Gottesdienst am achten Sonntag nach Trinitatis, 10.08.2025 10:00 Uhr in Lichtenau mit Pfarrerin Ute Braun
Orgelvorspiel
Lied: EG 262,1-4: Sonne der Gerechtigkeit
Votum: Wir feiern Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. (Amen.)
Gruß: Der Herr sei mit euch (...und mit deinem Geist.)
Begrüßung:
Guten Morgen, liebe Kinder des Lichts!
Sie stutzen bei dieser ungewohnten Anrede?
„Kinder des Lichts“ – so werden wir Christen im Neuen Testament bezeichnet. Sie, ich und alle anderen Christen weltweit. Was das bedeutet – und was es bedeuten kann, wenn wir als solche Kinder des Lichts leben, das begegnet uns heute in den Texten und Liedern in diesem Gottesdienst am 8. Sonntag nach Trinitatis.
Psalm: Ps 48 (NL 922)
Groß ist der Herr und hoch zu rühmen
in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berge.
Schön ragt empor sein Gipfel,
daran sich freut die ganze Welt,
Wie wir’s gehört haben, so sehen wir’s
an der Stadt des Herrn Zebaoth,
an der Stadt unsres Gottes:
Gott erhält sie ewiglich.
Gott, wir gedenken deiner Güte
in deinem Tempel.
Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm
bis an der Welt Enden.
Deine Rechte ist voll Gerechtigkeit.
Es freue sich der Berg Zion,
und die Töchter Juda seien fröhlich
um deiner Rechte willen.
Ziehet um den Zion herum und umschreitet ihn,
zählt seine Türme;
habt gut acht auf seine Mauern, /
durchwandert seine Paläste,
dass ihr den Nachkommen davon erzählt:
Dieser ist Gott, unser Gott für immer und ewig.
Er ist’s, der uns führet.
Ehre sei dem Vater...
Eingangsgebet:
Gott, wir sind hier, weil wir dein Wort hören wollen.
Offene Ohren brauchen wir – nimm weg, was in uns dröhnt.
Offene Herzen brauchen wir – nimm weg, was uns jetzt noch belastet.
Fülle uns mit deinen Worten und Bildern,
damit wir mit ihnen unser Leben gestalten und unter unseren Nachbarn leben.
Als Salz der Erde. Als Licht der Welt.
Wir rufen zu dir: Herr erbarme dich
Gemeinde: Herr, erbarme dich… Christe erbarme dich…
Zusage:
Jesus sagt: Ihr seid das Licht der Welt.
Das Licht ist schon da. Stellt es nicht unter den Scheffel.
Lasst es leuchten und preist Gottes Namen.
Das Licht ist schon da. Stellt es nicht unter den Scheffel.
Lasst es leuchten und preist Gottes Namen.
Ehre sei Gott in der Höhe…
Gemeinde: …und auf Erden Fried…
Lied: EG 286,2: Der Herr gedenkt an sein Erbarmen
Tagesgebet:
Gott, du bist unser Gott für immer und ewig. (Ps 48,15)
Dein Licht leuchtet in uns.
Wenn wir daran zweifeln,
stärke unseren Glauben
an das, was wir sind und an das, was wir tun.
Das bitten wir durch Jesus Christus,
der mit dir und dem heiligen Geist
lebt und lebendig macht von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Dein Licht leuchtet in uns.
Wenn wir daran zweifeln,
stärke unseren Glauben
an das, was wir sind und an das, was wir tun.
Das bitten wir durch Jesus Christus,
der mit dir und dem heiligen Geist
lebt und lebendig macht von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Gemeinde: Amen.
Lesung: Matthäus 5,13-16
Ihr seid das Salz der Erde. Wenn nun das Salz nicht mehr salzt, womit soll man salzen? Es ist zu nichts mehr nütze, als dass man es wegschüttet und lässt es von den Leuten zertreten.
Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, sondern auf einen Leuchter; so leuchtet es allen, die im Hause sind. So lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
Schlussspruch: Selig sind, die Gottes Wort hören und danach leben. Halleluja
(Gemeinde: Halleluja, Halleluja)
Hauptlied: NL 172,1-4: Lass uns in deinem Namen, Herr
Predigt über Jesaja 2,1-5
In einer Vision sah Jesaja, der Sohn des Amoz,
wie es Juda und Jerusalem ergehen wird:
Es werden Tage kommen,
da steht der Berg mit dem Haus des Herrn felsenfest.
Er ist der höchste Berg und überragt alle Hügel.
Dann werden alle Völker zu ihm strömen.
Viele Völker machen sich auf den Weg und sagen:
»Auf, lasst uns hinaufziehen zum Berg des Herrn,
zum Haus, in dem der Gott Jakobs wohnt!
Er soll uns seine Wege lehren.
Dann können wir seinen Pfaden folgen.«
Denn von Zion her kommt Weisung,
das Wort des Herrn geht von Jerusalem aus.
Er sorgt für Recht unter den Völkern.
Er schlichtet Streit zwischen mächtigen Staaten.
Dann werden sie Pflugscharen schmieden
aus den Klingen ihrer Schwerter.
Und sie werden Winzermesser herstellen
aus den Eisenspitzen ihrer Lanzen.
Dann wird es kein einziges Volk mehr geben,
das sein Schwert gegen ein anderes richtet.
Niemand wird mehr für den Krieg ausgebildet.
Auf, ihr Nachkommen Jakobs,
lasst uns schon jetzt im Licht des Herrn leben!
Fast 3000 Jahre alt ist dieser Text von Jesaja.
Er wendet sich an ein Volk in Angst und Unsicherheit. An ein Volk, das Bedrohung und Unterdrückung erlebt und kriegerische Auseinandersetzungen fürchtet.
An ein Volk, das aus seiner Heimat vertrieben wurde – und das an ihrem Gott zweifeln. Ist er noch da?
Ich lese diesen Text.
Draußen scheint die Sonne. Es könnte so schön und friedlich sein. Und äußerlich ist es das ja auch.
Nebendran liegen die Zeitungen dieser Woche mit neuen Meldungen über Konflikte, Drohgebärden, Milliarden, die in die Rüstung investiert werden, Kriege in Nahost, in Europa, in Afrika…
Neue Arbeitslosenzahlen, Sorge, wie sich die wirtschaftliche Situation in Europa entwickeln wird angesichts steigender Zölle…
…Diskussionen über Wehrpflicht und Grenzkontrollen.
Politische Polemik und bewusstes Spiel mit den Ängsten der Menschen.
Und daneben Berichte über Waldbrände, Wirbelstürme und Sturzfluten…
Ich hab die Worte einer Bekannten im Ohr, die erzählte, dass es aktuell so viele Kranke gibt, die in den Wartezimmern der Ärzte und in den Apotheken nach Hilfe suchen:
– schwere körperliche Erkrankungen aber auch viele psychische Erkrankungen: Depressionen vor allem in allen Facetten.
Schön und friedlich?
Nein, beunruhigend. Und ich bin versucht, die Zeitungen wegzupacken und wieder nach draußen zu schauen, wo die Sonne scheint, und die Tage zu zählen, bis der Urlaub beginnt.
Zu verdrängen, was unbequem ist und beunruhigt…
Wie predigt man in der heutigen Zeit für heutige Menschen diesen alten Text?
Eine Vision des Friedens – Keiner lernt mehr Krieg zu führen? – Schwerter zu Pflugscharen. Es sind so schöne Bilder – und wir sehnen uns nach so einem Frieden…
Und Teile davon durften wir ja auch erleben!
Wer so alt ist, wie ich – oder älter – kennt die Formulierung „Schwerter zu Pflugscharen“ aus der Friedensbewegung der 80er Jahre…
…der kennt vielleicht auch die Skulptur, die dazu abgebildet wurde: ein Schmied, der auf einem Amboss ein Schwert zu einem Pflug umarbeitet.
Diese Skulptur wurde 1959 der UNO geschenkt – von der damaligen Sowjetunion. Ausgerechnet, möchte man heute sagen. Aber damals ein starkes Symbol.
Die UNO wurde nach dem zweiten Weltkrieg gegründet.
Ein starkes Bündnis von Staaten, die sich für den Weltfrieden engagierten und globale Krisen gemeinsam anpacken wollten.
Schwerter zu Pflugscharen – dieses Motto wurde von Friedensbewegungen auf beiden Seiten des Eisernen Vorhangs im Kalten Krieg als Zielvision bewahrt.
So lange bis es eine Öffnung gab – zwischen Ost und West. Offene Grenzen – keine Mauer mehr…
Abrüstung, Abschaffung der Wehrpflicht, einfach Frieden…Frieden in Europa – und auch noch ein gutes Stück darüber hinaus…
Und heute? Alles vergessen? Alles wieder auf Anfang?
Wir sehnen uns wieder nach Sicherheit, Zukunft, Frieden…
„Es werden Tage kommen,
da steht der Berg mit dem Haus des Herrn felsenfest.“
So beginnt Jesaja seine Vision.
Die Ungeduldige und Ängstliche in mir sagt: Und wann wird das sein?
Ich ertappe mich dabei, dass ich wie ein Kind darauf warte, dass jemand anderes die Welt in Ordnung bringt.
Dass Gott alles sortiert – und Frieden und Gerechtigkeit aufrichtet. So wie es sicher auch das Volk Jesajas herbeigesehnt hatte.
Es werden Tage kommen…
…Luther übersetzt: „zur letzten Zeit“… also am Ende der Menschen- und Weltzeit… noch beunruhigender! Denn dann wird dieser Text zu einer Vertröstung auf einen Tag jenseits unserer Zeit…
Darin sehe ich zumindest nicht viel Tröstliches!
Im hebräischen Urtext steht aber „nach diesen Tagen“
Das klingt näher – das klingt so, als ob wir über eine Zeitspanne reden, die begrenzt ist, die in absehbarer Zeit vorbei ist – und danach kommt eine andere Zeit…
Aber wann wird das sein? Wann sind die einen Tage um und die anderen beginnen?
Und dann fand ich in einem Kommentar eine Übersetzung, die mich nicht mehr losließ:
Die Verfasserin übersetzte: „hinter diesen Tagen“…
Und sie verstand es wie einen zweiten Raum…
So als würde man auf der einen Seite der Tür die Realität sehen, die tagtäglich auf uns einprasselt – und auf der anderen Seite wäre dieses Friedensreich, wie es Jesaja beschreibt.
Wo die Völker gemeinsam zum Berg Gottes pilgern, wo man sich im Glauben verbunden fühlt und aus diesem Glauben heraus Frieden gestaltet.
Menschen aus unterschiedlichen Nationen kommen zusammen – und Gott ist bei ihnen.
Eine andere Zeit, wo man das Kriegshandwerk nicht mehr lernt und deswegen auch keine Waffen mehr braucht.
Wo man aber Werkzeug braucht, um Felder zu bestellen, zu ernten, Häuser zu bauen…
Nach dieser Zeit – hinter dieser Zeit…
Im Alten Testament denkt man über die Zeit tatsächlich eher wie von Räumen. Die Zukunft ist das, was man im Rücken hat – wie ein Mensch im Ruderboot…
Die Vergangenheit sieht man vor sich – man kennt sie.
Die Zukunft kennt man noch nicht – sie ist ein neues unbekanntes Land, das ich betreten werde…
…zugleich nehme ich aber die Erfahrungen aus der Vergangenheit mit in dieses neue unbekannte Land der Zukunft… Stütze mich auf die Verheißungen und Versprechungen, werde getragen von der Erfahrung von Bewahrung und Güte, die ich gemacht habe…
Hinter dieser Zeit…
Ich denke an Jesus – er hatte auch Visionen von Frieden und Gerechtigkeit – und er nannte es „Gottes Reich“.
Er stellte sich dieses Reich Gottes wie eine Welt mitten in unserer Welt vor – oder wie ein Zimmer neben einem anderen – wie eine Realität, die manchmal herüberblinzelt – so wie Licht durch ein Schlüsselloch fällt oder durch ein Loch in der Mauer.
Das Reich Gottes ist mitten unter euch, konnte Jesus sagen…
…es kann sich ausbreiten, groß werden, Raum einnehmen…
Es kann wie durch einen Riss in der Wand, durch ein Schlüsselloch in der Tür, oder durch ein Loch in der Mauer herüberdringen in unsere Lebenserfahrungen und sich ausbreiten, wie ein Senfkorn, dass zu einem Baum heranwächst, wie Sauerteig, der das Brot aufgehen lässt…
Und wie kann das geschehen, frage ich?
Ich frage Jesaja – und ich frage Jesus.
Und im Zusammenklang der beiden Texte heute finde ich eine Antwort darauf.
Ihr seid das Licht der Welt, ihr seid das Salz der Erde – hieß es im Evangelium…
Nicht: ihr müsst es werden. Oder ihr werdet es irgendwann sein.
Sondern „Ihr seid es! Jetzt schon!“
Das heißt, es ist nicht unsere Aufgabe darauf zu warten, dass Gott endlich eingreift und alles zurecht bringt…
Es ist auch nicht unsere Aufgabe auf einen Retter und Erlöser zu hoffen, der aufräumt…
Es ist unsere Aufgabe, selbst Verantwortung zu übernehmen und tätig zu werden!
- Wie Jesus unbequem werden und Salz in die Wunden streuen. Den Mund aufmachen, wenn Unwahrheiten erzählt werden, wenn Menschen ausgegrenzt werden, menschenfeindliche Parolen erklingen, und Menschen behaupten, dass wir ja eh nichts ändern können am Unfrieden und am Klimawandel…Dass Frieden eben nicht möglich ist, weil Menschen so sind, wie sie sind. Dass Krieg manchmal nötig ist und legitim…
Salz können wir überall sein, wo wir gegen solche Meinungen und Sichtweisen das Wort ergreifen: – am Stammtisch, auf der Straße, im Geschäft, in der Schule, am Arbeitsplatz, ja sogar, wenn die eigene Familie zusammenkommt und über unsere Welt diskutiert…
Wir sollen Licht sein – wie Jesus es war – für die Menschen, die Angst haben, die mutlos sind, die in ihren Depressionen versinken und sich nicht anders zu helfen wissen, als es mit Medikamenten oder Alkohol zu betäuben…
Schwerter zu Pflugscharen schmieden – das heißt zu schauen, was brauchen wir denn zum Leben?
Wir brauchen Räume, wo sich Menschen sicher fühlen – wir brauchen ein Bewusstsein für unsere Umwelt und die Bereitschaft, uns dafür einzusetzen, auch wenn es uns vielleicht um manche Bequemlichkeit bringt.
Wir brauchen eine gerechte Verteilung von Lebensraum, Wasser, Nahrung und Medikamenten…
…wir brauchen eine Welt, in der Kinder Kinder sein dürfen und eine Zukunft vor sich haben…
Wir brauchen Frieden…
Hinter dieser Zeit…
…wir haben es schon mal erlebt, wie es aussehen kann, wenn ganz viel von diesem Frieden und Licht herüber dringt durch das Loch in der Mauer – durch den Riss zwischen Menschen- und Gottesreich…
Und genau diesen Erfahrungsschatz brauchen wir, um dagegen anzugehen, wenn Menschen mit ihrem Machtstreben und ihren Lügen das Loch zu diesen heilsamen Bildern immer mehr schließen… mit Steinen der Angst oder auch mit Gewalt…
Es hat schon einmal funktioniert, dass Frieden und Versöhnung möglich wurde … und damals waren es ganz normale Menschen, die ihn bewirkt haben – Menschen, die mit ihren kleinen Möglichkeiten einfach nicht aufgehört haben, sich für Frieden einzusetzen und für Gerechtigkeit zu demonstrieren… Menschen, die einfach nicht aufgehört haben, ihre Vision von Frieden und Gerechtigkeit in dieser Welt groß zu machen und umzusetzen!
Es ist egal, welche Bilder wir wählen – die aus Jesaja, auch wenn sie noch so alt sind – oder die von Jesus.
Das Entscheidende ist, dass wir uns nicht verunsichern lassen und auch nicht verstummen, sondern dass wir weiterhin daran glauben, dass es anders werden kann – dass Frieden immer noch – oder wieder – möglich ist – und dass wir an der Verwirklichung mitwirken. Als Salz der Erde und Licht der Welt…
Wenn wir nicht dafür sorgen, dass Gottes Friede wieder mehr Raum in unserer Welt einnimmt, dass die Sehnsucht nach einer anderen Welt und die Visionen von Frieden wachgehalten werden, wer dann?
Der Friede Gottes, der höher ist als alles, was wir denken können und erleben, er bewahre unsere Herzen und Sinne im Glauben an Jesus Christus. Amen.
Predigtlied: NL 93,1-3: Wo Menschen sich vergessen
Fürbittengebet: (Wochengebet von Katharina Wiefel-Jenner: https://www.velkd.de/schwerpunkte/liturgie/wochengebet/gebet/8-sonntag-nach-trinitatis)
Jesus Christus,
du Licht vom Licht,
du Quelle der Wahrheit,
du Ursprung der Gerechtigkeit.
Wir sehen auf dich.
Wir bitten dich:
Vertreibe die Schatten, die diese Tage verdunkeln.
Dein Friede verwandelt die Welt.
Auf Frieden warten Menschen
inmitten von Trümmern,
ausgemergelt von Hunger,
verängstigt durch das Sirren der Drohnen.
Auf Frieden warten
die Verletzten,
die Traumatisierten,
die Sterbenden.
Auf Frieden warten die Menschen
in der Ukraine,
in Gaza und Israel,
im Sudan.
Mit dir werden Schwerter zu Pflugscharen.
Wir bitten dich:
Vertreibe die Schatten, die diese Tage verdunkeln.
Deine Wahrheit verwandelt die Welt.
Auf die Wahrheit warten Menschen
inmitten von Korruption,
verführt von einfachen Lösungen,
getäuscht von falschen Versprechungen.
Auf die Wahrheit warten
die Schwachen,
die Betrogenen,
die Enttäuschten.
Dein Wort entlarvt die Lügen.
Wir bitten dich:
Vertreibe die Schatten, die diese Tage verdunkeln.
Deine Gerechtigkeit verwandelt die Welt.
Auf Gerechtigkeit warten Menschen
inmitten von Angst um ihre Arbeitsplätze,
voller Sorge um die Zukunft ihrer Kinder,
empört über ungleiche Lebenschancen.
Auf Gerechtigkeit wartet
die Schöpfung,
die Meere,
die überfluteten Regionen und brennenden Wälder,
die Bauern in der Sorge um die Ernte.
Deine Gerechtigkeit schenkt Leben,
Wir bitten dich:
Vertreibe die Schatten, die diese Tage verdunkeln.
Dein Licht verwandelt die Welt.
Auf dein Licht warten
die Kranken,
die Erschöpften,
die Sterbenden.
Dein Licht schenkt Glück
inmitten der Schönheit der Schöpfung
auf Reisen,
im Zusammensein mit guten Menschen.
Dein Licht lässt uns dankbar sein
für die Menschen an unserer Seite,
für dein Wort und Sakrament,
für deine Gegenwart.
Jesus Christus,
du Licht vom Licht,
wir sehen auf dich.
Mach auch uns zum Licht in dieser Welt –
Und gemeinsam beten wir:
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Abkündigungen
Schlusslied: EG 610,1-3: Herr, wir bitten, komm und segne uns
Segen
Der Herr segne euch und behüte euch,
der Herr lasse sein Angesicht leuchten über euch und sei euch gnädig
der Herr erhebe sein Angesicht über euch und gebe euch Frieden.
(Amen, Amen, Amen)
Orgelnachspiel


