Familiengottesdienst am Ostersonntag, den 9.4.2023 um 10:00 Uhr in Lichtenau mit Pfarrerin Ute Braun
Orgelvorspiel
Lied: Wir wollen alle fröhlich sein (EG 100,1-3)
– dabei tragen Kinder die neue Osterkerze herein
Begrüßung und Votum
"Der Herr ist auferstanden, er ist wahrhaftig auferstanden! Halleluja!"
Mit diesem alten Oster-Gruß aus der Zeit der ersten Christinnen und Christen heiße ich alle Kinder und alle Erwachsene ganz herzlich zu unserem Gottesdienst willkommen!
Wir feiern heute Ostern, die Auferstehung Jesu. Diese Auferstehung ist für uns Menschen ein Geheimnis. Und sie wird es wohl auch immer bleiben. Denn sie ist weder mit unseren Händen begreifbar, noch mit unserem Verstand. Aber sie ist ein gutes Geheimnis. Eines, das voller Leben ist. Und wir können uns diesem Geheimnis immer wieder annähern, auf ganz unterschiedliche Weise.
Dazu sind Sie alle, groß und klein, in diesem Gottesdienst herzlich eingeladen, im Hören auf die Ostergeschichte, im Singen und im Feiern des Abendmahls.
Als Zeichen für den Sieg des Lebens, den wir an Ostern feiern, wurde die Osterkerze zum ersten Lied hereingetragen.
Möge das Licht dieser Osterkerze das Dunkel vertreiben und allen Christinnen und Christen Hoffnung und Kraft schenken, jetzt und in Ewigkeit. Amen.
So feiern wir dieses Osterfest im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. (Amen)
Lied: Halleluja, es ist Ostern (Lied mit Bewegungen)
Gebet:
Barmherziger Gott, dass am Ende der Tod kommt,
das kennen wir aus unserem Leben.
Das ist der Lauf der Welt, sagen die Leute.
Alles stirbt einmal. So ist das eben.
Aber dass am Ende das Leben siegt, das ist ein Wunder.
So wie jeder Frühling ein Wunder ist,
das Blühen der Bäume, nach dem kalten Winter.
Der Duft von Blumen, Gras und Wärme, der durch die Luft weht.
So wie auch jede Geburt ein Wunder ist,
und ein Wunder bleibt, so viel wir auch darüber wissen.
Hilf uns Gott,
dass wir uns für diese Wunder mitten im Leben öffnen
und das Staunen nicht verlernen.
Dass wir uns immer wieder neu vom Leben überraschen lassen
so dass wir nie ganz mit dem Leben fertig sind,
weil immer noch etwas kommt, auf das es sich zu warten lohnt.
Darum bitten wir dich, der du das Leben in deinen Händen hältst.
Jetzt und in Ewigkeit.
(Amen.)
Die Ostergeschichte mit Bodenbild
(in der Mitte liegt eine weiße Stoffbahn – größere Gegenstände zur Gestaltung wurden schon einigen Kindern hingestellt)
Was ist damals an Ostern geschehen? Wir hören auf die Ostergeschichte, wie sie und sie Bibel erzählt:
(auf der weißen Stoffbahn werden bunte Tücher ausgelegt)

Alles begann mit dem Einzug von Jesus in Jerusalem. Als Jesus damals auf einem Esel in die Stadt geritten kam, jubelten ihm die Leute zu. Sie winkten mit Palmzweigen und wollten ihn zu ihrem König machen.
In diesen Tagen war ein großes Fest in Jerusalem. Das Passahfest.
Auch Jesus wollte dieses Fest mit seinen Jüngern feiern!
Doch nicht alle Menschen meinten es gut mit Jesus. Die römischen Machthaber und die oberen Priester hatten Angst, dass Jesus zu mächtig wird. Sie wollten ihn aus dem Weg haben.
Für die Freunde Jesu ging damals eine Welt unter. Alles um sie herum wurde dunkel. So traurig waren sie!
Sie legten Jesus in eine Höhle, um ihn zu begraben. Und vor die Höhle rollten sie einen großen Stein. Aus und vorbei! Was sollte nun aus ihnen werden?
(Eine Höhle und ein Stein werden abgelegt)

Drei Tage vergingen. Drei lange Tage, in denen die Welt um sie herum fröhlich feierte, während die Freunde von Jesus trauerten und sich ängstlich versteckten. Doch dann, am Morgen des dritten Tages, machten sich drei Frauen auf den Weg zum Grab, um den Körper Jesu mit kostbaren Ölen einzusalben.
(Eine Karaffe wird zu der Höhle dazugestellt)
Als die drei Frauen in die Nähe des Grabes kamen, ging gerade die Sonne auf.
Da fragte eine:
"Wer rollt uns den schweren Stein weg, der vor dem Grab liegt?"
Daran hatten sie gar nicht gedacht! Das würden sie allein nicht schaffen!
Aber als sie zum Grab kamen, blieben sie verblüfft stehen:
Der Stein war weg – das Grab stand offen!
Vorsichtig gingen die drei Frauen in das Grab. Aber dort lagen nur noch die Tücher, in die Jesus eingewickelt gewesen war. Fein säuberlich zusammengelegt lagen sie da!
Wo war Jesus? Er konnte doch nicht einfach verschwunden sein!
Aber das Grab war leer.
(Der Stein wird vor der Höhle weggerollt. Die Sonne wird vor der Höhle abgelegt.)
Die Frauen wunderten sich und bekamen Angst. Was sollte das alles bedeuten? Schnell gingen sie wieder nach Hause. Allerdings nur zwei von ihnen.
Die dritte – Maria Magdalena – sie blieb am Grab.
Sie hatte Jesus so gerngehabt und wollte ihn gern suchen!
(Es werden Blumen dazugestellt)
Auf ihrer Suche begegnet Maria einem Mann. Das ist sicher der Gärtner, der hier nach den Gräbern und dem Garten schaut.
"Weißt du, wo Jesus ist?"
fragt sie:
Da dreht sich der Mann zu ihr um und schaut Maria an. Und im selben Augenblick erkennt sie ihn!
"Das ist ja Jesus! Er ist gar nicht tot! Er lebt!"
Maria kann es kaum fassen. So froh ist sie. Sie reden miteinander und danach eilt Maria voller Freude zu den anderen Jüngern. Alle sollen die frohe Nachricht hören, dass Jesus lebt.
(Die Osterkerze wird in die Mitte des Kreises abgestellt.)
Seit dieser Zeit treffen sich Christinnen und Christen jeden Sonntagmorgen zum Gottesdienst, um an diesen besonderen Sonntagmorgen vor fast 2000 Jahren zu denken. Und einmal im Jahr feiern wir das Osterfest, um uns an die Auferstehung Jesu zu erinnern und um miteinander zu feiern, dass Gott auch uns neues Leben schenkt.
Ostern, das ist ein Fest voller Hoffnung und Freude. So viel Hoffnung und Freude, wie man es sich nur vorstellen kann. Darum laden wir euch Kinder nun ein, unser Boden-Bild hier vorne nun mit weiteren Oster- und Hoffnungszeichen zu schmücken, die wir für diesen Gottesdienst vorbereitet haben.
Und die Großen dürfen uns dazu das Osterlied singen: Er ist erstanden, Halleluja
So können wir hören UND sehen, welche Hoffnung uns Christinnen und Christen geschenkt ist.
Schön bunt ist es jetzt hier vorne geworden.
Bunt und fröhlich, wie es auch unser Leben sein soll!
Manchmal empfinden wir es allerdings nicht so bunt und fröhlich.
Umso wichtiger ist das Osterfest – davon zu hören – dass das Dunkel, die Angst und die Traurigkeit nicht das Letzte ist.
In der Geschichte mitzuerleben, dass nicht die Gewalt, das Verspotten und Verurteilen siegen – sondern die Liebe – die Liebe, die Jesus mit seinen Freunden verbindet.
Und: mit den Jüngerinnen und Jüngern zu staunen, dass es einfach Wunder gibt, die wir uns nicht erklären können – damals nicht und heute nicht!
Wunder aber, die wir brauchen, um weiter zu hoffen, zu glauben und zuversichtlich zu leben.
Das nächste Lied, das wir gemeinsam singen, nimmt das auf:
Lied: Manchmal feiern wir mitten am Tag (Kreuzungen 293, GL 472,1-4))
Abendmahl
(Für Liturgie: EG 225 https://www.youtube.com/watch?v=3Efb4NFKX_8)
Damals, an Ostern, war Maria Magdalena zu ihren Freunden gerannt und hatte ihnen erzählt, sie hätte Jesus gesehen.
Die Augen von Maria strahlten vor Freude und sie lachte über das ganze Gesicht!
Trotzdem taten sich die Freunde Jesu am Anfang schwer, ihr zu glauben. Erst nach und nach, als immer mehr Menschen Jesus sahen und mit ihm sprachen, wuchs die Hoffnung, dass Jesus lebte.
Einige, die Jesus trafen, erzählten, sie hätten mit ihm gegessen.
Manche sagten, sie hätten ihn erst erkannt, als er das Brot teilte,
so wie beim letzten Mahl.
Und sie erinnerten sich.
Und dann feierten sie dieses Mahl neu und voller Hoffnung.
Seit dieser Zeit gibt es das Abendmahl, in dem auch etwas von der Auferstehungshoffnung verborgen liegt.
Zu diesem Abendmahl sind alle eingeladen. Kinder und Erwachsene, evangelische, katholische und orthodoxe.
Darüber freuen wir uns sehr!
EG 225,1: Komm, sag es allen weiter
Wenn wir zusammen das Abendmahl feiern, denken auch wir heute an den letzten Abend, den Jesus mit seinen Jüngern verbracht hat.
An diesem Abend nahm Jesus das Brot, dankte und brach’s und gab’s den Jüngern und sprach:
Nehmt und esst,
das ist mein Leib, der für euch gegeben wird.
Solches tut zu meinem Gedächtnis.
Nach dem Essen nahm er den Kelch,
dankte, gab ihn den Jüngern und sprach:
nehmt und trinkt alle daraus.
Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut,
das für euch vergossen wird zur Vergebung der Sünden.
Solches tut, sooft ihr’s trinkt zu meinem Gedächtnis.
Als gemeinsames Tischgebet sprechen wir das Vaterunser...
Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe, wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn Dein ist das Reich und die Kraft
und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen.
Immer wenn wir gemeinsam das Abendmahl feiern, denken wir daran, dass Jesus seinen Weg durch Tod und Leben gegangen ist, aus Liebe zu uns.
EG 225,2: Wir haben sein Versprechen
Austeilung mit Brotstückchen und Einzelkelchen in den Bankreihen
Lebendiger Gott,
wir haben uns zusammen erinnert an den Weg, den Jesus gegangen ist bis zu seinem Tod.
Das war ein schwerer Weg – aber er ist ihnen gegangen voller Mut und Vertrauen zu Gott. Um diesen Mut und dieses Vertrauen, bitten wir dich für alle Menschen, die es gerade schwer haben.
Wir haben von der Osterfreude gehört und die bunten Farben des Lebens hier in unsere Kirche gebracht.
Wir danken dir für alles und für jeden, die unser Leben bunt und fröhlich machen!
Vieles verstehen wir nicht – so wie die Jünger damals.
Für manches brauchen wir Zeit – über anderes können wir nur sprachlos staunen.
Gott, hilf uns, dass wir das Staunen nicht verlernen – das Staunen über schöne Begegnungen, über ganz besondere Augenblick, über kleine und große Wunder.
Wir haben zusammen das Abendmahl gefeiert – hier kommst du uns nah.
Hier erleben wir aber auch die Gemeinschaft mit den anderen.
Es tut gut zu sehen und zu spüren, dass wir nicht allein sind.
Danke dafür!
Und dein Friede, Gott, der höher ist als alle Vernunft bewahre unsere Herzen und Sinne in Jesus Christus. Amen.
Abkündigungen
Lied: Gott, dein guter Segen (NL 44,1-3)
Segen
Gott, du bist innen und außen…
…so segne euch der lebendige Gott, der Vater, der Sohn und der Heilige Geist
(Amen, Amen, Amen).
Orgelnachspiel
Kinder gehen in Kirchgarten zum Osternester suchen!







