Lichtenau
Präludium G-Dur für Orgel von Felix Mendelssohn Bartholdy
Gemeindelied: EG 45,1-3: „Herbei o ihr Gläub‘gen“ (Satz: David Willocks)
1. Herbei, o ihr Gläub‘gen, fröhlich triumphieret, o kommet, o kommet nach Bethlehem! Sehet das Kindlein, uns zum Heil geboren! O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König!
2. Du König der Ehren, Herrscher der Heerscharen, verschmähst nicht zu ruhen in Marien Schoß.
Gott, wahrer Gott, von Ewigkeit geboren! O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König!
Gott, wahrer Gott, von Ewigkeit geboren! O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König!
3. Kommt, singet dem Herren, singt ihr Engelchöre! Frohlocket, frohlocket, ihr Seligen: „Ehre sei Gott im Himmel und auf Erden!“ O lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten, o lasset uns anbeten den König!
VOTUM und Hinführung:
Wir feiern unseren Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Wir feiern unseren Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Von Engeln, dem Stern Jakobs, Freuden- und Friedensboten hören wir heute.
Felix Mendelssohn Bartholdy hat die vertrauten Texte in Kantaten und Liedern neu zum Ausdruck gebracht.
Engel, Stern, Friedensboten – sie alle führen uns noch einmal in den Stall von Bethlehem.
Nehmen uns mit hinein in das Wunder von Jesu Geburt.
Gott kommt uns nah – um Menschenherzen zu berühren und zu verwandeln – damit wir seine Freudenbotschaft weitertragen in die Welt – seinen Frieden verkünden und leben.
Beten wir gemeinsam den Psalm…
Psalm 126 – Lukas 2 – Auf dem Weg zur Krippe (Uwe Seidel) – gemeinsam gesprochen
Ich habe mich auf den Weg gemacht:
Wie einer der Könige suchte ich
nach einem Lichtpunkt
am dunklen Himmel
Wie einer der Könige suchte ich
nach einem Lichtpunkt
am dunklen Himmel
Wie einer der Hoffnungslosen suchte ich
nach einem Funken Hoffnung in dieser Welt.
Wie einer aus der Verlorenheit suchte ich
ein Zuhause bei Gott.
nach einem Funken Hoffnung in dieser Welt.
Wie einer aus der Verlorenheit suchte ich
ein Zuhause bei Gott.
Ich suchte Gott bei den Menschen,
und fand einen Blick, der mich verstand,
und fand eine Hand, die mich suchte,
und fand einen Mund, der zu mir Ja sagte.
und fand einen Blick, der mich verstand,
und fand eine Hand, die mich suchte,
und fand einen Mund, der zu mir Ja sagte.
Ich fand Gott nach langem Suchen:
sehr arm, nicht mächtig, nicht prächtig
sehr bescheiden, alltäglich,
sehr arm, nicht mächtig, nicht prächtig
sehr bescheiden, alltäglich,
als Kind in der Krippe,
nackt, frierend, hilflos,
mit einem Lächeln durch die Zeiten;
das erreichte mich in meinen Dunkelheiten.
nackt, frierend, hilflos,
mit einem Lächeln durch die Zeiten;
das erreichte mich in meinen Dunkelheiten.
Gott fing ganz klein an - auch bei mir.
gesungen: Ehr sei dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist, wie es war im Anfang, jetzt und immerdar und von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
Gebet
Gott, wir sehnen uns danach,
dass dein Licht in unser Leben scheint und alle Dunkelheit durchdringt –
dass deine Freude uns erfüllt und alles Schwere vertreibt –
dass dein Friede Raum einnimmt – in deiner Welt und in uns selbst.
Hilf uns, deine Geburt neu zu begreifen – für uns heute und hier.
Das bitten wir dich von Mensch zu Mensch.
Von du zu du.
Das bitten wir dich von Mensch zu Mensch.
Von du zu du.
Amen.
Chorkantate „Vom Himmel hoch“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (Bearbeitung: Alain Ebert)
Chor: 1. Vom Himmel hoch, da komm' ich her, ich bring' euch gute neue Mär, der guten Mär bring' ich soviel, davon ich sing'n und sagen will.
Chor und Gemeinde ad libitum: 2. Euch ist ein Kindlein heut geborn von einer Jungfrau auserkorn, ein Kindelein so zart und fein, das soll eur Freud und Wonne sein.
Kurztext: (Tina Willms, in: Lichtgewand und Alltagskleid)
In dieser Nacht kniet der Himmel nieder.
Neigt sich zu denen, die am Boden sind.
Schaut den Gebeugten ins Gesicht.
Richtet auf die Gefallenen.
Erhebt eure Häupter, sagt er.
Seht nur das Licht.
Hört doch! Die Engel - sie singen:
„Fürchtet euch nicht!“
Choral Chor und Gemeinde ad libitum:
3. Es ist der Herr Christ, unser Gott, der will euch führn aus aller Not, er will eur Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein.
3. Es ist der Herr Christ, unser Gott, der will euch führn aus aller Not, er will eur Heiland selber sein, von allen Sünden machen rein.
4. Er bringt euch alle Seligkeit, die Gott der Vater hat bereit', dass ihr mit uns im Himmelreich sollt leben nun und ewiglich.
Kurztext (Max Feigenwinter, in: Freude, Schätze aus 20 Jahren der „Andere Advent“)
Vielleicht geht dir
in der Mitte der Nacht ein Licht auf
vielleicht ahnst du plötzlich
dass Frieden auf Erden denkbar ist
vielleicht erfährst du schmerzhaft
dass du altes zurücklassen musst
vielleicht spürst du
dass sich etwas verändern wird
vielleicht wirst du aufgefordert
aufzustehen und aufzubrechen
schweige und höre
sammle Kräfte und brich auf
damit du den Ort findest
und neues Leben möglich ist.
Chor: 15. Lob, Ehr sei Gott im höchsten Thron, der uns schenkt seinen eingen Sohn. Des freuet sich der Engel Schar' und singet uns solch neues Jahr.
Schriftlesung: Jesaja 9 in leichter Sprache:
Ein Volk ist im Dunkeln unterwegs.
Aber das Volk sieht ein großes Licht.
Das Licht scheint sehr hell.
Über allen Menschen im dunklen Land.
Da loben die Menschen Gott vor Freude und sagen:
Gott, du lässt uns wieder jubeln!
Wir können uns wieder freuen.
Bei dir werden Menschen froh.
So froh wie Leute nach einer guten Ernte.
Bei dir werden Menschen glücklich.
So glücklich wie Leute, die ein Geschenk bekommen.
Denn du hast die schwere Last von ihren Schultern genommen.
Stäbe zum Schlagen hast du zerbrochen.
Jeder Kriegs-Stiefel wird verbrannt.
Und jeder Mantel voll mit Blut verbrennt im Feuer.
Denn für uns ist ein Kind geboren.
Ein Sohn ist uns gegeben.
Er hat jetzt die Herrschaft.
Und er heißt: Wunder-Rat, Gott-Held, Ewig-Vater, Friede-Fürst.
Überall soll er herrschen. Und der Friede geht immer weiter.
Auf dem Thron von David und in seinem ganzen Königreich.
Er macht den Frieden stark.
Denn der Sohn ist gerecht. Heute und immer.
Das alles tut Gott. Er ist der Herr über alle Engel.
Chor mit Gemeinde ad libitum Lied: „Freuet Euch, ihr Menschenkinder“
(Hark! The herald angels sing – T: Charles Wesley, M: Felix Mendelssohn Bartholdy, dt. Übertragung: Josef Michel)
(Hark! The herald angels sing – T: Charles Wesley, M: Felix Mendelssohn Bartholdy, dt. Übertragung: Josef Michel)
1. Freuet euch, ihr Menschenkinder, freut euch alle groß und klein. Freuet euch verlorne Sünder: Selig, selig sollt ihr sein. Gott, dem sich die Himmel neigen, dem die ganze Welt zu eigen, hat sich zu uns aufgemacht, Mensch zu werden in der Nacht. Freut euch alle groß und klein, ewig selig sollt ihr sein, ewig selig sollt ihr sein.
2. Hört, der Engel helle Lieder: „Ehre sei Gott in der Höh!“ Weit im Lande klingt es wieder heute so, wie eh und je: Gottes Friede sei mit allen, jedem gilt sein Wohlgefallen, heut ist euch sein Heil so nah, stimmt mit ein: Halleluja! Freut euch alle groß und klein, ewig selig sollt ihr sein, ewig selig sollt ihr sein.
Ansprache
Engel und Hirten
Stern und Weise
Licht und Finsternis
Gesang und Schweigen
Furcht und Hoffnung
Sie alle sind Teil unserer vertrauten Weihnachtstexte.
Klingen zusammen – leuchten zusammen
Sollen Menschenherzen berühren.
Die Hoffnung, von der sie erzählen – sie trifft auf eine Sehnsucht der Menschen, die noch viel älter ist.
Jesaja beschreibt die Dunkelheit, unter der Menschen leiden.
Er spricht von Gewalt und Krieg,
von Einsamkeit und Angst,
von Zerstörung und Heimatlosigkeit.
Und von einer großen Sehnsucht, dass es eines Tages anders werden kann:
Das Volk im Dunkeln sieht Licht.
Es hört von einem Neuanfang.
Gewalt wird gebrochen
Kriege beendet
Ein Kind geboren
Mit diesem Kind verbindet Jesaja die Hoffnung auf gerechten Frieden, auf Hilfe und Rettung
Zu schön, um wahr zu sein?
Zu wundersam?
Was kann ein Kind schon ausrichten?
Es ist ein Anfang – ein Neu-Anfang!
Wir hören die Kantaten heute - und sofort klingen die Weihnachtsgeschichten mit.
Von Hirten und Engeln,
Weisen und Stern
Stall und Kind
Und doch erreichen uns diese Kantaten anders als die Texte, die wir schon auswendig mitsprechen können.
Sie dringen tiefer.
Ich stell mir vor, dass es bei den Hirten damals ähnlich war.
Vielleicht kannten sie die Verheißungen des Propheten Jesaja –
Vielleicht auch nicht…
Ganz sicher aber kannten sie die Sehnsucht nach gerechtem Frieden, nach Gemeinschaft, nach Licht und Wärme, nach Orientierung, nach Heimat.
Ankommen und angenommen sein.
Tag für Tag sind sie bei ihren Schafen.
Nacht für Nacht halten sie Wache über sie.
Vielleicht erzählen sie einander Geschichten, um wach zu bleiben.
Vielleicht schauen sie auch schweigend in das Feuer, das ihnen in den kalten Nächten ein bisschen Wärme bringt.
Oh ja, die Sehnsucht kennen sie – dass das Leben anders sein könnte – auch für sie.
Und dann ist da auf einmal dieses Licht – dieses unglaublich helle Licht.
Der Bote, der zu ihnen spricht.
Ausgerechnet zu ihnen.
Und da ist der Chor – ein ganzer Chor – der von Frieden singt und von Gerechtigkeit.
Von Gottes Wirken in der Welt – von seiner Liebe zu den Menschen.
Und der Chor singt für sie.
Vielleicht bekamen die Hirten Gänsehaut – wie es uns geht, wenn uns etwas ganz besonders berührt.
Vielleicht wurde es ihnen auch ganz warm – so ganz aus dem Inneren heraus.
Vielleicht waren sie auch erstmal wie erstarrt – zu wundersam und furchteinflößend war dieses nächtliche Bild.
Aber dann, dann machen sie sich auf.
Gehen das Kind suchen, von dem ihnen gesagt und gesungen worden war.
Wie groß muss ihre Sehnsucht gewesen sein, dass sie mitten in der Nacht aufbrachen, um zu suchen, um zu finden.
Und es sind noch andere unterwegs durch die Nacht – um zu suchen.
Sie folgen einem Hoffnungsstern.
Einem Stern, der einen Friedenskönig verheißt.
Sie wissen nicht, wohin sie gehen und auch nicht, was sie dort erwarten wird
Ihr Weg führt nicht geradlinig zum Ziel.
Vielleicht denken diese Sterndeuter zu sehr in ihren Mustern und rechnen nicht damit, dass der Himmel andere Maßstäbe hat.
Vielleicht haben sie den Stern auch von Zeit zu Zeit aus den Augen verloren – ebenso wie die Hoffnung.
Aber schließlich kommen auch sie an – finden das Kind –
Und es ist ganz anders, als sie sich das vorgestellt haben.
Doch sie spüren – hier sind sie angekommen, angenommen – und sie öffnen ihre Schätze vor dem Kind – breiten aus, was sie mitgebracht haben
…breiten aus, was sie gehört haben…
Beide – die Weisen und die Hirten!
Erst dann – gehen sie wieder zurück in ihre Welt…
Berührt, erfüllt, verwandelt.
Und sie erzählen von dem, was sie erlebt haben.
Sie breiten die Worte aus – Worte des Friedens, des Lichts, der Liebe, der Freude.
Hirten und Weise werden zu Freuden- und Friedensboten.
Licht im Dunkel –
Wir kennen diese Sehnsucht
Nach Frieden und Gerechtigkeit
Nach Gottes sichtbarem Wirken in der Welt
Nach einem Neuanfang – wieder neu oder nochmal neu.
Ist unsere Sehnsucht groß genug?
Unser Glaube hoffnungsvoll genug, dass er noch damit rechnet, dass Gott wirkt?
Halten wir überhaupt Ausschau nach einem Hoffnungsstern.
Sind wir leise genug, hörend genug – um die Botschaft der Engel in unserem alltäglichen Tun, Rennen und Sorgen wahrzunehmen?
Hören wir, spüren wir, was uns zugesagt und zugesungen wird? Auch heute!
Und wenn wir es gehört haben – was dann?
Haben wir den Mut, uns wie die Hirten und die Weisen auf den Weg zu machen?
Ohne zu wissen, wo wir ankommen?
Irrwege, Wüstenwege, Dunkelheiten in Kauf zu nehmen?
Ich weiß es nicht – aber ich hoffe es…
…denn Stern und Engel sind nur die Wegweiser zum Kind
Glanz und Chor sind nur die Boten…
…damit wir aufbrechen – vertrauen, glauben, hoffen, suchen, finden…
…und verwandelt werden.
Damit wir selbst zu Friedens- und Freudenboten werden können, in unserer Welt, die sich so sehr nach Licht und Hoffnung sehnt.
Amen.
Chorkantate «Die Geburt Christi» Teil 1 des Oratorienfragments Christus von Felix Mendelssohn Bartholdy (Bearbeitung: Alain Ebert)
- Rezitativ: Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jüdischen Lande, zur Zeit des Königs Herodes, siehe, da kamen die Weisen vom Morgenland nach Jerusalem und sprachen:
- Terzett: Wo ist der neugeborene König der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen im Morgenland und sind gekommen, ihn anzubeten. (Matth. 2, 1+2)
Zwischentext: (Manfred Hausmann, in: Der Andere Advent, 2020/2021)
Der Weihnachtsstern
Mögt ihr auch in die allerfernste Ferne,
die flimmernde, des Weltraumes spähn,
ihr könnt nur Sterne, immer neue Sterne,
doch nirgends könnt ihr meinesgleichen sehn.
Ich komme aus der andern Welt und Zeit
zufolge Gottes deutender Gebärde
und ziehe über Bethlehems Gebreit
und über all die Traurigkeit der Erde.
Denkt nicht, ich wäre schon, ich selbst, das Licht.
Das Licht ist unbegreiflich eins und keins.
Ich bin, der sich im Erdendämmer bricht,
der Schein nur, nur der Widerschein des Scheins,
ein Zeichen nur in dieser Nacht und Stille.
Vielleicht, dass einer, der mich sieht, sich bang
erhebt und aufbricht und aus seiner Fülle
ins Ungewisse geht sein Leben lang.
- Chor: Es wird ein Stern aus Jakob aufgeh’n und ein Zepter aus Israel kommen, es wird ein Stern aus Jakob aufgehn und wird zerschmettern, Fürsten und Städte. Es wird ein Stern aus Jakob aufgeh’n!
- mit Gemeinde ad libitum: Wie schön leuchtet der Morgenstern! O welch ein Glanz geht auf vom Herrn, uns Licht und Trost zu geben! Dein Wort, Jesu, ist die Klarheit, führt zur Wahrheit und zum Leben. Wer kann dich genug erheben.
Fürbitten
Gott,
du kommst zur Welt.
Du kommst zu uns.
Du bringst Licht in unsere Dunkelheit,
Freudenklänge in unsere Angst,
Friedensbotschaft in unsere zerrissene Welt,
Hoffnung in unsere Sehnsucht.
Das erfüllt uns,
lässt uns einstimmen in den Gesang der Engel.
Wir bitten dich:
Berge uns in deinem Licht.
Dein Glanz scheine in unsere Herzen.
Freude soll Funken sprühen.
Frieden leuchte auf!
Hoffnung senke sich in unsere Seele.
Du bist Licht, Gott.
Gieße dein Licht in unsere dunklen Herzen,
erleuchte alle, die Angst haben und sich sorgen,
tröste die Einsamen und Traurigen.
Du bist die Freude, Gott.
Erfülle uns mit der Freude der ersten Weihnacht,
dass Menschenherzen berüht und erfüllt werden.
Dass wir von Neuanfängen singen und reden
und Menschen damit anstecken, denen das Herz schwer geworden ist.
Du bist Frieden, Gott.
Erreiche alle Herzen,
die auf Wut und Gewalt setzen.
In den Kriegs- und Krisengebieten,
bei den Menschen auf der Flucht,
bei denen die Gewalt erfahren – zu Hause und in der Welt.
Du bist der helle Morgenstern, Gott,
weise uns den Weg in eine friedliche und gerechte Zukunft.
lass uns aufbrechen und an deiner Welt bauen,
in der Raum ist für alle Menschen und ihre Sehnsucht.
Dir, legen wir ans Herz, alle, die sich nach einem Neuanfang sehnen,
die Hoffnung suchen, Zuversicht brauchen,
von der Zusage der Engel getröstet werden sollen.
Stille
Gemeinsam beten wir:
Vater unser im Himmel,
geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme, dein Wille geschehe,
wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit, in Ewigkeit. Amen.
Chorsatz aus dem Oratorium Paulus: „Wie lieblich sind die Boten, die den Frieden verkündigen“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (Bearbeitung: Alain Ebert)
Wie lieblich sind die Boten, die den Frieden verkündigen. In alle Lande ist ausgegangen ihr Schall, und in alle Lande ihre Worte.
Segen
Ich wünsche dir, dass dir hin und wieder ein Engel begegnet.
Er spricht in deine Angst, in deine Dunkelheit, in deine Einsamkeit.
Er spricht in deine Warten, in dein Verzagen, in deine Sehnsucht.
Er umarmt dich und sagt dir sein Lichtwort zu:
Fürchte dich nicht!
So segne dich Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.
Choralkantate „Verleih uns Frieden gnädiglich“ von Felix Mendelssohn Bartholdy (Bearbeitung: Alain Ebert)
Verleih uns Frieden gnädiglich, Herr Gott, zu unseren Zeiten. Es ist doch ja, kein andrer nicht, der für uns könnte streiten. Denn du, unser Gott, denn du alleine.
Ausführende:
Bezirkskantorei und Instrumentalensemble an der Evangelischen Stadtkirche Baden-Baden
Musikalische Leitung: Bezirkskantor Alain Ebert
Liturgische Gestaltung: Pfarrerin Ute Braun
Instrumentalensemble:
Leonidas Karampoulat, Violine 1
Alexey Osipov, Violine 2
Harim Choi, Viola
Maria-Luise Leihenseder-Ewald, Violoncello
Ulrich Rappen, Violoncello
Michael Konrad, Kontrabass
Waltraud Stern, Orgel


