Familiengottesdienst an Erntedank, 05.10.25

Familiengottesdienst an Erntedank, 05.10.2025 10:00 Uhr in Lichtenau mit Pfarrerin Ute Braun
Orgelvorspiel
Lied: Danke für diesen guten Morgen (EG 334,1-6)
Votum/Gruß/Begrüßung
Wir feiern unseren Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. (Amen)
Der Herr sei mit euch (und mit deinem Geist)
Eingangsgebet (KINDER)
Kind mit Kartoffelkorb: Kartoffelbrei esse ich ganz arg gern. Und Pommes. Die Kartoffeln dafür sind in der Erde gewachsen. Danke für die Kartoffeln.
Kind mit einem Strauß Getreide: Wenn wir daheim zusammen backen, siebe ich das Mehl in die Schüssel. Das ist ganz fein. Wie Puder. Und der Kuchen schmeckt lecker. Roggen und Weizen ist auf den Feldern gewachsen. Gut, dass wir daraus Mehl zum Backen haben. Danke für das Getreide.
Kind mit Korb voller Äpfel: In der Pause esse ich oft Apfelschnitze. Die mag ich gern. Bei Opa und Oma gibts einen Apfelbaum im Garten. Mit dem Opa habe ich ganz viele Äpfel geerntet. Das hat Spaß gemacht! Danke für die Äpfel!
Du, Schöpfer des Lebens, Aus deiner Hand kommt, was wir haben.
Zeige uns unsere Grenzen und zeige uns unsere Verantwortung.
Lass uns dankbar werden und deine Schöpfung achten.
Das bitten wir dich durch Jesus Christus, unseren Herrn und Bruder. Amen.
Lesung: Gleichnis vom Sämann Hier zum Text
Lied: Er hält die ganze Welt in seiner Hand (Lieder für die Jugend 610 Strophe 1-4)
Ein Rabe entdeckt das Danken
Rabe: Krakra
Pfr: Hallo Rabe, schön, dass du kommst! Feierst du mit uns Erntedank?
Rabe: Erntedank?.... Na, ich weiß nicht.
Pfr: Schau mal so viele Früchte haben wir hier. So leckere Sachen haben die Menschen mitgebracht. Das ist doch wirklich ein Grund, Gott zu danken.
Rabe: Hm, Kartoffeln mag ich nicht, die Äpfel sehen sauer aus. Und was ist denn das? Igitt Blumenkohl? Wer isst denn sowas? Ist hier im Ernst irgendjemand, der Blumenkohl mag? Na, hätte mich doch gewundert. Melone hat so eine harte Schale, na wenigstens Trauben, die sind ja essbar. Aber, ha! Habe ich es mir doch gedacht! Natürlich!
Pfr: Was natürlich?
Rabe: Keine Erdnüsse! Wie jedes Jahr! Keine Erdnüsse! Oh Mann, das ist das einzige, das ich wirklich gerne mag. Aber nee, Erdnüsse hat es natürlich keine. Und da soll ich Erntedank feiern, wenn es keine Erdnüsse gibt!
Pfr: Ist das jetzt dein Ernst?
Rabe: Und ob das mein Ernst ist. Da soll man immer Gott danken und dann sind da keine Erdnüsse, sondern nur Blumenkohl und anderes Zeug, das ich nicht mag. Und wetten, dass in dem Apfel ein Wurm drin ist! Seh ich schon. Da brauch ich gar nicht danken für Blumenkohl und saure Äpfel mit Würmern drin!
Pfr: Also, jetzt tust du mir wirklich leid, Rabe.
Rabe: (weinerlich) nicht wahr. Ich bin so ein armer, armer Rabe! Keine Erdnüsse! Nichts, was mir schmeckt.
Pfr: Ja, du bist wirklich ein armer, armer Rabe. Aber eigentlich nicht wegen der Erdnüsse. Du tust mir so leid, weil du gar nie erfahren wirst, was für eine ungeheuer große Kraft im Dank liegt.
Rabe: Was? Wie? Kraft im Dank?
Pfr: Ja, du wirst das nie kennenlernen. Weil du gar nicht sehen kannst, was Gott dir alles schenkt. Da tust du mir wirklich so leid. Denn dann kannst du eigentlich immer nur jammern und dich schlecht fühlen. …
Rabe: Ich fühle mich nicht schlecht! Mir geht’s so schlecht! Keine Erdnüsse!!!
Pfr: Ja, genau das meine ich. Du kannst nur sehen, was du nicht hast, aber nicht, was du hast. Und deshalb weißt du gar nicht, wie froh und zufrieden es macht, wenn man Gott dankt und sich an dem freuen kann, was er uns schenkt. Da steckt eine ungeheure Kraft drin.
Rabe: Ich krieg doch keine Muskeln, nur, weil ich Danke sage.
Pfr: Nein Muskeln nicht, aber das macht deine Seele stark. Das ist wie ein tägliches Krafttraining für die Seele. Sich immer wieder daran zu erinnern, was Gott uns alles Wunderbares schenkt. So viele tolle Früchte, Essen und Trinken, aber auch ganz andere Sachen: Die Freunde, die Familie, die Sonne, der Regen. Das tut der Seele so gut, sich daran zu freuen.
Rabe: Hä, wie soll das denn gehen, dieses Krafttraining für die Seele?
Pfr: Ganz einfach: Mal kurz nachdenken: Was habe ich alles und dann Gott dafür Danke sagen.
Rabe: Hm, was ich alles habe?.... Naja,……. mal überlegen…
Pfr: Na, irgendetwas wird dir doch vielleicht einfallen.
Rabe: Also, ich könnte Gott ja vielleicht danken, dass es mich gibt …… und dass ich so ein toller Rabe bin …. und dass ich überhaupt die schönsten Federn habe. Danke Gott, dass ich fliegen kann und nicht rumlaufen muss wie die Frau B und danke, dass ich so tolle Augen habe und alles ganz scharf sehe und so einen kräftigen Schnabel, dass ich sogar Melonen aufhacken kann. Und wenn ich schon dabei bin: Danke Gott für meine süßen, kleinen, nervigen Raben und auch vielen Dank für meinen frechen Bruder-Rabe und natürlich den allermeisten Dank, dass es leckere Erdnüsse gibt, auch wenn jetzt gerade keine da sind und danke, dass heute so ein tollen Wetter ist und die Sonne scheint und überhaupt, wenn ich es so recht überlege ist es doch eine wunderschöne Welt da draußen mit so riesigen Bäumen, auf die ich mich draufsetzen kann und über ganz Lichtenau schauen kann und auch wenn ich absolut keinen Blumenkohl mag, auf so ein paar Träubchen hätte ich jetzt doch ziemlich viel Lust und….
Pfr: He Rabe, du hörst ja gar nicht mehr auf!
Rabe: und dann wollte ich auch noch danke sagen für meine Urgroßmutter, die mir immer so schöne Geschichten vorgelesen hat und für….
Pfr: O.k. Rabe, geht’s dir jetzt besser?
Rabe: Ob‘s mir besser geht? Mir geht es super! Warum sollte es mir eigentlich nicht super gehen? Wo ich so ein toller Rabe bin und so tolle andere Raben kenne und es hier so leckere Trauben gibt und jetzt will ich dann bald mal so eine Traube essen, weil die sehen so saftig aus und …
Pfr: O.K. Gleich gibt es Trauben. Aber vorher singen wir noch was und dann wollen vielleicht auch die anderen hier sich noch Gedanken machen, wofür sie Gott heute danken möchten. Damit wir hier alle so ein Krafttraining für die Seele haben.
Rabe: O.k. ihr dürft das auch mal ausprobieren. Obwohl ich ja sicher der kräftigste Rabe bin, weil so viel wie mir fällt sicher keinem von euch ein, wofür ich alles danken kann! Weil Gott es wirklich gut mir meint, ja, das muss schon mal gesagt werden und …….
Pfr: …und jetzt fragen wir mal die Kinder, wofür sie danken wollen…
(Kinder fragen)
Pfr: So vieles ist euch und dem Raben eingefallen. Da können wir nun alle fröhlich singen und Gott danken für alles, was er uns schenkt:
Lied: Laudato si (EG 515,1-6)
Fürbitten: (Kinder)
1. Samen und Kräuter
Gott, unser Vater! Wir bringen dir verschiedene Samen, die du unserer Erde geschenkt hast. Aus Samen können immer wieder neue Pflanzen und Bäume wachsen.
Wir bringen dir Heilkräuter. Du lässt sie wachsen, damit wir gesund werden können.
Lass uns das Staunen über deine Schöpfung nicht verlieren. –
Liedruf: Wenn jeder gibt, was er hat… (Kreuzungen 389 nur Refrain)
2. Butter und Marmelade
Gott, unser Vater! Wir danken dir für die Butter und die vielen Dinge, die aus Milch hergestellt werden. Ihre wertvollen Nährstoffe schenken uns Gesundheit.
Hilf uns, mit unserer Gesundheit achtsam umzugehen.
Wir bringen dir auch die Früchte, die wir bereits im Sommer geerntet und haltbar gemacht haben.
Liedruf: Wenn jeder gibt, was er hat… (Kreuzungen 389 nur Refrain)
3. Kaffee, Bananen, Ananas, Gewürze, Tee, Reis.
Gott, unser Vater! In der Erde Afrikas wächst vieles, worauf wir nicht verzichten wollen: Kaffee, Bananen, Ananas.
Wir danken für diese Früchte und bitten, dass die Menschen dort nicht ausgebeutet werden und auch zu essen haben.
In den Ländern Asiens gedeihen Reis, Tee, Gewürze, die wir wie selbstverständlich in unserer Küche benutzen.
Liedruf: Wenn jeder gibt, was er hat… (Kreuzungen 389 nur Refrain)
4. Blumen und Wasser
Gott, unser Vater! Du hast unsere Erde geschmückt mit herrlichen bunten Blumen, die uns das ganze Jahr über erfreuen. Bäche und Flüsse quellen aus der Erde, Regen tränkt das durstige Land.
Wie wunderbar sind deine Werke, Herr, in Weisheit hast du sie alle geschaffen.
Liedruf: Wenn jeder gibt, was er hat… (Kreuzungen 389 nur Refrain)
5. Brot und Trauben
Gott, unser Vater! Wir bringen ein Brot zum Altar. Viele Körner mussten dafür reifen. Das Brot ist die Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit. Bei jedem Abendmahl ist das Brot das Zeichen dafür, dass wir zu Christus gehören.
Auch die Trauben sind eine Frucht der Erde und der menschlichen Arbeit. Aus ihnen wird Wein bereitet. Beim Abendmahl erinnert uns Wein und Traubensaft daran, dass Jesus für uns Menschen gestorben ist.
Liedruf: Wenn jeder gibt, was er hat… (Kreuzungen 389 nur Refrain)
6. Leere Schale.
Gott, unser Vater! Wir tragen zu dir diese leere Schale, weil wir an all die Menschen denken, die keine so gute Ernte haben wie wir; die heute vor einem leeren Teller sitzen. Gib uns den Mut, mit ihnen zu teilen!
Liedruf: Wenn jeder gibt, was er hat… (Kreuzungen 389 nur Refrain)
Abendmahlsgebet
Gott, von dir kommt unser Leben.
Es tut gut, dir zu danken für alle guten Gaben,
für alles Schöne in unserem Leben.
Wir danken dir auch für Jesus Christus, dein Kind.
Er ist an unserer Seite wie ein Freund oder eine Freundin, die immer zu uns stehen.
Er ist am Kreuz gestorben und du hast ihn auferweckt.
Jetzt ist er mitten unter uns,
wenn wir Brot, Saft und Wein teilen.
Darum preisen wir dich von ganzem Herzen.
Mit allen Menschen auf der Erde
und mit allem, was du geschaffen hast,
singen wir dir unser Lob und unseren Dank:
Lied: Komm sag es allen weiter (EG 225,1+2)
Einsetzungsworte:
Wenn wir zusammen das Abendmahl feiern, denken wir an den letzten Abend, den Jesus mit seinen Jüngern verbracht hat.
An diesem Abend nahm Jesus das Brot, dankte und brach’s und gab’s den Jüngern und sprach:
Nehmt und esst, das ist mein Leib, der für euch gegeben wird. Solches tut zu meinem Gedächtnis.
Nach dem Essen nahm er den Kelch, dankte, gab ihn den Jüngern und sprach: nehmt und trinkt alle daraus. Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut, das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden. Solches tut, sooft ihr’s trinkt zu meinem Gedächtnis.
Gemeinsam beten wir: Vater unser im Himmel…
Immer wenn wir gemeinsam das Abendmahl feiern, denken wir daran, dass Jesus sein Leben für uns eingesetzt hat, damit wir ein Leben in Fülle haben!
Liedvers: EG 225,3: Zu jedem will er kommen
Schmeckt und seht, wie freundlich der Herr ist!
Austeilung
Schlusswort: Danket dem Herrn, denn er ist freundlich und seine Güte währet ewiglich. Geht hin im Frieden des Herrn. Amen.
Dankgebet
Gott, wir sagen dir tausendmal Dank; für alles, was du uns schenkst, für die Einladung an deinen Tisch, für die Gemeinschaft mit anderen Menschen und auch für all das, was wir an Gutem übersehen. Lass uns deine Welt mit dankbaren Augen betrachten. Darum bitten wir durch Jesus Christus. Amen.
Und dein Friede Gott, der höher ist als alle Vernunft, bewahre unsere herzen und Sinne in Jesus Christus.Amen.
Schlusslied: Gottes guter Segen sei mit euch (Kreuzungen 155,1-4)
Abkündigungen
Segen
Es segne und behüte euch der barmherzige und gütige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist (Amen, Amen, Amen)
Orgelnachspiel








