Gottesdienst mit Tauferinnerung, 27.07.25

 
Gottesdienst mit Tauferinnerung am 27.07.2025  10:00 Uhr in Lichtenau mit Pfarrerin Ute Braun
 
 
Wenn Sie an unserem Gottesdienst nicht teilnehmen können, haben Sie hier die Möglichkeit dennoch mit unserer Gottesdienstgemeinschaft verbunden zu sein. (Gerne dürfen Sie diesen Gottesdienst auch  ausdrucken und weitergeben. Bitte nutzen Sie dafür die Druckfunktion Ihres Browsers.)
 
Orgelvorspiel
 
Begrüßung und Votum:
 
Wir feiern unseren Gottesdienst im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
 
Herzlichen Willkommen zu unserem Tauferinnerungsgottesdienst heute Morgen!
Wir freuen uns, dass soviele Kinder da sind, die sich an Ihre Taufe erinnern wollen – extra eingeladen haben wir alle, die bei uns oder durch uns vor 5 und vor 4 Jahren in Lichtenau und Scherzheim getauft wurden. Schön, dass ihr da seid!
Schön, dass auch Sie da sind – als Familien, als Gemeinde, als Menschen, die sich heute auch an Ihre Taufe erinnern lassen wollen.
 
Lied: Einfach spitze, dass du da bist (NL 133,1-5)
 
Gebet:
Guter Gott,
wir freuen uns über diesen Tag!
Über alle, die heute gekommen sind, um mit uns zu feiern und sich an ihre Taufe zu erinnern.
In der Taufe hast du uns versprochen, dass du für uns da bist und uns durch unser Leben begleitest.
Auf den schönen und leichten Wegen – aber auch auf den mühsamen und schweren.
Hab Dank für deine Begleitung an jedem neuen Tag.
Wir bitten dich, sei auch jetzt bei uns, wenn wir zusammen singen, beten, Geschichten hören und uns erinnern.
Darum bitten wir durch deinen Sohn Jesus Christus.
Amen.
 
Anspiel mit Rabe:
 
(Rabe kommt zum Taufbecken geflogen, entdeckt das Wasser, tippelt durch das Wasser und freut sich. Pfarrerin hört das Plätschern…)
 
Pfarrerin:       Was plätschert denn da so? Hey – was machst du denn da?
Rabe:             Das siehst du doch. (Hüpft weiter durchs Wasser). Ich bade! Und was machst du hier?
Pfarrerin:       So eine komische Frage. Ich bin hier die Pfarrerin, das ist meine Kirche.
Rabe:             Ach ja, stimmt… seltsam… Immer wenn ich hier bin, bist du auch da….
                        Sag mal, wohnst du hier?
Pfarrerin:       Natürlich nicht. Aber heute ist hier ja Tauferinnerungsgottesdienst, da bin ich natürlich da.
Und auch dann, wenn so ein frecher Rabe durch das Taufwasser plätschert.
Rabe:             Durch waaaaasssss?
Pfarrer:          Sagte ich doch eben. Durchs Taufwasser!
Rabe:             Ist das kein normales Wasser?
Pfarrer:          Doch schon. Aber dieses Wasser ist nicht zum Plätschern da.
Rabe:             Warum soll ich da nicht plätschern? – Wasser ist doch super, Wasser ist so erfrischend bei dem warmen Wetter.
Pfarrer:          Da hast du recht. Wasser erfrischt. Aber dieses Wasser gehört in dieses Taufbecken!
Rabe:                         Taufbecken – du meinst das runde Ding da?
Pfarrer:          Ja, genau…. das runde Ding! (Rabe stolziert um den Rand des Taufbeckens, grübelt)
Rabe:             Taufbecken? Taufbecken! Für mich sieht das eher aus wie ein Planschbecken….
(plötzlich kommt ihm ein genialer Einfall) Oh, hier kann ich gut mein Seepferdchen machen!
Pfarrer:          (energisch) NEIN! Hier wird nicht geschwommen. Hier wird getauft.
Rabe:             Gekauft? Was wird denn gekauft?
Pfarrer:          Nichts wird gekauft, es wird geTauft! Du machst mich heut noch wahnsinnig… Pass auf, ich erklär’s dir.
Eltern bringen ihr Kind hierher in die Kirche. Sie kommen zum Taufbecken mit dem Kind; der Pfarrer oder die Pfarrerin nimmt dann Taufwasser in die Hand und tröpfelt es über den Kopf des Kindes. Dabei sagt er: „Ich taufe dich auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.“ Bei ganz vielen Kindern hab ich das schon gemacht. Zum Beispiel auch bei vielen von den Kindern, die heute da sind.
Rabe:             Und wieso machst du das?
Pfarrer:          Wenn ich ein Kind taufe, dann gehört das Kind zur Gemeinde. Und ich tue es, weil Jesus uns Christen dazu beauftragt hat. Er hat gesagt: „Gott hat mir Macht gegeben, große Macht. Alle Macht im Himmel und auf der Erde. Darum geht nun zu allen Völkern der Erde, und macht die Menschen zu meinen Freunden und Jüngern! Tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes! Sagt ihnen, sie sollen so leben, wie ich es euch aufgetragen habe. Und denkt daran: ich bin immer bei euch, jeden Tag, bis an das Ende der Welt.“
Rabe:             Wow – das hast du jetzt aber schön gesagt! Aber…
Wieso brauchst du dazu das Wasser?
Pfarrer:          Das ist das Zeichen, dass das Kind ein neuer Mensch ist und nun zu Jesus gehört.
Rabe:             Und wieso ist das Planschbecken nur für die Kinder da?
Pfarrer:          Das ist ein Taufbecken, du komischer Rabe!
Aber es ist gar nicht nur für Kinder da. Es werden bei uns meistens kleine Kinder getauft. Aber manchmal kommen auch große Kinder zur Taufe oder Jugendliche oder sogar richtig große Leute, Erwachsene…Die Taufe ist für alle Menschen da, nicht nur für die ganz Kleinen.
Rabe:                         Und die werden dann ein neuer Mensch und gehören zur Gemeinde? …das hab ich nicht so richtig kapiert.
Pfarrer:          Die Gemeinde ist was sehr Wichtiges! Die Menschen sind da zusammen, weil sie an Jesus glauben! Sie sind nicht alleine, und das ist sehr wertvoll!
Rabe:             Ja, das klingt wirklich toll!
Und… alle Kinder, die heute da sind, wurden in so einem Planschbecken getauft? Also Entschuldigung, in so einem Taufbecken?
Pfarrer:          Ja, genau! Bei vielen von den Kindern ist das jetzt schon 4 oder 5 Jahre her. Bei anderen noch viel länger. Und da haben die Eltern ihre Kinder in die Kirche gebracht. Sie waren alle ganz schick angezogen, weil es ein besonderes Fest ist.
Rabe:                         Kann man dann auch öfter getauft werden, damit man sich öfter so schick anziehen und feiern kann?
Pfarrer:          Nein. Getauft wird jeder nur einmal und das reicht dann für’s ganze Leben… Aber man kann eine Tauferinnerung feiern. So wie wir es heute machen. Deswegen haben auch viele Kinder ihre Taufkerze mitgebracht. Die zünden wir nachher nochmal an und erinnern uns daran, dass Gott sie bei ihrer Taufe gesegnet hat und dass Jesus ihr Freund sein möchte.
Rabe:             Jesus will ein Freund von den Kindern sein?
Pfarrer:          Ja, genau! Dazu gibt es eine schöne Geschichte. Pass mal gut auf, wir wollen sie jetzt gemeinsam hören…
 
Geschichte:   Kinderevangelium aus der Kinderbibel
Einmal war Jesus mit gelehrten Männern in ein Gespräch vertieft.
Da kamen Frauen mit ihren Kindern auf der Straße daher. Die einen führten sie an der Hand. Die anderen trugen sie auf dem Arm.
Wie zu einem Fest kamen sie an: eine fröhliche, lärmende Schar.
Als aber die Jünger sie sahen, wurden sie ärgerlich. Jesus hatte doch genug mit den Männern zu tun! Und nun auch noch Frauen und schreiende Kinder? Das ging wirklich zu weit!
„Was wollt ihr?“ herrschten sie die Frauen an. „Wollt ihr etwa die Kinder zu Jesus bringen? Die sind doch viel zu klein! Die verstehen ja noch nichts! Geht nur wieder heim! Ihr stört Jesus!“
Aber Jesus fuhr seine Jünger an. „Lasst sie!“ rief er. „Lasst die Kinder zu mir kommen und haltet sie nicht zurück! Denn gerade für sie steht Gottes neue Welt offen. Und ich sage euch: Wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nie zu Gott kommen!“
Und er winkte die Kinder zu sich, schloss sie fest in seine Arme, legte die Hände auf sie und segnete sie.
 
Anspiel mit Rabe:
 
Pfarrer:          Und, hast du gut aufgepasst?
Rabe:             Ja, war total spannend!
Pfarrer:          Hast du auch was kapiert? Das mit der Taufe und so?
Rabe:                         Klar! Die Jünger dachten, die Kinder stören, aber sie haben Jesus gar nicht gestört. Er hat damals schon die Kinder gesegnet und wollte ihr Freund sein. Und das gilt auch heute noch bei der Taufe für die Kinder! Jesus hat die Kinder lieb. 
Pfarrer:          Prima, Du hast es verstanden! Und genau deshalb wurden wir alle getauft. Und heute wird uns allen nochmal gesagt, dass Gott uns lieb hat und er unser Freund sein will – von den Kindern aber auch von den Großen!
Und davon singen wir jetzt im nächsten Lied.
 
Lied: Wenn einer sagt, ich mag dich du (EG 655,1-4)
 
Überleitung/Erklärung zu den einzelnen Tauferinnerungsstationen
-       Fisch zurückgeben an die Kinder, die vor 4 bzw. fünf Jahren getauft wurden (Taufspruch dem Kind nochmal vorlesen!)
-       Taufkerzen anzünden und auf den Tisch/Altar stellen (von allen Kindern, die eine mitgebracht haben!)
-       Wasserzeichen am Taufbecken
 
Lied: Vergiss es nie (NL 201,1-3)          )
 
Totengedenken:
 
Fürbitten
Lieber Gott,
wir danken dir, dass du uns in der Taufe zeigst, dass wir zu dir gehören dürfen.
Wir danken dir, dass du immer bei uns bist und uns auf allen Wegen begleitest - den schönen und auch den traurigen.
 
Wir denken heute besonders an …, von der wir Abschied nehmen mussten. Wir bitten für ihre ganze Familie, die traurig sind und sie vermissen. Sei bei ihnen und tröste sie.
 
Wir danken dir, dass du unser Leben bunt machst und in Bewegung bringst.
Wir danken dir für deine Liebe, die uns allen gilt.
Wir freuen uns, dass wir deine Kinder sein dürfen – die Kleinen ebenso wie die Großen.
 
Und wir bitten dich:
Hilf uns, dass unser Glaube an dich niemals aufhört, sondern wir immer an dich,
an deine Liebe, deine Begleitung und deinen Schutz und Schirm glauben können.
 
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
 
Abkündigungen
 
Lied: Vom Anfang bis zum Ende (NL 205 – 2x)
 
Segen:
 
Musik zum Ausgang